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Grundbucheintrag nur Stiefmutter, Testament vorhanden

20.07.2015 23:43 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Mein Vater hat mit meiner Stiefmutter, mit der er verheiratet war, vor 30 Jahren ein Testament gemacht. Darin setzten sie sich gegenseitig als Erben zu 50% und meinen Bruder und mich zu je 25% als Erben ein. Das Erbe soll für uns Kinder wirksam werden, wenn der zweite Partner verstorben ist. Niesbrauch und Verwaltung ist alles gut geregelt. Nun ist mein Vater gestorben und wir erfahren, dass er das Haus, indem sie lebten, vor 9 Jahren vollständig meiner Stiefmutter übertragen hat. Sie steht allein im Grundbuch. Wir haben ein gutes Verhältnis. Sie findet einen Erbschein überflüssig. Sie sagt außerdem, das Testament würde ja ihr Erbe regeln, indem sie gemeinsam mit meinem Vater uns als ihre Erben definiert hat. Ändert dieser geänderte Besitzverhalt, der ja viel später eintrat, etwas für uns? Sie hat noch Geschwister und Neffen und Nichten.

21.07.2015 | 10:29

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Sofern Ihre (Stief-)Eltern nichts gegensätzliches vereinbart haben, haben sie sich grundsätzlich über das Testament gegenseitig an die normierte Erbfolge gebunden. Es dürfte sich um ein Berliner Testament handeln, bei dem nach dem Ableben eines Erblassers der überlebende Erblasser an die wechselseitigen Erbeinsetzungen gebunden ist. D.h. auch wenn die Immobilie durch die Übertragung aus dem jetzt angefallenen Erbe Ihres Vaters herausgefallen ist, wird sie als Nachlass nach Ihrer Frau Stiefmutter dann Ihnen und Ihrem Bruder zufallen.

Allerdings könnten, sofern Pflichtteilsberechtigte Ihrer Stiefmutter vorhanden sind, diese Ihnen und ihrem Bruder gegenüber einen Pflichtteil geltend machen, in den ggf. der Wert der Immobilie ganz oder teilweise einzupreisen wäre. Da Sie aber nur Geschwister, Neffen und Nichten Ihrer Stiefmutter erwähnen, ist von der Existenz von Pflichtteilsberechtigten wohl nicht auszugehen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Thomas Henning

Rückfrage vom Fragesteller 25.07.2015 | 12:11

Vielen Dank für Ihre Antwort. Das Berliner Testament, von dem Sie sprechen, ist meines Wissens etwas anderes, als das, was ich in meiner ersten Frage beschrieben habe, denn dann wäre der zurückbleibende Partner zunächst als Alleinerbe eingesetzt. Im Testament unseres Vaters und seiner Frau ist, wie ich schrieb, festgesetzt, dass der zurückbleibende Partner 50% erbt und die Kinder zusammen auch 50%, aber der Partner ein lebenslanges Recht auf Niesbrauch und Verwaltung hat.
Durch die Überschreibung der Immobilie auf die Stiefmutter allein hat sich jetzt, aus meiner Sicht, das Testament und die Erbmasse verändert. Hier meine Nachfrage: Die besagte Immobilie, die jetzt allein auf meine Stiefmutter geschrieben ist, kann meine Stiefmutter jetzt, wenn sie es möchte, ohne unsere Einwilligung verkaufen, verschenken oder jemand anderem vererben. Ist das richtig?
Vielen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 26.07.2015 | 23:29

Hallo

und vielen Dank für die Nachfrage. Diese ist zu bejahen: Da Ihre Stiefmutter alleinige Eigentümerin der Immobilie ist, kann sie frei über diese verfügen, sie also insbesondere auch belasten und veräußern.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Henning
Rechtsanwalt

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