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Grundbuchänderung bei Erbvertrag


| 23.03.2006 22:23 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Hallo,
vor einigen Wochen verstarb mein Vater. Er hinterläßt 2 Grundstücke und einen Erbvertrag. Jeweils ein Grundstück ist namentlich meinem Bruder und mir im Erbvertrag zugeordnet und ein Wertausgleich wird ausdrücklich ausgeschlossen.
Jetzt verweigert das Grundbuchamt die entsprechend eingereichten Berichtigungsanträge (jeweils ein Antragsteller für ein Grundstück)und will ohne notarielle Erbauauseinandersetzung nur für beide Grundstücke eine Erbengemeinschaft eintragen. Wir Brüder sind uns aber einig, dem Wunsch unseres Vaters zu entsprechen.
Was kann man tun?

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Guten Abend,

die Auffassung des Grundbuchamtes ist formell zunächst zutreffend. Das deutsche Erbrecht kennt, im Gegensatz zu einem landläufigen Glauben, nicht die Erbeinsetzung nach Gegenständen, sondern nur nach Quoten. Wenn Sie und Ihr Bruder jeweils als Erbe für ein Grundstück eingesetzt sind, bedeutet dies formaljuristisch, daß Sie zusammen eine Erbengemeinschaft bilden. Die Quoten der jeweiligen Erben in dieser Erbengemeinschaft richten sich dann nach dem jeweiligen Wert der Grundstücke.

Dies ist allerdings nur der formaljuristische Ansatz. Wenn Ihr Vater in dem von Ihnen angesprochenen Erbvertrag jeweils ein Grundstück einem seiner Söhne zugesprochen hat, so hindert Sie natürlich nichts daran, diesem Wunsch auch zu folgen.

Der Ansatz des Grundbuchamtes ist hier zutreffend: Sie müßten formell die bestehende Erbengemeinschaft auseinandersetzen. Dies kann in der Form geschehen, daß Sie in einem Vertrag sich jeweils das betreffende Grundstück übertragen. Da hier Grundstücke betroffen sind, muß dieser sogenannte Auseinandersetzungsvertrag zwingend notariell abgeschlossen werden.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 23.03.2006 | 23:11

Guten Abend Herr Weiß,
erst einmal vielen Dank für Ihre schnelle Antwort, gerade weil ich dass zu dieser unchristlichen Zeit einfach unglaublich finde.
Ja, ich hätte da noch eine Nachfrage, die Sie mir aber wahrscheinlich nicht beantworten können oder sollten ;-).
Kann es sein, dass der bürokratische Wasserkopf in unserer Republik es immer wieder fertig bringt, Probleme zu schaffen wo es keine gibt?
Danke
ee

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.03.2006 | 09:37

Guten Morgen,

Sie sollten einmal sehen, was in diesem Forum nachts los ist. Auch die Nachtschicht arbeitet zu noch viel unchristlicheren Zeiten schnell und gut.

Zugunsten des Grundbuchamtes kann man zumindest anführen, daß diese aufgrund des öffentlichen Glaubens an die Richtigkeit des Grundbuchinhaltes genau prüfen müssen. In der Tendenz stimme ich Ihnen aber zu.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß

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