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Grundbuchberichtigung?


19.11.2005 11:42 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Achim Schroers



Sehr geehrte Damen und Herren,

im Januar ist meine Mutter verstorben. Meine Eltern hatten kein Testatemt! Dies bedeutet meine Schwester, mein Vater und ich bilden eine Erbengemeinschaft. Es gibt ein Haus und Barvermögen.

Jetzt ist bereits mitte November und ich frage mich, wo z. B. eine Grundbuchberichtigung bleibt? Kommt die Automatisch? Wie kann mein Vater über das Konto meiner Eltern verfügen ohne meine Einwilligung und müßte nicht eine Kopie vom Erbschein für mich kommen? Ist ein Erbschein überhaupt Pflicht?

Vielen Dank im vorraus

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Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Online-Anfrage, die ich folgt beantworten möchte:

Ein Erbschein ist nicht unbedingt "Pflicht" und wird Ihnen auch nur auf Ihren Antrag hin erteilt. Zuständig für die Erteilung eines Erbscheins ist das Nachlaßgericht des Amtsgerichts.

Ist Bestandteil Ihres Erbes allerdings Immobilienvermögen, war Ihre verstorbene Mutter also Eigentümerin/Miteigentümerin des Hauses, und existiert auch weder ein öffentliches Testament noch ein Erbvertrag, benötigen Sie einen Erbschein, damit das Grundbuch zu Ihren Gunsten berichtigt werden kann und Sie als Miteigentümer entsprechend Ihrem ererbten Anteil am Haus eingetragen werden.

Sofern - wie sich aufgrund Ihrer Schilderung vermuten läßt - noch keiner der Erben einen Erbschein beantragt hat, sollten Sie dies jetzt also veranlassen, damit anschließend auch das Grundbuch entsprechend berichtigt wird.

Was nun das Konto Ihrer Eltern anbelangt, wird Ihr Vater deshalb mit Wirkung für und gegen die Erbengeneinschaft darüber verfügen können, weil Ihre Mutter Ihrem Vater vermutlich insoweit eine Vollmacht erteilt haben wird, die über ihren Tod hinauswirkt. Da Sie in diesem Fall als Miterbe in die Rechtslage Ihrer Mutter als Vollmachtgeberin eingetreten sind, können und sollten Sie diese Vollmacht gegenüber der Bank alsbald widerrufen. Dabei wird die Bank sicher einen Nachweis über Ihre Erbenstellung von Ihnen verlangen, so dass Sie auch in diesem Zusammenhang einen Erbschein benötigen.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weiterhelfen können. Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion bei "frag-einen-anwalt.de" gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Achim Schroers
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 19.11.2005 | 13:09

Vielen Dank für die Antwort.

Eine Frage noch zum Erbschein.

Ist im Erbschein eine Auflistung des vorhanden Vermögens?

Muß mein Vater das angeben?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.11.2005 | 15:12

zu Frage 1.

Nein, im hier von Ihnen zu beantragenden gemeinschaftlichen Erbschein sind nur aufgeführt die Erbanteile, also z.B.: Person A: 1/2 Anteil, Person B: 1/4 Anteil, Person C: 1/4 Anteil, nicht hingegen die Zusammensetzung/der Umfang und der Wert des Nachlasses

zu Frage 2.

Wenn Sie damit meinen, ob Ihr Vater Ihnen gegenüber insoweit auskunftspflichtig ist, dann gilt: Zwischen Miterben besteht nach überwiegender Auffassung, mangels der hierfür erforderlichen Sonderbeziehung, ein allgemeines Auskunftsrecht nicht. Ein Auskunftsanspruch besteht jedoch gegenüber dem sog. Erbschaftsbesitzer gemäß § 2027 BGB.

Noch zu Ihrer weiteren Information: Die gesetzlichen Regelungen über den Erbschein finden Sie in den §§ 2353 - 2370 BGB.

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