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Grundschuld als Sicherheit


23.02.2007 08:58 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit erbitte ich Ihre Antwort zu folgenden Sachverhalt.

Im Jahre 1996 bestellte mein Vater auf sein vermietetes Einfamilienhaus eine Grundschuld und nahm einen Kredit auf. Jedoch verstarb mein Vater im Jahre 2000 und diese Immobilie fiel in die Erbmasse. Es besteht seit diesem Zeitpunkt daher eine Erbengemeinschaft aus der Ehefrau und deren Kindern. Die Grundschuld ist immer noch erstrangig im Grundbuch eingetragen.

Kann ein Mitglied der Erbengemeinschaft ohne Wissen der Anderen neue oder weitere Kredite aufnehmen, die durch diese Grundschuld gesichert sind?

Für den Fall, dass dies doch möglich sein sollte, welche Folgen hat dies für die Erbengemeinschaft, falls der Kreditnehmer in die Insolvenz gerät und den Kredit nicht mehr bedienen kann?

Für Ihre Bemühungen im Voraus Vielen Dank.


Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Grundsätzlich können die einzelnen Miterben nur in besonderen Fällen Maßregeln treffen, die zur Erhaltung notwendig sind.
Ansonsten steht die Verwaltung des Nachlasses den Erben gemeinschaftlich zu. Jeder Miterbe ist den anderen gegenüberverpflichtet, bei Maßregeln mitzuwirken, die zur ordnungsgemäßen Verwaltung erforderlich sind. Da mit dem Erbfall der Nachlass gemeinschaftliches Vermögen der Erben wird, bedarf es für eine von Ihnen genannte Verfügung der gemeinschaftlichen Entscheidung.

Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 28.02.2007 | 19:23

Sehr geehrter Herr Boukai,

heute habe ich eine Mitteilung der Bank erhalten, in der ersichtlich ist, dass die Grundschuld noch als Sicherheit für ca. 22.500 EUR! zur Verfügung steht. Die Höhe des durch meinen Vater aufgenommen Kredites (1996) betrug lediglich 50.000 DM(!) und sollte im Laufe der Jahre ziemlich reduziert worden sein. Die Kredite laufen auf meinem Bruder, der im Rahmen der Betriebsübergabe im Jahre 1998 (siehe "Frage zu Erbengemeinschaft", die Sie beantwortet haben) auch die Schulden übernommen hat.
Es müssen also weitere Kredite ohne Zustimmung der Mitglieder aufgenommen worden sein, ansonsten kann ich mir die derzeitige Höhe nicht erklären.
Können die Mitglieder der Gemeinschaft von der Sparkasse verlangen, dass die Bank von dieser Sicherheit abtritt, da die Zustimmung der Übrigen nicht vorlag (vorausgesetzt, dass der Abschluss des Kredites nach dem Todesfall meines Vaters lag)?
Welche strategische Vorgehensweise würden Sie mir raten, um eine baldmögliche Löschungsbewilligung zu erzwingen?

Für Ihre Bemühungen im Voraus nochmals Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.03.2007 | 10:22

Sehr geehrter Fragesteller,

lassen Sie sich von der Bank eine Aufstellung bezüglich der durch die Grundschuld gesicherten Verbindlichkeiten, sowie Daten der Aufnahme, etwaige Tilgungen, etc. geben.
Weiter wäre es dann natürlich notwendig den jeweiligen Darlehensnehmer bzw, die Darlehensverträge einzusehen.
Sollten sich hieraus Unregelmäßigkeiten ergeben, so bleibt Ihnen wohl nur der gang zu einem Kollegen vor Ort.
Gerne würde ich Ihnen weiterhelfen, jedoch sind hier leider die Möglichkeiten der Erstberatung erschöpft.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

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