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Grundschuld aus Teilungsversteigerung

| 26.11.2020 14:57 |
Preis: 55,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Bestehen gebliebene Grundschuld in der Teilungsversteigerung

Ich bin aus einer Erbmasse Miteigentümer, nun wurde aus dieser Erbmasse ein Grundstück per Teilungsversteigerung verkauft.

Ersteigert hat ein Bruder, welcher somit gleichzeitig teilw. Alteigentümer und nun auch alleiniger Neueigentümer ist.

Der Rechtspfleger hat eine in Abteilung III des Grundbuchs eingetragene nicht mehr valutierende Grundschuld über 26.600 Euro in das Gebot einbezogen und den Bietinteressenten kommuniziert, sie sollen diesen Betrag auf ihr Gebot hinzurechnen. Der Rechtspfleger hat angegeben, dass die Gläubiger-Bank keine Zinsen beansprucht.

Es wurde für ein Bargebot von 44.500 € der Zuschlag erteilt, Schätzwert laut Gutachten waren 67.200 €, d. h. zusammen mit der Grundschuld wird dieser Schätzwert leicht überschritten.

Ein Brief über die Grundschuld ist nicht verfügbar, die Grundschuld wurde um 1977 auf die Bayerische Vereinsbank eingetragen, jetzt HVB Group.

Die Bank hatte zuvor schriftlich bestätigt, dass die Grundschuld nicht mehr valutiert, gibt aber nun keine Auskunft, wie mit dieser zu verfahren ist (vermutlich müssten die erst im Keller graben). Auch weitere Unterlagen zu Kredit, Grundschuld oder Rückzahlung des Darlehen liegen mir nicht vor.
Der besicherte Kredit wurde aber voll zurück bezahlt.

Ich gehe davon aus, dass mir ein Anteil (gemäß Erbscheinquote) an der Grundschuld zusteht.

Frage: An welche Stelle und in welcher Form richte ich meine Ansprüche für den Anteil an der Grundschuld. Stehen mir Zinsen zu für die Dauer, sollte es zu einem Rechtsstreit über die Grundschuld kommen (eingetragen sind 13 % p.a.)?

Vielen herzlichen Dank.

26.11.2020 | 17:11

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es handelt sich hier um eine bestehen gebliebene Grundschuld, die wenn sie nicht mehr valutiert an die vormaligen Eigentümer. hier die Erbengemeinschaft,. zurückzugeben ist.

D.h. das nunmehr im Wege der Teilungsversteigerung erworbene Grundstück haftet weiterhin für die Rückzahlung der Grundschuld zzgl. Grundschuldzinsen. Der Ersteher des Grundstückes ist daher gehalten den Grundschuldbetrag zzgl. Zinsen an die Berechtigten auszukehren.

Problematisch ist hier die Vornahme einer Abtretung oder Löschung der Grundschuld, wenn der Grundschuldbrief nicht mehr auffinbar ist. Insoweit ist die betreffende Bank, die den Grundschuldbrief noch im Bestand haben muss, gehalten den Grundschuldbrief an die Erbengemeinschaft herauszugeben.

Der Bruder muss diese Grundschuld nebst laufenden Grundschuldzinsen ablösen. Soweit er den hohen Zinslauf mit 13 % unterbrechen will, muss er den Grundschuldnennbetrag bei dem zuständigen Amtsgericht (dort wo das Grundstück gelegen ist) hinterlegen. Erfolgt keine Hinterlegung laufen die Grundschuldzinsen zugunsten der Erbengemeinschaft weiter.

Die Erbengemeinschaft muss danach die Bank auffordern den Grundschuldbrief herauszugeben. Hat die Bank den Grundschuldbrief nicht mehr im Bestand muss die Bank ein Aufgebotsverfahren in die Wege leiten, damit ein neue Brief erstellt werden kann. Keinesfalls sollte eine Kraftloserklärung des Grundschuldbreifes und eine Löschung im Grundbuch beantragt werden ohne dass der Ersteher sich verpflichtet den Grundschuldbetrag zzgl. Grundschuldzinsen auszugleichen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

Rückfrage vom Fragesteller 04.02.2021 | 21:20

Sehr geehrter Herr Schröter,

vielen Dank, bitte noch die Antwort zu meiner Frage oben präzisieren. Wer muss die Forderung einholen, wenn er die Grundschuld nicht bezahlt und sie einfach mit ins Grab nimmt. Die Bank hält sich hier wie oben angegeben passiv.

Vielen Dank.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 04.02.2021 | 22:06

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Da die zu sichernde Forderung bei der Bank zurückgeführt wurde, besteht ein Anspruch der ALteigentümer auf Abtretung der Grundschuld. Soweit die Bank der Abtreung und Übergabe des Grundschuldbriefes nicht entsprechen kann, ist der Anspruch gerichtlich durchzusetzen.

Soweit der aktuelle Eigentümer verstreben sollte, bleibt die Grundschuld gleichwohl bestehen. D.h. etwaige Erben übernehmen das belastete Grundstück, so dass die Forderung nicht untergeht.

Ich hoffe, dies hilft Ihnen weiter.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 26.11.2020 | 18:41

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