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Grundbucheintragung / Eigentumsverhältnisse

15.03.2012 09:23 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tobias Rösemeier


Wir haben 1999 zwei Darlehen für unsere Eigentumswohnung aufgenommen. Für beide Darlehen dient als Tilgung je eine Lebensversicherung.
Meine Lebensversicherung wurde bereits ausgezahlt und hat das Dahrlehen fast komplett abgelöst. Für das 2. Darlehen wird 2014 die Lebensversicherung meines Exmannes fällig und die Tilgung dadurch erfolgen.

Im Grundbuch sind wir je zu 1/2 Anteil eingetragen. Die Lebensversicherung meines Exmannes war bei Eheschließung schon angespart.

2010 sind wir geschieden worden mit gegenseitigem Verzicht auf nachehelichen Unterhalt und des gegenseitigen Verzichtes des Versorgungsausgleichs.

Wie verhält es sich beim Verkauf der Wohnung mit dem Erlös? Wird er hälftig geteilt, oder steht meinem Exmann ein größerer Anteil zu, da seine Lebensversicherung schon angespart war? Was passiert, wenn die Wohnung vor 2014 verkauft wird und die Versicherung nach Zahlung des Kaufpreises an meinen Exmann freigegeben wird? Eine Tilgung ist ja dann in dem Fall nicht erfolgt.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Bei einem Verkauf der Wohnung steht jedem der beteiligten Miteigentümer die Hälfte des Erlöses zu.

Ihrem Exmann stünde nur dann ein höherer Anteil zu, wenn eine anderweitige Erlösverteilung ausdrücklich vertraglich geregelt ist.

Dies ist auch nicht anders, wenn die Wohnung 2014 verkauft wird. Mit dem Erlös wäre dann zunächst die Restschuld bei der Bank auszugleichen und der dann vebleibende Erlös wäre ebenfalls hälftig aufzuteilen, soweit keine anderweitige vertragliche Regelung vorhanden ist.

Die Lebensversicherung würde dann in der Tat frei werden. Soweit Ihr Mann Versicherungsnehmer ist, hat dieser allein Anspruch auf den Auszahlungsbetrag.

Es ist aus diesem Grunde dringend anzuraten, anwaltlich etwaige Zugewinnausgleichansprüche prüfen zu lassen, die nämlich dann eine Verschiebung der Erlösverteilung rechtfertigen könnte. Zugewinnsausgleichansprüche entstehen mit der Beendigung des ehelichen Güterstandes mit Rechtskraft der Scheidung.

Zugewinn ist die Vermögenssteigerung zwischen Beginn der Ehe und dem Ende derselben.

Hierbei sind alle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten bei beiden Ehegatten zu berücksichtigen.

Ob dies positiv für Sie wäre oder nicht kann ohne Kenntnis aller Umstände und Vermögenslagen leider nicht eingeschätzt werden. Sie sollten dies umgehend mit Ihrem Scheidungsanwalt besprechen.

Bitte beachten Sie, dass etwaige Zugewinnausgleichansprüche 3 Jahre nach Rechtskraft der Scheidung verjähren.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 18.03.2012 | 15:43

Sehr geehter Herr Rösemeier,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ich möchte gern noch meine Zusatzfrage nutzen.

2010 sind wir geschieden worden mit gegenseitigem Verzicht auf nachehelichen Unterhalt und des gegenseitigen Verzichtes des Versorgungsausgleichs.Hat dies mit einem Verzicht auf Zugewinn nichts zu tun und bedeutet es, wenn jetzt bis Oktober 2013 kein Zugewinn geltend gemacht wird, dann läuft es danach hälftig?

Mit freundlichem Gruß


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.03.2012 | 15:49

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne nehme ich zu Ihrer Nachfrage wie folgt Stellung.

Wenn in dem Verzicht der Zugewinn nicht ausdrücklich aufgenommen wird, wird der Verzicht nicht auf den Zugewinn greifen, sondern nur auf Versorgungsausgleich und nachehelicher Unterhalt.

Dies würde bedeuten, dass der Verkaufserlös ohne Durchführung des Zugewinnausgleichs dann nach Abzug der Kreditverbindlichkeit hälftig geteilt werden würde. Wenn die Lebensversicherung nicht mehr zur Tilgung herangezogen werden muss, dann ist diese für Ihren Ehemann dann frei verfügbar, ohne dass Sie hierauf Anspruch erheben können.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und wünsche Ihnen noch einen schönen Sonntag.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Rösemeier
- Rechtsanwalt -

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