Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Grundbesitz


| 19.08.2005 15:34 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Anwältin/Anwalt,
ich möchte mich trennen. Seit 13 Jahren ist mein Mann selbständig. Ich habe das Geschäft mit aufgebaut und immer mit gearbeitet als Ehefrau, nicht als Angestellte (also ohne Gehalt)
Vor 5 Jahren haben wir gebaut. Es wurde ein Kredit von meinem Mann mit mir als Bürgen aufgenommen und ein Darlehen habe ich auf meinen Namen ohne Bürgen aufgenommen.
Nach all den Jahren sind bei uns die Besitzverhältnisse wie folgt: ich besitze nichts – keine priv. RV, LV od. Ersparnisse.
Mein Mann besitzt alles: Grundbucheintrag auf ihn, 2 KFZ, 2 priv. RV, 1 LV, Festgeld- und Anlagekonten auf ihn-ich bin nicht verfügungsberechtigt. Geldanlagen im Ausland. Dies zeigt seinen Charakter (selbstsüchtig)
Bei einer Trennung wird es keine Einigung geben. Ich müsste ausziehen.
Wäre es besser für mich, wenn ich mich mit im Grundbuch eintragen lasse, od. bin ich automatisch Mitbesitzer da ich Kredite mit unterschrieben bzw. selbst aufgenommen habe?
Hab ich Anspruch auf seine RV od. wird nur zum Zugewinn gerechnet? Kann er ohne weiteres die Konten nach meinem Auszug kündigen damit ich nichts bekomme? Ich bin bei ihm in der KV. Wer zahlt Beiträge nach der Trennung wenn ich kein Einkommen habe? Wie lange nach Scheidung muss er Unterhalt zahlen wenn ich keine Anstellung bekomme?
Was ist mit dem Schuldenberg wenn er sich ins Ausland absetzt (nicht EG)?
Für eine gezielte Beantwortung bedanke ich mich im Voraus.
Mit besten Grüßen
19.08.2005 | 16:18

Antwort

von


221 Bewertungen
Eiermarkt 2
30938 Burgwedel
Tel: 05139 - 9 70 333 4
Web: www.hellmannundpaetsch.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zunächst bedanke ich mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage der mir von Ihnen mitgeteilten Informationen gerne summarisch beantworten möchte.

1. Miteigentum
Leider sind Sie mitnichten automatisch Eigentümerin. Dabei kommt es nur darauf an, was im Grundbuch rechtswirksam eingetragen ist. Eine entsprechende Verpflichtung im Rahmen der Bürgschaft oder des zusätzlichen Darlehens spielt dabei keine Rolle. Von daher würde ich Ihnen durchaus empfehlen, sich mit eintragen zu lassen!

Am Rande: Es gibt eine weit gefächerte Rechtsprechung zu dem Thema „Sittenwidrigkeit von Bürgschaftsverpflichtungen / Darlehensverpflichtungen bei Ehefrauen“. Da Sie ersichtlich nichts erworben haben (außer den Verpflichtungen) dürften die Aussichten zumindest für die Bürgschaft gut sein, sich dieser zu entziehen. Ähnliches könnte (bei Kenntnis der Bank) auch für den weiteren Kredit gelten. Sie sollten dazu aber durchaus und unbedingt einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu rate ziehen, da sich dies naturgemäß summarisch schlecht beurteilen lässt.

Ferner kommt noch in Betracht, die geleisteten Gelder, soweit sie beim Zugewinn nicht hinreichend berücksichtigungsfähig sind, nach den Grundsätzen des „Wegfalls der Geschäftsgrundlage der ehebedingten Zuwendung“ erstattet zu verlangen. Danach wird grds. ein voller Ausgleich für die erbrachten Geldleistungen geschuldet. Auch dies lässt sich bzgl. der Höhe und dem Grunde nach summarisch nicht abschließend beantworten.

2. RV
Sie haben neben dem Zugewinn natürlich auch im Rahmen des Versorgungsausgleiches einen Anspruch auf Beteiligung an der jeweiligen Altersversorgung (Rentenanwartschaften) Ihres Gatten.

3. Konten
Soweit er die Konten kündigt, was er zweifelsfrei bei eigenen Konten darf, hilft ihm dies nichts, da er trotzdem gezwungen werden kann und auch sollte, Auskunft über seine gesamten Vermögensverhältnisse zum Stichtag zu erteilen.

