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Grunderwerbsteuer auf die Hausbaukosten vermeiden.


04.12.2016 19:48 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Wehle



Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe mir ein städtisches Grundstück resevieren lassen und möchte direkt im Anschluss mit dem Bauträger meines Vertrauens eine Doppelhaushälfte errichten. Auf dem resevierten Grundstück kann man 2 Doppelhaushälften errichten. Das Grundstück ist noch nicht geteilt.
Nun sucht der Bauträger momentan einen Partner für die andere Doppelhaushälfte (auch bei Immobilienscout veröffentlicht ).

Es wird 2 verschiedene Verträge geben(Grundstückserwerb und Hausbauvertrag).

Eine Verflechtung zwischen der Hausbaufirma und der Stadt(Kommune) gibt es nicht.

Muss ich jetzt die Grunderwerbssteuer auch für den Hausbau bezahlen?
Kann ich das irgendwie vermeiden?
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es kommt hinsichtlicher der Frage darauf an, ob der Kauf des Grundstücks in enger Verbindung mit dessen Bebauung steht.
Nach den von Ihnen geschilderten Sachverhaltsangaben (getrennte Verträge und keine Verbundenheit zwischen Verkäufer und Bauunternehmen) dürfte hier eine Anrechnung der Errichtungskosten auf die Grunderwerbssteuer nicht anfallen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 05.12.2016 | 08:04

Das Problem sehe ich darin das der Bauunternehmer mir bereits auf meinen Wunsch und meiner Initiative das Haus auf diesen Grundstück zu einen Planpreis geplant hat. Reicht dieser Sachverhalt bereits aus, dass die Grunderwerbssteuer auf den Hausbau fällig wird?

Und wenn ja , ändert sich dieser Sachverhalt, wenn ich von dieser Planung abweiche und einen anderen Haustyp baue?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.12.2016 | 09:49

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage. Nein, hier dürfen Sie beruhigt sein. So lange der Verkäufer nicht mit dem Bauunternehmer in irgendeiner Weise wirtschaftlich verbunden ist, ist auch der Kauf des Grundstücks und dessen anschließende (auch unmittelbare) Bebauung in Beziehung auf die Grunderwerbssteuer unschädlich.
Selbst die Planung des Hauses auf diesem Grundstück ist unschädlich, da beide Sachverhalte rechlich nicht zu verbinden sind.

Erfasst sind nur solche Verträge, in denen das Grundstück (zeitlich und vertraglich) zusammen mit der Bebauung dessen vereinbart wurden.

Der von Ihnen gewählte Weg, die Planung eines Hauses, die Suche und der Kauf des passenden Grundstücks und die anschließende Ausführung des geplanten Baus, ist auch der sinnvollste Weg eines Hausbaus.
Hier bleibt der Preis für den Hausbau in der Bemessungsgrundlage der Grunderwerbssteuer regelmäßig unbeachtlich.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Bedenken zerstreuen, und verbleibe
mit freundlichen Grüßen

Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen

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