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Gründung eines gemeinnützigen Vereins

| 02.02.2015 02:12 |
Preis: ***,00 € |

Vereinsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Brigitte Draudt


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich suche Informationen zur Gründung eines gemeinnützigen Vereins und freue mich über Hilfe. Da ich absoluter Laie bin, wünsche ich mir eine möglichst einfache und klare Erklärung.

- Wie gründe ich einen gemeinnützigen Verein.Schritt für Schritt?
Ich habe gelesen, dass es drei Gründungsmitglieder braucht, andere Quellen sprechen von sieben?
- Welche Kosten kommen für die Gründung auf uns zu?
- Welche Formalia sind zu erfüllen um Gemeinnützigkeit zu erlangen
- Es besteht momentan schon ein Kreis an ehrenamtlichen Helfern, die sich um hilfsbedürftige Menschen kümmern. Besteht hier schon ein Versicherungsschutz oder erst ab der Anerkennung des gemeinnützigen Vereins?
- Muss ein Mitgliedsbeitrag verlangt werden, und wenn ja, wie hoch?

Vielen Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

am besten gehen Sie folgendermaßen vor:

1. Erstellen Sie eine Vorlage für die Satzung. Beim Amtsgericht können Sie mit einem Rechtspfleger die Zulässigkeit von Bestimmungen klären.Es gibt Mustersatzungen im Internet.
Für die Anerkennung der Gemeinnützigkeit wenden Sie sich an das Finanzamt. Die Gemeinnützigkeit ist gegeben, wenn kein Gewinn erwirtschaftet wird und gemeinnützige Zwecke verfolgt werden. Hierzu gibt es Steuer- Mustersatzungen, die Sie übernehmen sollten. Sprechen Sie das mit dem Finanzamt ab.

2. Verschicken Sie die Einladung zur Gründungsversammlung. Fügen Sie unbedingt auch den Satzungsentwurf bei.

3. Erstellen Sie ein Gründungsprotokoll, nach dem die Gründung abläuft und die Gründungsversammlung durchgeführt wird. Es müssen mindestens sieben Personen anwesend sein. Es müssen alle auf einer Anwesenheitsliste mit Namen unterschreiben und ihre Anschrift nennen.

4. Stellen Sie in der Gründungsversammlung den Satzungsentwurf vor, fügen Sie etwaige Änderungen handschriftlich ein.
Mit der Verabschiedung der Satzung durch die Gründungsversammlung ist der Verein gegründet. Beschließen und protokollieren Sie, dass eventuelle Beanstandungen redaktioneller Art vom Vorstand behoben werden dürfen.

5. Auf der Satzungsurschrift müssen alle Gründungsmitglieder unterschreiben.

6. Dann wird der Vorstand gewählt.

7. Mit dem Gründungsprotokoll ( Urkunde über die Gründung des Vereins und die Bestellung des Vorstands) gehen die nach § 26 BGB vertretungsberechtigten Vorstandsmitglieder zum Notar, und beantragen die Eintragung des Vereins im Vereinsregister. Hier müssen vor dem Notar die Unterschriften beglaubigt werden.

8. Gleichzeitig mit der Anmeldung schicken Sie eine Ausfertigung der Satzung an das Finanzamt. Mit der Anerkennung der vorläufigen Gemeinnützigkeit werden Sie von der Zahlung von Eintragungskosten befreit. Sie dürfen Spenden annehmen und Zuwendungsbestätigungen ausstellen.

10. Mit der Eintragung in das Vereinsregister ist der Verein ein "eingetragener Verein" und muss den Zusatz e.V. führen.

Ein Mitgliedsbeitrag soll verlangt werden. Die Höhe können Sie als Verein bestimmen.

Teilen Sie der Versicherung mit, dass Sie ein Verein in Gründung sind. (nach dem Gründungsakt, siehe oben). und schließen Sie entsprechende Verträge. Dann besteht Versicherungsschutz.
Wenn eine Versicherung bereits zum jetzigen Zeitpunkt bestehen sollte, so klären Sie mit dieser genau im Einzelnen ab, ab wann der Schutz besteht. Das kommt auf den Versicherungsvertrag im Einzelnen an.

Bei Gemeinnützigkeit werden Sie von den Kosten der Eintragung befreit. Fragen Sie auch beim Notar hierzu an, ggf. kann er Ihnen die Kosten erlassen.

Mit freundlichen Grüßen
Draudt
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 03.02.2015 | 01:28

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