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Grundbucheintragung bei Zugewinngemeinschaft


03.12.2006 22:15 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von



Hallo,

wir (meine Ehefrau, ich und ein Kind) beabsichtigen in den kommenden Wochen eine Immobilie im Wert von 350.000 Euro zu erwerben um darin zu wohnen. Durch Schenkungen meiner Tante und meiner Mutter und Zugabe von eigenen Mitteln bin ich in der Lage das Objekt vollständig mit Eigenkapital zu finanzieren. Meine Frau wird sich mit 40.000 Euro an dem Haus beteiligen.
Meine Frage lautet nun: Welche Vor- und Nachteile bzw. Folgen (im Todesfall und/oder im Scheidungsfall)hätte a) Eine Eintragung ins Grundbuch 50% zu 50% oder b) eine Eintragung mit den jeweiligen eingezahlten Anteilen sprich 310.000 zu 40.000.

Vielen Dank
Eingrenzung vom Fragesteller
06.12.2006 | 09:34
08.12.2006 | 11:26

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragensteller,

soweit Sie und Ihre Frau sich zu je 50% in das Grundbuch eintragen lassen, wäre sie immer auch Miteigentümerin zur Hälfte, unabhängig von der tatsächlichen Einzahlung des Kaufpreises. In vielen Ehen, gerade in den alten Ehen, in denen noch die Aufgabenverteilung vorlag, dass sich der eine Ehegatte um die Familie kümmert und der andere sich um dem Lebensunterhalt bemüht, ist dies ein üblicher Weg gewesen die Arbeitsleitung des anderen Ehepartners zu honorieren. Daher muss die Frage, aus welchen Mitteln das Eigenheim finaziert wurde nicht zwingend auf die Eigentumszuordnung Auswirkung haben.


Sollten Sie sich für eine Aufteilung von 50% entscheiden, dann wäre Ihr Frau auch im Fall der Scheidung Miteigntümerin geworden und die Immoblie wäre bei Ihnen beiden in der Vermögensaufstellung im Endvermögen zu berücksichtigen. Eine nachträgliche Berücksichtigung der tatsächlichen Kaufpreisanteile käme dann nicht mehr in Betracht. Allerding könnte zu Ihren Gunsten beim Anfangsvermögen die Schenkungen zum Erwerb der Immobilie berücksichtigt werden, so dass sich bei einem Saldo zwischen Anfangs- und Endvermögen (Berechnung des Zugewinns) bei die Schenkungen Ihren Zugewinn mindern werden.
Im Fall des Todes eines Ehegatten wäre das Miteigentum des Verstorbenen bei der Bemessung des Nachlasses mit seinem Wert zu berücksichtigen, so dass nach Abzug des Erbschaftssteuerfreibetrages Erbschaftssteuer anfallen könnte.

Sollten Sie sich für eine Eintragung der Eigentumsanteile nach der Zahlungsquote einigen, dass würde im Fall der Scheidung der prozentuale Anteil der Immobilie bei beiden Ehegatten bei der Berechnung des Endvermögen zu berücksichtigen sein. Auch hier bei Ihnen die Schnekungen im Anfangsvermögen zu berücksichtigen, so das diese auch hier bei einem Saldo zwischen Anfangs- und Endvermögen der Zugewinn reduziert wäre. Im Fall des Todes gilt bereits das Vorstehende. Ggf. ist hier dann die Wahrscheinlichkeit größer, dass Ihre Frau bei Ihrem Tod Erbschaftssteuer leisten muss als im umgekehrten Fall.

Leider ist mir eine konkretere Antwort nicht möglich, da eine umfassende Beratung die Kenntnis Ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse voraussetzt. Vielleicht sollten Sie doch überlegen eine Rechtsberatung in Anspruch zu nehmen. Gerne stehe ich Ihnen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Susanne Glahn, Rechtsanwältin


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