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Grundbuch 50/50 ...Aufteilung Wohnfläche ?

17.08.2015 16:53 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Torsten Vogel


Zusammenfassung: Miteigentum an Grundstücken

Hallo. Mein Schwager hat zusammen mit seiner Lebensgefährtin ein Haus gekauft. Jeder steht mit 50% im Grundbuch.
Letztes Jahr ist mein Schwager verstorben und mein Mann hat seine 50% geerbt.
Das Haus ist in 3 Wohnungen unterteilt. Untere Etage 53qm und 36 qm.
Obere Wohnung 160 qm.
Als es darum ging ob mein Mann das Erbe annimmt, haben wir viele Gespräche mit der Lebensgefährtin geführt.
Hätten wir das Erbe abgelehnt,hätte sie ausziehen müssen weil sie das Haus allein nicht halten kann.
So haben wir uns mit ihr drauf geeinigt das wir mit den 3 Kindern die obere Wohnung beziehen und sie die unteren beiden Wohnungen nutzt.
So haben wir das auch gemacht.
Erst war alles ok, aber jetzt,nach über einem Jahr sagt sie das sie damit nicht mehr einverstanden ist.
Sie sagt da sie zu 50% im Grundbuch steht hat sie ein Recht auf 50% der WOHNfläche.
Wir sollen jetzt das Haus so umbauen das sie allein genauso viel qm hat wie wir mit 5 Personen.
Ich hab ihr gesagt das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
Ihr gehören 50% also müssen Entscheidungen zusammen getroffen werden und sollte das Haus verkauft weder stehen ihr 50% des Erlöses zu!
Sie geht in unsere Wohnung wie es ihr passt weil sie sagt ihr steht ja eigentlich noch ein Teil der Wohnung zu. Ich kann auch nicht abschliessen weil unsere Wohnung vom Flur frei zugänglich ist Und erst eine Wand gezogen werden muss.

Die Frage um die es mir geht:
hat sie aufgrund es Grundbucheintrags einen Anspruch auf 50 % der Wohnfläche?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Lebensgefährtin Ihres Schwagers und ihr Ehemann sind zu je 50 % Miteigentümer am Grundstück. Es handelte sich hierbei um einen 50 % ideellen Miteigentumsanteil, welcher nicht mit 50 % der Wohnfläche gleichzusetzen ist.

Von Miteigentum spricht die Rechtsordnung immer dann, wenn mehreren Eigentümern gemeinschaftlich eine Sache nach Bruchteilen zusteht.
Über seinen Anteil kann jeder Miteigentümer gemäß § 747 S. 1 BGB allein verfügen. Über die ganze Sache nur alle Miteigentümer gemeinschaftlich § 747 S. 2 BGB.

Dies bedeutet, dass sie gemeinschaftlich, wie sie dies bereits in der Vergangenheit getan haben, regeln können, welchem Miteigentümer welche Wohnung zur alleinigen Nutzung überlassen wird.

Sie können gemeinschaftlich auch andere Regelungen zur Sache treffen so beispielsweise eine Regelung hinsichtlich eines Umbaues. Derartige Regelungen können jedoch wie bereits ausgeführt nur gemeinsam getroffen werden.

Wenn wie in Ihrem Fall die Miteigentümer eine Regelung dahingehend getroffen haben, dass bestimmte Teile der Sache (in Ihrem Fall bestimmte Wohnungen) einzelnen Miteigentümern zur alleinigen Nutzung überlassen werden, so beeinhaltet dies bereits einen Ausschluss der übrigen Miteigentümer von der Nutzung dieses Teiles.

Ein Anspruch der Lebensgefährtin auf 50% der Wohnfläche ergibt sich aus einem 50% Miteigentumsanteil nicht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

T.Vogel

Nachfrage vom Fragesteller 04.09.2015 | 14:59

Hallo.
Wir haben jetzt Post von ihrem Anwalt bekommen.
"Unsere Mandantin und sie sind Eigentümer des Hauses......der jeweilige Miteigentumsanteil liegt bei 50% Allerdings nutzen Sie 65 % und meine Mandantin nur 35%. Unsere Mandantin könnte sich vorstellen ihren Wohnraum auf 50% zu erweitern. Hierzu kommt eine Nutzung g der über ihre Wohnung liegenden Räume in betracht.Bitte teilen Sie uns mit ob sie damit einverstanden sind. Andernfalls müssten die Kosten im Umfang der Nutzung geändert werden."

So der Brief. Was mir aufgefallen ist, es wird über Nutz und nicht Wohnfläche geschrieben. Bei der reinen nutzfläche sieht die Verteilung wieder anders aus als dort beschrieben.
Davon abgesehen,was raten sie uns? Einen Anwalt hinzuziehen, selber antworten, ignorieren? Wie ist wohl der weitere Verlauf wenn wir dem Anwalt mitteilen das wir nicht einverstanden sind? Haben wir zu befürchten das sie Recht bekommt? Sie hat vor unserem Einzug ihr Einverständnis gegeben, vor Zeugen. Sie wusste das das unsere Bedingung für den Einzug war. Mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.09.2015 | 15:14

Sie sollten einen Fachkollegen vor mit der weiteren Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen und diesen auf das Schreiben des gegnerischen Kollegen reagieren lassen.
Häufig ist es durch die Einschaltung von fachlich versierten Vertetern möglich ein vernünftige für alle Parteien akzeptable Lösung ohne die Einschaltung von Gerichten herbei zu finden

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