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Grunderwerbsteuer auf Inventar wenn der Verkäufer eine GmbH ist?

29.09.2020 07:41 |
Preis: 40,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Diplom Kaufmann Peter Fricke


Guten Tag!

Bei einem anstehenden Hauskauf würde ich zur Senkung der Grunderwerbsteuer gerne das im Kauf enthaltene Mobiliar ausklammern. Nun erklärte mir der Verkäufer, dass er in dem Falle USt. auf das Mobiliar abführen müsse, da das Haus zurzeit in der Bilianzsumme seiner GmbH geführt ist. Er möchte daher im notariellen Kaufvertrag festhalten, dass im Falle anfallender USt-Zahlungen ich dafür aufzukommen hätte. (Der Verkäufer ist seit 30 Jahren Immobilienkaufmann). Er sagte mir aber auch, dass ihm das selbst neu sei, sein Steuerberater ihm das aber mitgeteilt hätte. Nun teilte mir ein befreundeter Immobilienkaufmann mit, dass das nicht stimme und er solche Verkäufe schon x-mal getätigt hätte.
Frage 1: Stimmt das nun oder stimmt das nicht?
Frage 2: Wie handhabt man das vertraglich am sinnvollsten, gesetzt den Fall, dass das mit der USt.-Zahlung uneingeschränkt richtig ist?

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn der Verkäufer das Haus wirklich im Betriebsvermögen hat, kann er hierfür ( muss aber nicht ) durchaus Vorsteuer bezahlt und beim Finanzamt gezogen haben. Dann wäre die Veräußerung auch steuerpflichtig.

Nur, ich würde das nicht sofort glauben, weil es letztlich Ihren Kaufpreis erhöhen würde.

Achten Sie darauf, daß im Vertrag der Wertansatz brutto 15 Prozent der Gesamtkaufsumme nicht erreicht. Ab dieser Grenze wird das Finanzamt hellhörig.

Dann sollte notariell die Zahlung davon abhängig gemacht werden, daß der Verkäufer den Nachweis der Umsatzsteuerzahlung erbringt.

Tip: Wenn er eine Bilanz zu erstellen hat, müsste er die Umsatzsteuer schon im Monat des Verkaufes abführen und nicht erst ab Zahlung. Lassen Sie sich also nicht hinhalten, die Umsatzsteuer sei für den Monat der Zahlung noch nicht fertig und die Zahlung noch nicht nachweisbar. Er muss im Monat des Kaufvertrages bezahlen, auch wenn er den Kaufpreis noch nicht hat.

Dann wird eine Zahlungsverpflichtung von Ihnen notariell vereinbart, welche nach Nachweisführung zu erfüllen ist. Achten Sie darauf, daß die ersparte Grunderwerbsteuer nicht kleiner ist, als die auf den Nettopreis des Mobiliars aufgeschlagene Umsatzsteuer.

Mit besten Grüssen
Fricke
RA

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