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Grundschuld mit Brief


25.02.2006 15:49 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

ich habe folgendes Problem:

Meine Mutter (Witwe), die 1997 gestorben ist, hat ihre drei Kinder zu gleichen Teilen als Erben eingesetzt.

Einem ihrer Kinder hatte sie zu Lebzeiten ein Darlehen gegeben, das dieses Kind durch eine Eigentümer-Grundschuld (mit Brief) auf einem Grundstück abgesichert hat. Diese Grundschuld ist nach Bestellung unmittelbar an meine Mutter abgetreten und im Grundbuch (Bestellung/Abtretung) eingetragen worden.

Das zugrunde liegende Darlehen ist nun fällig geworden, der Schuldner weigert sich aber, an die Erbengemeinschaft (die drei Kinder-ihn eingeschlossen) zu zahlen.

Die zwei Kinder, denen je ein Drittel der Darlehenssumme zusteht, möchten nun die Zwangsvollstreckung in das Grundstück betreiben, da sie glauben, so schneller an ihr Geld zu kommen als wenn sie das Darlehen direkt einklagen würden (Drohung mit Zwangsvollstreckung als Druckmittel).

Wie ich von dem Notariat, das damals die Grundschuldbestellung wie auch die Abtretung protokolliert hat, erfahren habe, wurde damals der Grundschuldbrief an den Schuldner (!) ausgehändigt.
Den Brief benötigen wir jedoch zur Beantragung der Zwangsvollstreckung.

Frage:
1. Haben wir zwei Geschwister eine Chance, an den Grundschuldbrief zu kommen, wenn der Schuldner sich weigert, diesen herauszugeben?
2. Falls der Schuldner behauptet, den Brief nicht (mehr) zu besitzen, können wir uns eine Art "Ersatzbrief" ausstellen lassen und das ohne Mitwirkung des Schuldners (=Miterbe)?
3. Durfte der Notar bei Bestellung der Grundschuld und der unmittelbar darauf erfolgender Abtretung an meine Mutter den Brief an den Schuldner aushändigen oder hätte er diesen an unsere Mutter übergeben müssen?

Danke für Ihre schnelle wie profunde Antwort!
25.02.2006 | 16:58

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich möchte sie sogleich unter Berücksichtigung Ihrer Informationen wie folgt summarisch beantworten.
1. Da eine Abtretung vorliegt und diese nach Ihrer Schilderung bereits ins Grundbuch eingetragen wurde, hat der Gläubiger die Möglichkeit, gegen den Schuldner im Rahmen eines Herausgabeanspruchs den Brief einzufordern, dies der Grundsatz. Allerdings darf dies nur von der gesamten Erbengemeinschaft eingefordert werden. Daher werden Sie nicht umhin kommen, entweder die Auseinandersetzungsklage zu erheben oder im Rahmen der Erbengemeinschaft ein entsprechendes Begehren durchzusetzen. Dabei wäre auch möglich, den ggf. nicht zustimmenden Miterben auf Zustimmung zu verklagen.

2. Sie können sich an das Grundbuchamt wenden (wiederum nur als ErbenG), und einen neuen Brief beantragen. Wenn die Eintragungen im Grundbuch zutreffen, wird dies möglich sein.

3. Er hätte ihn an und für sich an die Mutter geben müssen, sein Verhalten ist mir so nicht erklärbar.

Ich hoffe, dass Ihre Fragen mithin beantwortet worden sind. Ansonsten stehe ich für Rückfragen im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-

Burgwedel 2006
mailabc@anwaltskanzlei-hellmann.de (entferne abc)


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

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