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Grundbuch Austragung

21.07.2016 10:31 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Torsten Vogel


Zusammenfassung: Miteigentum der Schwiegereltern an einem Grundstück und Löschung

Mein Mann und ich haben vor ca. 3 Jahren ein Grundstück gekauft und ein Haus darauf gebaut.
Nicht ganz, seine Eltern haben uns für das Grundstück 75.000€ geliehen. Mündlich (leider nicht schriftlich) wurde vereinbart, dass sie das Geld spätestens 2022 zurück erhalten. Dafür wollten sie mit jeweils 25% im Grundbuch stehen. Nun stehen seine Eltern zu jeweils 25% im Grundbuch und mein Mann mit 50%. Sobald sie die Summe von uns zurück erhalten haben wollten sie uns die jeweils 25% übertragen.
Leider ist unser Verhältnis nun nicht mehr besonders gut, wie es leider so oft ist wenn man so sehr nah bei den Eltern wohnt. Wir haben also nun alles Mögliche getan um die Summe "zusammenzukratzen" und möchten ihnen das Geld zurück zahlen.
Wir haben zwei Kinder, die sie zwei mal wöchentlich sehen.
Sie sagen nun, sie brauchen das Geld grade nicht und werden erst evtl. das Geld annehmen wenn das Verhältnis besser wird und sie die Kinder öfter sehen. Meiner Meinung nach werden sie uns nie die 50% überlassen weil sie dann kein Druckmittel mehr haben um die Kinder zu sehen. Sie sagen selbst, wenn sie die Kinder nicht öfter bekommen bleiben sie im Grundbuch.
Wir wissen nicht mehr weiter. Gibt es denn überhaupt eine Möglichkeit, seine Eltern aus dem Grundbuch zu nehmen? Bzw. dürfen sie einfach das Grundstück abgrenzen und machen was sie wolle ?

Im Voraus schon einmal vielen Dank. Vielleicht haben Sie einen Rat wie wir vorgehen können.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Im Eigentum ihrer Schwiegereltern steht lediglich ein hälftiger idealer Miteigentumsanteil.
Dies bedeutet, das sie, ihr Ehemann und ihre Schwiegereltern lediglich gemeinsam über das Grundstück verfügen können. Ihre Schwiegereltern haben keinen Anspruch darauf, dass die Hälfte des Grundstückes abgezäunt wird o. ä.
Über seinen Anteil kann jeder Miteigentümer alleine verfügen (§ 747 Satz 1 BGB), über die ganze Sache nur alle Miteigentümer gemeinschaftlich (§ 747 Satz 2 BGB). Miteigentum ist übertragbar und belastbar (§§ 1009 Abs. 1, § 1066, § 1114, § 1192 Abs. 1 BGB). Jeder Miteigentümer kann seinen Anteil ohne die Zustimmung der anderen Miteigentümer verkaufen bzw belasten.
Wenn sie die Vereinbarung mit ihren Schwiegereltern zur Löschung der selben als Miteigentümer des Grundstückes nicht in notarieller Form haben beurkunden lassen, gibt es für sie nur die Möglichkeit dies einvernehmlich mit den Schwiegereltern umzusetzen.
Der hälftige Miteigentumsanteil muss, auf wen auch immer, in notariell beurkundeter Form übertragen werden, bw. Verkauf oder Schenkung. Gleichzeitig werden dann die entsprechend erforderlichen Erklärungen gegenüber dem Grundbuchamt mitbeurkundet und durch den Notar die Eintragung der Änderung beantragt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 21.07.2016 | 11:35

Vielen Dank für die schnelle Beantwortung.
Habe ich das richtig verstanden?
Wenn seine Eltern nicht zustimmen, haben wir keine Möglichkeiten sie aus dem Grundbuch streichen zu lassen.
Seine Eltern dürfen aber nicht einfach das Grundstück in 2 Hälften teilen (was sie gestern allerdings mit Pfeilern gemacht haben).
Weiter besteht aber die Möglickeit das mein Mann seine 50% verkauft. Was dann heißen würde das seine Eltern 50% weiter behalten und somit einen weitaus höheren Wert haben als die 75.000€ (ich weiß leider nicht wie ich es anders ausdrücken soll und hoffe sie verstehen es trotzdem)

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.07.2016 | 12:55

Sie haben das völlig richtig verstanden. Ich gebe jedoch zu Bedenken dass in der Regel ein hälftiger Miteigentumsanteil nicht den hälftigen Wert des Gesamtgrundstückes hat. Da die Miteigentümer über das Grundstück im Ganzen nur gemeinsam verfügen können.
Es gibt natürlich noch die Möglichkeit die Miteigentümergemeinschaft im Wege der Teilungsversteigerung aufzulösen. Sie sollten sich hierzu von einem Fachkollegen vor Ort beraten lassen.

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