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Grundbucheintrag nach Trennung

19.09.2014 16:51 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Zusammenfassung:

Grundstücksübertragungen zwischen Ehegatten sind von der Grunder-werbssteuer befreit. Das gilt auch für Erwerbe zwischen früheren Ehegatten i.R.d. der Vermögensauseinandersetzung nach einer Scheidung (§ 3 Ziff.5 GrEstG). Allerdings muss die Scheidung noch kausal für den Erwerb sein.

Hallo,

folgendes Problem liegt vor. Mein Mann und ich haben bevor wir geheiratet haben ein Haus gekauft und stehen auch gemeinsam im Grundbuch. Nun wohnt er seit Juni diesen Jahres nicht mehr in unserem Haus und ich trage alle kosten alleine.

Nun meine Fragen: Ist es sinnvoll ihn aus dem Grundbuch zu lassen und wenn ja lieber vor oder nach der Scheidung?
Mir wurde zugetragen, dass ich, wenn mein Mann aus dem Grundbuch ausgetagen wird noch einmal die Hälfte der Grunderwerbssteuer zahlen muss. Ist das Richtig?

Wir haben uns geeinigt, dass der der das Haus halten kann es behält und den anderen nicht auszahlen muss, da die Hälfte des Abtrags ca einer monatlichen Belastung durch eine Mietwohnung entspricht.

Danke im Voraus


Sehr geehrte Fragestellerin,

gem. § 3 Ziff. 4 GrEStG sind Grundstückserwerbe zwischen Ehegatten von der Grunderwerbssteuer ausgenommen. Das gilt gem. § 3 Ziff.5 GrEStG auch für Grundstückserwerbe zwischen früheren Ehegatten im „Rahmen der Vermögensauseinander-setzung nach der Scheidung".

Es macht hier bezüglich der Grunderwerbssteuer also keinen Unterschied, ob der Grunderwerb vor oder nach der Scheidung stattfindet. Wenn er erst nach der Scheidung erfolgt, darf aber nicht zuviel Zeit zwischen Scheidung und Übertragung erfolgen, weil im Falle des § 3 Ziff. 5 GrEStG die Scheidung noch kausal für die Übertragung sein muss (FH-Hessen, Urteil vom 10. Mai 2012, Az. 5K 2338/08). Es gibt dafür keine fixe Grenze. Definitiv zu spät für die Inanspruchnahme dieser Befreiung ist es aber, wenn einer von beiden stirbt und erst dessen Rechtsnachfolger sie in Anspruch nehmen wollen (BFH-Urteil vom 23. März 2011, Az. II R 23/09 ).

Bezüglich der Grunderwerbssteuer ist ihre Frage damit, denke ich, beantwortet. Ich weise aber darauf hin, dass hier vermutlich auch eine etwaig finanzierende Bank zustimmen muss, weil diese ja immerhin einen Schuldner verlieren würde. Auch kann ich anders als etwa Ihre Scheidungsanwältin/Scheidungsanwalt schon mangels Sachverhaltskenntnis nicht beurteilen, ob die Regelung, die sie im letzten Absatz andeuten, für Sie im Rahmen des Zugewinn-ausgleichs wirklich das Günstigte ist. Das hat ist auch keine steuerrechtliche Frage sondern eine des Familienrechts.

Mit freundlichen Grüßen
Ra Jahn

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