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Grundbuch - Aufhebung einer Miteigentümergemeinschaft?

| 29.03.2017 17:25 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tobias Rösemeier


Zusammenfassung: Eine Miteigentümergemeinschaft an Grundeigentum kann nur im Einvernehmen durch Verkauf oder Einräumung des Alleineigentums gegen Wertausgleich beendet werden. Anderfalls bleibt nur die Teilungsversteigerung.

Ich bin seit nunmehr 25 Jahren geschieden und meine Exfrau ist immer noch hälftig im Grundbuch. Die Kosten (Hypotheken, Grundsteuern und Nebenkosten, Renovierungen) sprich alle Kosten sind und werden von mir bezahlt. Jetzt macht sie den hälftigen Anteil geltend. Die Freistellungen aus der Hypothek habe ich. Welche Möglichkeiten habe ich um sie aus dem Grundbuch zu bekommen. Natürlich mit einem entsprechende Ausgleich für die Zeit des Zugewinnes?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach Ihrer Schilderung bilden Sie mit Ihrer geschiedenen Ehefrau eine sogenannte Miteigentümergemeinschaft (Bruchteilsgemeinschaft).

Aus dem Grundbuch bekommen Sie die geschiedene Ehefrau dann, wenn Sie sich mit dieser über die Aufhebung der Miteigentümergemeinschaft vereinbaren.

Nach § 749 BGB kann jeder Miteigentümer jederzeit die Auhebung der Gemeinschaft verlangen.

Immobilieneigentum kann allerdings nur im Einvernehmen auseinandergesetzt werden, mithin durch den Verkauf und Teilung des Erlöses oder durch Übertragung eines Miteigentumsanteils, so dass sodann einer Alleineigentümer wird. Der scheidene Miteigentümer hat allerdings einen Anspruch auf Wertausgleich für die Übertragung seines Miteigentumsanteils,

Erzwingbar ist eine Übertragung bzw. das Ausscheiden nicht. Gemeinsames Grundeigentum kann andernfalls, wenn keine Einigung erzielt werden kann, leider nur im Wege der Teilungsversteigerung (Zwangsversteigerung) auseinandergesetzt werden. Den Antrag kann jeder der Miteigentümer stellen.

Sie sollte daher die Verhandlungen mit Ihrer geschiedenen Ehefrau aufnehmen und versuchen, eine vernünftige Einigung unter Berücksichtigung Ihrer alleinigen Zahlungen in den vergangenen Jahren zu finden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 29.03.2017 | 18:38

Die Frage war ja, dass meine Exfrau nicht, auf die nur von mir gezahlten Leistungen eingeht - nicht nur für die Zeit des Zugewinnes Wertausgleich beansprucht, sondern den vollen hälftiegen Wertausgleich bis dato beansprucht.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.03.2017 | 18:48

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Leider spielt Zugewinn 25 Jahre nach der Scheidung keine Rolle mehr und der Anspruch Ihrer Exfrau ist hierauf auch nicht beschränkbar.

Es wurde vorliegend verabsäumt, zeitnah im Zuge bzw. nach der Scheidung eine Auseinandersetzung des gemeinsamen Eigentums zu vorzunehmen.

Ihre Exfrau ist Miteigentümerim geblieben und hat nun im Falle der Auseinandersetzung Anspruch auf vollen Wertausgleich. Einzig Ihre Zahlungen auf gemeinsame Verbindlichkeiten und Lasten bezogen auf das gemeinsame Grundstück können Sie in hälftiger Höhe der Exfrau entgegenhalten (§ 426 BGB), soweit nicht bereits Teile verjährt sind.

Ich bedauere, keine günstigere Antwort geben zu können.




Bewertung des Fragestellers 30.03.2017 | 09:24

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FRAGESTELLER 30.03.2017 4/5,0
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