4. Krankenversicherung
Generell sind Sie verpflichtet, die Krankenversicherung selbst zu bezahlen (ab der Scheidung). In der Trennungsphase verbleiben Sie regelmäßig noch in der Familienversicherung. Allerdings steigt der nacheheliche Unterhaltsbedarf um den Beitrag zur Krankenversicherung, sodass im Ergebnis der Mann auch die Krankenversicherung tragen muss.

5. Unterhaltsdauer
Aufgrund der langen Ehedauer dürfte der Unterhaltsanspruch zunächst nicht zeitlich befristet sein. Weiterhin ist es – vorausgesetzt es sind keine Kinder da, dann haben Sie ohnehin keine Erwerbsobliegenheit – durchaus entscheidend beim in Frage kommenden Aufstockungsunterhalt, dass Sie Ihren Erwerbsobliegenheiten nachkommen. Es ist dabei so, dass von Ihnen verlangt wird, dass Sie sich umfangreich um eine neue Stelle (im Schnitt 8 Stunden am Tag Bewerbungen schreiben, mindestens 20 / Monat, was von OLG zu OLG anders gesehen wird) bemühen. Ist dies nicht der Fall, würde Ihnen insoweit ein fiktives Einkommen angerechnet und sich der Unterhalt insoweit verringern.

6. Ausland und Schulden
Generell haften Sie dann voll für die von Ihnen eingegangenen Verbindlichkeiten als Gesamtschuldnerin. Allerdings dürfte (s.o.) die Bürgschaftsverpflichtung sittenwidrig sein. Ich kann Ihnen daher nur dringend raten, sich schleunigst mit einem Anwalt Ihres Vertrauens über die genauen Umstände zu unterhalten.

Ich hoffe, Ihnen mit der Prüfung der Rechtslage weiter geholfen zu haben. Gerne stehe ich Ihnen auch für die weitere Vertretung – soweit gewünscht – zur Verfügung und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-

<A href="http://www.anwaltskanzlei-hellmann.de">Homepage von RA Hellmann</A>
<A href="mailto:mail@anwaltskanzlei-hellmann.de">E-Mail an RA Hellmann</A>


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 23.08.2005 | 16:51

Sehr geehrter Herr Anwalt,
vielen Dank für die schnelle Beantwortung. Wenn möglich bitte noch eine Frage: Wir haben zwei erwachsene Kinder und mein Mann hat noch eine uneheliche Tochter. Diese wurde adoptiert. Mein Mann steht in der Geburtsurkunde und hat auch Kontakt. Wie ist es mit der Erbschaft. Ist sie erbberechtigt obwohl sie adoptiert wurde? Erbt sie nur Vermögen (Haus)wo mein Mann als Eigentümer eingetragen ist oder würde sie den gleichen Anteil erben wenn ich als Miteigentümer eingetragen bin. Wie ist es mit mir. Würde im Falle seines Ablebens nur seine Tochter und unsere Kinder erben und ich leer ausgehen,da ich nicht im Grundbuch stehe?
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.08.2005 | 17:03

Sehr geehrte Frau A.,
ich finde es ehrlich gesagt etwas unpassend, im Rahmen der Nachfrage völlig neue Fragen zu stellen, die obendrein aus einem völlig anderen Rechtsgebiet stammt (s. Hilfe-Button). Leider ist dies nicht möglich und würde obendrein meine Kollegen berechtigen, mich deswegen abzumahnen. Ich hoffe, Sie haben dafür Verständnis.

Sie dürfen mich gerne per email für dies weitere Beratungsmandat kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Christoph Hellmann
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Die erste Antwort hat mir geholfen.Leider keine Antw. auf Nachfrage. Hängt für mich schon zusammen.Ich muß wissen, was im Falle der Trennung später auf meine Kinder zukommt. Aber ist ok.
Muß ich halt mit neuem Einsatz beantworten lassen.
MfG "
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER
4/5.0

Die erste Antwort hat mir geholfen.Leider keine Antw. auf Nachfrage. Hängt für mich schon zusammen.Ich muß wissen, was im Falle der Trennung später auf meine Kinder zukommt. Aber ist ok.
Muß ich halt mit neuem Einsatz beantworten lassen.
MfG


ANTWORT VON

221 Bewertungen

Eiermarkt 2
30938 Burgwedel
Tel: 05139 - 9 70 333 4
Web: www.hellmannundpaetsch.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Versicherungsrecht, Verkehrsrecht, Arbeitsrecht, Strafrecht, Miet und Pachtrecht, Erbrecht