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Grundbucheintrag / Erbanteil

| 08.09.2008 21:56 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Guten Abend

Situation:
Mein Vater ist verstorben. Er hat eine kleine ETW hinterlassen, welchem ihm gemäß Grundbuch zu ½ gehört. Einige Jahre vor dem Ableben meines Vaters ist meine Schwester verstorben und hat drei Kinder hinterlassen. Weitere erbberechtigte sind nicht vorhanden. Ein Testament ist nicht vorhanden.

Somit sind meine Nichten und ich die einzigen Erben des ½ Anteils. Dies ist unbestritten.

Im Grundbuch wurden wir (meine Nichten und ich) als Erbengemeinschaft mit ½ eingetragen. Es wurden hierbei keine Angabe der einzelnen Bruchteile, welche jeder Person durch die gesetzliche Erbfolge erhält ausgewiesen. Bitte teilen Sie mir mit, ob diese Vorgehensweise korrekt bzw. üblich ist und ob ggf. eine Grundbuchberichtigung notwendig ist.

Nach der gesetzlichen Erbfolge verteilt sich der ½ Anteil an der ETW des Erblasers wie folgt:
¼ Anteil erhalten zusammen meine drei Nichten
¼ Anteil erhalte ich.
Ich bitte um Bestätigung der Sichtweise bzw. sollte die von mir dargestellte Aufteilung falsch sein, bitte ich um Richtigstellung.

Ihnen einen schönen und erholsamen Abend..

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes zusammenfassend wie folgt:

Vorab kann ich sagen, dass Ihre Aufteilung richtig ist. Ihre (verstorbene Schwester) und Sie sind jeweils zur Hälfte erbberechtigt, also erhält jeder 1/4 der Wohnung. Da Ihre Schwester aber bereits verstorben ist, teilen sich deren Erben zu gleichen Teilen das Viertel.

Nun zum Grundbuch: Zwar haben Sie und Ihre Nichten jeweils einen Anspruch auf den Anteil, jedoch wird das Erbe nicht in Teilen, sondern als Ganzes vererbt. Als Erben bilden Sie also eine Erbengemeinschaft, die den Nachlass gemeinsam verwaltet. Diese Erbengemeinschaft kann als solche auch im Grundbuch eingetragen werden.

Ziel einer Erbengemeinschaft ist es jedoch eigentlich, sich über den Nachlass auseinanderzusetzen und das Erbe gemäß der Erbquote aufzuteilen. Wenn diese Erbauseinandersetzung erfolgt ist, kann dann jeder zu seinem Anteil ins Grundbuch eingetragen werden.

Ist es hingegen nicht beabsichtigt, sich über das Erbe auseinanderzusetzen, dann kann dies auch unterbleiben, sodass eben die Erbengemeinschaft eingetragen wird.

Das ist für Sie kein Nachteil. Sie können allerdings jederzeit die Erbauseinandersetzung verlangen und das Grundbuch sodann entsprechend ändern lassen.

Soweit die Verwaltung der Wohnung mit Ihren Nichten und dem anderen Eigentümer einvernehmlich abläuft, besteht im Grunde kein akuter Handlungsbedarf.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Aust
Rechtsanwalt

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