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Grunderwerbtsteuer bei nachträglich vereinbarten Sonderwünschen


10.10.2017 13:45 |
Preis: 89,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Busch



Wie gestaltet sich die die zu zahlende Grunderwerbsteuer für nachträglich vereinbarte, nicht im Kaufvertrag notariell beurkundete Sonderwünsche nach aktueller Rechtslage.

Konkretes Beispiel:

a) Notariell beurkundeter "Grundstückskaufvertrag mit Bauleistung" zwischen einem privaten "Käufer" und einer "GmbH"(Bauträger und Eigentümer des Grundstücks)

b) Sonderwünsche A wurden vor Beurkundung besprochen und im Kaufvertrag aufgenommen. Für die Gesamtsumme fiel die Grunderwerbsteuer an.

c) Sonderwünsche B ergaben sich im Verlauf des Bauvorhabens und wurden gesondert - nach Baufortschritt mit Abschlagszahlungen - in Rechnung gestellt und ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Die vorab erstellten Angebote für den Käufer seitens des Bauträgers für diese Sonderwünsche (meist direkte Angebote der Handwerker) wurden jedoch mit Umsatzsteuer an den Käufer zur Bestätigung weitergereicht. Der Käufer bestätigte die Angebote mit ausgewiesener Umsatzsteuer.

Fragen hierzu:
1) Hätte die GmbH die Sonderwünsche B nicht ohne die "aufgeschlagene" Umsatzsteuer dem Käufer in Rechnung stellen müssen (hat die GmbH die Steuer somit als "Gewinn" einbehalten, da sie vorsteuerabzugsberechtigt ist?)

2) Meines Wissens ist die Ausweisung der Sonderwünsche ohne Steuer seitens der GmbH rechtens & korrekt - allerdings zahlt der Käufer dann in diesem konkreten Fall nicht etwa "indirekt" die Umsatzsteuer als Aufpreis, da der die Brutto Preise der ursprünglichen Angebote bezahlt? Die GmbH erhält ja die entrichtete Umsatzsteuer auf die Handwerkerrechnungen wieder zurück, korrekt?

3) Entfällt dann in jedem Fall (egal ob mit oder ohne ausgewiesener Umsatzsteuer) eine Grunderwerbsteuer auf alle nachträglich vereinbarten Sonderwünsche egal welcher "Art" diese Wünsche sind? (z.B. Unterschied von beweglichen zu unbeweglichen Gewerken)

Einsatz editiert am 10.10.2017 22:33:43

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1) Ich gehe davon aus, dass es sich bei Ihrem Vertragspartner um einen Bauträger handelt. Dieser führt umsatzsteuerbefreite Leistungen aus, rechnet also Ihnen gegenüber ohne Umsatzsteuer ab. Im Gegenzug dazu ist ein Bauträger aber auch nicht vorsteuerabzugsberechtigt, er kann also die Vorsteuer gerade nicht geltend machen. Daher ist das Vorgehen des Vertragspartners nicht zu beanstanden.

2) Dies ist richtig, Sie als Endkunde zahlen die Umsatzsteuer quasi mit. Der Bauträger aber hat hierdurch keinen Vorteil, da er die Vorsteuer nicht geltend machen kann, siehe 1.

3) Nein, nachträgliche Kostensteigerungen für solche Sonderwünsche, die unbewegliche Sachen betreffen, welche fest mit der Immobilie verbunden sind, führen zu einer Erhöhung der Bemessungsgrundlage und damit zu einer erhöhten Grunderwerbsteuer.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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