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Grundbesitzwert i.R.der Erbschaftssteuer

| 24.02.2013 11:27 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Geerbt wurde mit Steuerklasse 2 neben längerfristig nicht verfügbaren Geldanlagen ein
ca. 80 Jahre altes Wohngebäude (in attraktiver Wohnlage) mit zwei vermieteten gleich großen Wohnungen, die dritte Wohnung ist-da enormer Sanierungsbedarf- seit ca. 20 Jahren leerstehend.In der Befürchtung, dass die Finanzbehörde bei der Festsetzung des Wertes sich nicht an der Realität (des Verkehrswertes) orientiert, sondern allein am Bodenrichtwert, wurde bei der Erklärung als Nachweis eines sehr ungünstigen ca. 20 Jahre alten Mietverhältnisses (keinerlei Nebenkosten/nur ca. 40% der ortsüblichen Vergleichsmiete, nur die gesetzlichen Möglichkeiten der Mieterhöung noch 20% alle drei Jahre) eine Stellungnahme eines Grundbesitzervereins eingereicht.Dazu wurde eine Erklärung eines Elementarversicherers mit eingereicht, dass ohne komplette Sanierung sämtlicher Zu-und Abwasserleitungen kein Versicherungsschutz gewährt wird. Diese Sanierung würde ca. 80 TEUR kosten.Die Finanzbehörde hat diese Nachweise nicht gewürdigt und setzt nur den Bodenrichtwert an, keinerlei Abzüge wegen des Sanierungsbedarfes oder des einen ungünstigen Mietverhältnisses-die andere Wohnung ist ortsüblich vermietet.Dies führt zu einem grotesken Wert des über 40fachen der Jahreswarm(!)miete (bei einer angesetzten Restnutzungsdauer von 24 Jahren) und zu einer Steuer allein für die Immobilie von ca. 10 Jahreswarmmieten! Es ist mir bekannt, dass die Behörde einen Verkaufsvertrag zur Festsetzung akzeptieren würde, allerdings ist ein (Not)Verkauf derartig kurzfristig kaum darstellbar und undiplomatisch.
Frage: Macht es Sinn, nun gegen den Bescheid Einspruch einzulegen mit den bereits bei der Erklärung gemachten Gründen und Nachweisen oder macht es Sinn, einen Gutachter zu beauftragen, aber wäre die Behörde dann auch verpflichtet, den ggfs. erheblich niedrigeren Verkehrswert aus dem Gutachten zu akzeptieren?

Angeblich will die Behörde/der Staat nicht, dass geerbte Immobilien nur wegen der Erbschaftsteuer verkauft werden müssen. Da aber dei Liquidität trotz Erbschaft nicht
sofort ausreicht, könnte man für die auf die Immobilie anfallende Steuer wenigstens mit Rechtsanspruch eine zinsfreie Stundung von wenigstens 12 Monaten verlangen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:
1. Die einzige zielführende Vorgehensweise ist die Beauftragung eines Gutachters (öffentlich bestellt und vereidigt). Dies ist zwar mit Kosten verbunden, jedoch hat solch ein Gutachten vor Gericht Bestand und die Finanzbehörde lenkt ein. Wir arbeiten mit Gutachtern bundesweit zusammen, die uns vorab schon ungefähr sagen können, ob die Verkehrswertberechnung wirklich Sinn ergibt und eine merkliche Senkung der Erbschaftsteuer mit sich bringt, bevor ein teures Gutachten in Auftrag gegeben wird. Um das Gutachten anzugreifen, müsste das Finanzamt dieses Gutachten erstmal entkräften.
2.Die zinslose Stundung ist dann ausgeschlossen, wenn Sie die Steuer zwar nicht aus dem übrigen Erwerb, aber aus seinem sonstigen Eigenvermögen aufbringen können. Entscheidend ist somit, ob Sie die Steuer aus anderen Teilen des Erwerbs oder aus Ihrem sonstigen Vermögen aufbringen kann. Ist dies, zumindest im Wege der Kreditaufnahme, möglich, steht Ihnen ein Anspruch auf zinslose Steuerstundung hinsichtlich des auf das begünstigt erworbene Vermögen entfallenden Erbschaftsteueranteils nicht zu (so zb FG Köln 10.08.2012). Gehört zum Erwerb somit weiteres Vermögen oder verfügt der Erwerber über eigenes Vermögen oder kann er aufgrund der regelmäßigen Mieteinnahmen einen Kredit aufnehmen, um die Erbschaftsteuer zu begleichen, scheidet zb. eine Stundung aus.






Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Hermes, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 24.02.2013 | 14:34

Vielen Dank für Ihre Antwort, w/eines vereidigten Gutachters aus Ihrem Portfolio (der natürlich vor Ort sein muß)werde ich Sie ggfs. persönlich kontaktieren. Mir ist nur nicht klar, wie dies alles in der vierwöchigen Zeitschiene des Widerspruchs ablaufen kann. Muß ich beim Widerspruch das Gutachten zeitgleich präsentieren oder wird den Bürgern da eine gewisse Frist eingeräumt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.02.2013 | 15:04

Gegen den Grundlagenbescheid müssen Sie innerhalb eines Monates Einspruch einlegen. GGfs sind noch weitere Anträge zu stellen. In der Begründung teilen Sie dann mit, dass Sie einen Gutachter mit der Verkehrswertbegutachtung beauftragt haben. Das Gutachten ist dann im Einspruchsverfahren außerhalb der Monatsfrist selbstverstänbdlich nachzureichen.

Bewertung des Fragestellers 25.02.2013 | 09:31

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 25.02.2013 4,2/5,0
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