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Grundbuch Trennung Darlehn vertragliche nachträgliche Regelungen

24.09.2019 09:14 |
Preis: 57,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Lebenspartnerin und ich haben uns einvernehmlich getrennt und suchen nach einer gemeinsamen Lösung für unsere Situation.

Hintergrund ist der Kauf einer Immobilie inkl. NK in Höhe von 710.000€. Beide haben Eigenkapital in Höhe von 65.000€ eingebracht. Der Kauf wurde im Juni 2018 abgeschlossen und die Rate bei der Bank beträgt 2.500€. Beide sind zu gleichen Teilen in das Grundbuch eingetragen.

Ich möchte die Immobilie weiter finanzieren und dort leben.
Meine Partnerin ist damit einverstanden und wir suchen nach rechtlichen und vertraglichen Bedingungen, welche uns dabei helfen können.

Ziel ist es, dass die Immobilie auf mich zu übertragen wird und dies mit möglichst wenig Aufwand, Kosten oder weiterführende Gespräche mit der Bank.

Ich kann sowohl ihren Anteil finanzieren sowie das Eigenkapital zurückzahlen (innerhalb von 5 Jahren).

Ggf. können ihre Anteile reduziert werden im Grundbuch, sodass sie einen kleinen Teil der Rate übernimmt und ich mit dem höheren finanziellen Aufwand mehr abgesichert bin?

Vielen Dank für ihre Rückmeldung im Sachverhalt.

Beste Grüße

P. Müller

Sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Sie müssten einen notariellen Vertrag über die Übertragung der Haushälfte Ihrer ehemaligen Partnerin abschließen. Im Vertrag kann der Kaufpreis dahingehend geregelt werden, dass die Zahlung der 65.000 € in Raten erfolgt, ggf. abgesichert durch eine Restkaufpreishypothek.

Vorab sollte mit der Bank geklärt werden, dass diese Ihre frühere Partnerin aus der Schuldhaft entlässt. Nur so kann verhindert werden, dass die Bank, wenn Sie ausfallen, auch die nächsten Jahre Ihre frühere Freundin in Anspruch nehmen kann.

Dass Ihre Freundin mit einem gewissen Anteil Eigentümerin bleibt, halte ich nicht für eine gute Idee. Als Miteigentümer müssen Sie sich dann immer absprechen, wenn Sie etwas am Haus verändern oder renovieren wollen. Nach einer Trennung scheint mir dies, sowohl wegen der beiderseitigen Kostentragungspflicht als auch wegen des Zustimmungserfordernisses, nicht sinnvoll.

Für die Übertragung benötigen Sie ohnehin einen Notar. Sie sollten einen Notar vor Ort beauftragen, der Sie dann auch bezüglich der Einzelheiten in der Vertragsgestaltung berät und für Sie einen entsprechenden Vertrag entwirft.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

Nachfrage vom Fragesteller 24.09.2019 | 10:36

Sehr geehrte Frau Holzapfel,

viele Dank für ihre schnelle Rückmeldung.

Kann über einen Partnerschaftsvertrag das Thema nicht geklärt werden?

Wie ich bereits geschrieben hatte möchte ich die Bank möglichst raushalten und die Kosten (Notar) so klein wie möglich halten. Ich erhalte Wohnrecht und leiste somit eine Abstandszahlung oder Ähnliches. Was mit der Logik der Rate veknüpft ist z. B. 2000€ ich/ 500€ sie.

Wenn dies nicht möglich ist wie verhält es sich mit den Kosten für mich (Notar, Grunderwerb, etc)? Kaufpreis der Immobilie waren 655.000€. Die Angaben in Grob reichen mir selbstverständlich.

Allein der Hinweis für eine Zustimmungspflicht bei Renovierunsgarbeiten ist kein Kriterium für mich davon Abstand zu nehmen. WIr haben ein gutes Verhältnis und sollten hier keine Schwiriegkeiten bekommen.

wäre sehr wünschswert, wenn sie auf meine Rückfragen konkret eingehen würden.

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.09.2019 | 11:21

Sehr geehrter Fragesteller,


von Ihren Absichten kann ich leider nur dringend abraten: Wenn Ihre frühere Partnerin nicht aus der Schuldhaft entlassen wird, haftet sie weiterhin für den Kredit. Dazu wird sie, wenn sie die Risiken kennt, kaum bereit sein.

Wenn sie Eigentümerin bleibt, haftet die Immobilie auch für ihre eventuellen Verbindlichkeiten. Wenn sie also einmal zahlungsunfähig werden sollte, können ihre Gläubiger die Immobilie in die Versteigerung treiben. Wenn sie stirbt, gehört ihre Hälfte den Erben, die dann vermutlich eine sofortige Auszahlung des hälftigen Verkehrswertes, der bis dahin gestiegen sein könnte, verlangen oder die Teilungsversteigerung betreiben.

Für einen Übertragungsvertrag entstehen Notarkosten von voraussichtlich ca. 2500 € sowie Grundbuchkosten. Darüber hinaus müssen Sie Grunderwerbsteuer auf den hälftigen Immobilienanteil zahlen.

Gleichwohl ist es natürlich möglich, nur ein Wohnrecht (Recht, selber zu wohnen) oder einen Nießbrauch (Recht, selber zu wohnen oder auf eigene Rechnung zu vermieten) zu Ihren Gunsten zu vereinbaren. Auch hierfür benötigen Sie einen Notar.

Berücksichtigen Sie aber: Wenn Sie dann später die Immobilie kaufen wollen, kann Ihre frühere Freundin die Hälfte vom Verkehrswert verlangen. Bei erheblichen Wertsteigerungen kann das in einigen Jahren für Sie sehr teuer werden, zumal sich dann nicht nur der Kaufpreis erhöht, sondern auch die Notar- und Grundbuchkosten sowie die Grunderwerbsteuer.

Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel








































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Danke zusammenfassend ganz ok wohl auch in meinem Sinne allerdings hat bei mir die Antwort der Anwältin auf meine Rückfrage nochmal eine Unsicherheit ausgelöst und ich kann leider nichts mehr weiter klären da nur eine Rückfrage ... ...
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