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Grunderwerbsteuer nach Trennung

27.02.2018 12:31 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Ex-Partnerin(nicht verheiratet) und ich haben 2012 zusammen das Haus meiner Eltern gekauft. Die Besitzverhältnisse im Grundbuch sind 50/50 auf sie und mich geteilt. In diesem Haus habe ich schon seit meiner Geburt 1981 bis heute gelebt. Wir haben uns im Guten getrennt. Meine Ex-Partnerin stellt keine finanziellen Ansprüche an mich. Sie sieht den bedienten Kredit als günstige Miete, und möchte mir glücklicherweise finanziell keine Steine in den Weg legen.

Wir streben eine Schuldhaftentlassung bei der Bank für sie an. Das Bedienen des Kredits soll zu meinen Lasten fallen. Natürlich muss sie dazu aus dem Grundbuch ausgetragen werden.


Das Haus hat einen Verkehrswert von 160.000€

Wir haben zusammen 140.000€ Kredit aufgenommen. 20.000€ habe ich als Eigenkapital mitgebracht - Sie nichts.

Nach dem gemeinsamen bedienen des Kredits ist noch eine Restschuld von 125.000€ offen.


Muss ich in diesem Fall Grunderwebssteuer bezahlen? Und nach welchem Wert würde sich das orientieren? Ist die Überlegung richtig , dass sie mir 'virtuell' (es fließt kein echtes Geld) die Hälfte der gezahlten Kredittilgung anbietet? Oder gibt es andere Möglichkeiten für mich in dieser Situation um die Grunderwerbssteuer gering zu halten oder muss ich die Steuer erst gar nicht bezahlen?

27.02.2018 | 13:07

Antwort

von


(763)
Wrangelstrasse 16
24105 Kiel
Tel: 0431-895990
Web: http://www.kanzlei-steidel.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Übertragung des Miteigentumsanteils Ihrer Partnerin auf Sie unterliegt nach § 1 I GrEStg der Grunderwerbssteuer. Eine Befreiung von der Steuerpflicht nach § 3 Ziff. 4 GrEStG ist leider nur für Ehegatten untereinander möglich. Eine Ausdehnung der Befreiungsvorschrift auf nichteheliche Lebensgemeinschaften findet nicht statt.

Die Übertragung des Miteigentumsanteils löst also in der Tat Grunderwerbssteuer aus.

Die Steuer bemisst sich nach dem Wert der Gegenleistung, § 8 GrEStG. Die Gegenleistung besteht hier in Ihrer Übernahme der hälftigen Kreditverbindlichkeit. Dies ist die von Ihnen anstelle des Kaufpreises übernommene "sonstige Leistung" im Sinne des § 9 I Nr.1 GrEStG.

Sie übernehmen also eine Wert von 62.500,- EUR, der als Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer gelten wird.

Gegebenenfalls sollten Sie mobiles Inventar ( Einbauküche, Sauna etc. ) gesondert im Übertragungsvertrag erfassen. Dies kann bei entsprechenden Wertnachweise die Grunderwerbssteuer vermindern, da auch solches mit verkauftes Inventar keine Steuer anfällt. Dies müsste dem beurkundenden Notar also gesondert mitgeteilt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Sascha Steidel
Fachanwalt für Familienrecht

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