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Grundschuld

26. Juni 2010 22:00 |
Preis: ***,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von


21:54

Hallo,

ich habe vor einigen Jahren auf Druck der Bank für meine Eltern mit einer "engen Zweckerklärung" mit Übernahme der persönlichen Haftung für ein Darlehen "bürgen" müssen.
Hierbei ging es um einen Kredit für den Bau v. 3 EFH der Eltern zur Vermietung auf einem Grundstück, das bereits mit je 1 EFH meines Bruders und mir bebaut war. Das gesamte Grundstück war bereits vollständig bezahlt und mußte nun wegen des erneuten Bauvorhabens geteilt werden. Die Grundschuld wurde in jedem Teil erneut eingetragen (insgesamt 7 Teile, je 117.000 Euro GS, 1. Rang).
Die 3 Häuser wurden gebaut und vermietet und hafteten für weitere Mietobjekte der Eltern, für die ich keine Sicherheiten gegeben habe..Diese Mietobjekte gerieten später in Schieflage, die Bank kündigte daraufhin alle Darlehen der Eltern und verkaufte diese mit allen zugehörigen Sicherheiten (auch meiner) an die BAG- Bankaktiengesellschaft. Es kam hier zur Zwangsversteigerung.

Danach gingen auch die 3 EFH in die Zwangsverwaltung da der ZV-Erlös wohl nicht ausreichend war. Diese waren aber zu jeder Zeit vermietet und das Darlehen für das ich mit haftetet wurde durch die Mieteinnahmen bedient....daher machte ich mir um den Verlust meines Hauses vorerst keine Sorgen, denn meine gegebene Enge Zweckerklärung diente ja zur Absicherung dieses bedienten Darlehens, ansonsten wäre es ja eine „weite" Fassung...

Die Eltern konnten dann aber durch Vollstreckungsgegenklage vorerst die ZV der 3 EFH stoppen und man hat mich herangezogen und mein Haus wurde zwangsversteigert. Dies konnte ich nicht durch Vollstreckungsgegenklage aufhalten....

Jetzt steht der Termin zur Versteigerung der 3 EFH an. Es wurde und wird immer aus dem 1.Rang vollstreckt. Die jeweils eingetragene Grundschuld betrug 117.000 Euro, die ursprüngliche Forderung der Bank gegen die Eltern ist um ein vielfaches Höher.

Meine Frage: Wie oft und in welcher Höhe darf die Bank jetzt diese multiplizerte Grundschuld verwerten und hätte man meine Sicherheiten überhaupt heranziehen dürfen?
Mein damaliger Anwalt riet mir, die Versteigerung der 3 EFH abzuwarten, denn dann hätte sich die vollstreckende Bank ausreichend aus dem 1.Rang bedient und ich wäre somit aus der Haftung entlassen. Leider kam es anders....


Mit freundlichen Grüßen

26. Juni 2010 | 22:18

Antwort

von


(821)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
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Sehr geehrter Fragender,

scheinbar ist Ihre Vollstreckungsgegenklage erfolglos bei Gericht gewesen, d.h. die Zulässigkeit wurde bereits überprüft. Sollten hier keine Rechtsmittelfristen mehr bestehen, so können Sie Ihre eigene Versteigerung nicht mehr angreifen.

Die Bank darf jedoch so lange weiter versteigern, solange deren Forderung nicht vollständig befriedigt ist und Sicherheiten vorhanden sind.

Ich weiss nun nicht, wie viel noch offen ist, aber scheinbar reichen haben die Werte der Häuser nicht ausgereicht bzw. müssen nun alle 3 Häuser vollstreckt werden, um alles abzudecken.

Hier können Sie gerne noch näher vortragen.

Bis dahin verbleibe ich


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 26. Juni 2010 | 22:33

Ist es also richtig das meine enge Zweckerklärung, also an ein BESTIMMTES DARLEHEN gebunden, für ALLE Forderungen gegen die Eltern verwandt werden darf? Das wäre dann doch eine weite Zweckerlärung?! Diese 3 Häuser haftetetn ja für andere Objekte die in Schieflage gerieten und wurden deswegen vollstreckt! Damit hänge ich dann ja quasi in allem drin. Habe ich Sie da richtig verstanden? Außerdem ist die ursprüngliche Grundschuld ja durch Grundstücksteilung multipliziert worden und wird jetzt bei jedem Grundstück vollstreckt. Die Bank hat sich also die Sicherheiten multipliziert und es wurden keine weiteren Zweckerklärungen mit dem 1.Rang abgegeben.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 27. Juni 2010 | 21:54

Sehr geehrter Fragender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Jedoch ist ganz klar festzuhalten: Ihr Haus wurde versteigert und wie Sie schreiben konnten Sie dies nicht durch eine Vollstreckungsgegenklage aufhalten, d.h. entweder haben Sie diese nicht eingereicht oder aber das Gericht hat diese für nicht zulässig erachtet. Damit ist die Vollstreckung beendet.
Damit ist es auch unerheblich, was Ihre Bürgschaft angeht, denn die betraf ja nur Ihr Haus und dies wurde ja auch bereits vollstreckt.

Im Falle, dass noch kein Gericht entschieden hat (ansonsten war ja die Versteigerung rechtmäßig), wäre nur noch ein Schadensersatzanspruch gegenüber der Bank möglich (dazu müsste ich jedoch die Unterlagen sehen, was jedoch ein extra Verfahren mit extra Vergütung wäre und über so eine Plattform nicht beantwortet werden kann).

Die Versteigerung der weiteren Häuser ist scheinbar notwendig, da die Bank im Grundbuch ihre Forderung eingetragen hat und bislang nicht vollständig befriedigt ist,

Viele Grüße Dr. C. Seiter

ANTWORT VON

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