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Grundbucheintragung - Absicherung,z.B. bei Scheidung


07.09.2006 13:45 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Sehr geehrte Damen und Herren,

während unserer Ehe bekam mein Ehemann das Haus, in dem wir nun schon 4 Jahre wohnen, von seiner Mutter überschrieben, mit not.Grundstücksüberlassungsvertrag.
Meine Frage:
Sollte ich mich als Ehefrau ebenfalls ins Grundbuch eintragen lassen,wegen der Absicherung,z.B. bei Scheidung?

MIt freundlichen Grüßen

Eingrenzung vom Fragesteller
07.09.2006 | 13:50
Sehr geehrte Fragestellerin,

die gestellte Frage beantworte ich gerne wie folgt:

Grundsätzlich wäre es aus Ihrer Sicht vorteilhaft, wenn Ihnen Ihr Ehemann die Hälfte des von ihm geerbten Hauses überträgt. Dies bedeutet aber nicht, dass es sich für Sie in jedem Fall als nachteilig erweist, sofern das Haus im Alleineigentum Ihres Ehemannes verbleibt.

Ich gehe zunächst davon aus, dass Sie im Güterstand der Zugewinngemeinschaft leben. Wenn Sie Gütertrennung vereinbart haben, halte ich eine Übertragung sogar für zwingend. Ihre Frage lässt allerdings darauf schließen, dass vom gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft auszugehen ist.

Ist Ihr Ehemann Alleineigentümer, kann er über das Haus nur dann mit Ihrer Zustimmung verfügen, wenn es im Wesentlichen sein ganzes Vermögen darstellt. Dies kann ich anhand Ihrer kurzen Frage allerdings nicht beantworten. Wenn es so wäre, könnte Ihr Mann ohne Ihre Einwilligung das Haus also während der bestehenden Ehe, unabhängig von einem Scheidungsverfahren, nicht so ohne weiteres verkaufen.

In einem Scheidungsverfahren ist es zweifellos von Vorteil, wenn Sie die Hälfte des Hauses haben. In einem solchen Fall müssten Sie sich nicht auf Zugewinnausgleichsansprüche verweisen lassen. Diese hätten Sie nämlich, wenn Ihr Ehemann das Haus behält und die Ehe geschieden wird. Allerdings ist dann zu berücksichtigen, dass der Wert des Hauses selbst zum so genannten Anfangsvermögen zählt. Ihr Ehemann hat das Haus kostenfrei von seinen Eltern im Wege der vorweggenommenen Erbfolge erhalten. Beim Zugewinnausgleich wird also so getan, als habe er das Haus bereits bei Eingehung der Ehe mit Ihnen gehabt. Dies bedeutet, dass dem Zugewinnausgleich lediglich die Wertsteigerungen des Hauses unterliegen, nicht jedoch das Haus selbst. Mit Blick auf die statistisch bei jeder zweiten Ehe gegebene Möglichkeit der Ehescheidung ist es für Sie zweifellos günstiger, sich die Hälfte übertragen zu lassen.

Auch im Falle eines Todes kann es günstiger sein, wenn Sie bereits Eigentümerin der Haushälfte sind. Dies nämlich dann, wenn das Haus von erheblichen Wert ist, sodass die gesetzlichen Freibeträge bei einer Vererbung überstiegen werden.

Mit freundlichen Grüßen


R. Pössl
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