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Grundschuld löschen nach Insolvenzverfahren

04.09.2018 19:52 |
Preis: 52,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Grundschuld nach einer Restschuldbefreiung

Im Zuge eines Insolvenzverfahrens wurde ein mit einer Grundschuld belastetes Grundstück vom Verwalter an den Schuldner zurück gegeben, ging also nicht in die Masse ein.
Die Restschuldbefreiung wurde erteilt.
Nun möchte ich das Grundstück veräussern. Die Restschuld beträgt ein Vielfaches des tatsächlichen Grundstückswertes.
Bisher hat sich seitens der Bank auch nichts getan. Kann ich die Grundschuld löschen lassen oder hat die Bank immer noch die Möglichkeit, das Grundstück zur Tilgung der Grundschuld zu versteigern?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das belastete Grundstück wurde durch den Insolvenzverwalter aus dem Insolvenzbeschlag freigegeben, so dass die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis wieder Ihnen als Eigentümer zugefallen ist. Hintergrund ist, dass der Insolvenzverwalter keine weiteren Kosten tragen wollte und er nicht mit einem Erlös für die Insolvenzmasse rechnete.

Grundschulden werden nicht von einer Restschuldbefreiung umfasst, § 301, Abs. 2 InsO. Dem Insolvenzgläubiger steht auch nach der Restschuldbefreiung die Möglichkeit zu sich aus der Grundschuld zu befriedigen, in dem er die beispielsweise die Zwangsversteigerung beantragt.

Die Restschuldbefreiung gilt zwar auch für Forderung, die mit einer Grundschuld besichert wurden. Allerdings geht die Forderung der Insolvenzgläubigerin nicht unter, sondern ist nicht mehr gegen Sie durchsetzbar, anders als die Grundschuld, die weiter als Sicherheit dient.

Insoweit kann eine Verwertung nur durch eine Zwangsversteigerung oder durch einen freihändigen Verkauf mit Zustimmung der Bank erfolgen. Eine Vermietung ist weiterhin möglich, wobei die Bank durch eine Zwangsverwaltung Zugriff auf die Mieteinnahmen nehmen kann.

Eine Verwertung oder Vermietung sollte weiter versucht werden, da Sie für die anfallenden Kosten des Grundbesitzes trotz Restschuldbefreiung aufkommen müssen und haften.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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