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Gründung eines e.V.

| 05.06.2016 11:55 |
Preis: ***,00 € |

Vereinsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Wir haben vor einen e.V. zu gründen, dazu brauchen wir 7 Gründungsmitgleider. Wie wir bereits wissen, können diese Mitgleider auch minderjährig sein, brauchen jedoch das Einverständnis der Eltern. In unserem Fall sind wir als Eltern aber ebenfalls Gründungsmitglied.

Unsere Frage daher nun, ob wir (Eltern) als Gründungsmitglied unseren Kindern dieses Einverständnis erklären können und ob wir als Familie einen e.V. gründen können.

Bitte um eine ausführliche Antwort. Vielen Dank im Voraus.

05.06.2016 | 12:28

Antwort

von


(1462)
Hallestr. 101
53125 Bonn
Tel: 0228 92984969
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Sehr geehrter Fragensteller,

ich möchte Ihnen Waldner/Wörle-Himmel ,Sauter/Schweyer/Waldner, Der eingetragene Verein, 20. Auflage 2016, II. Entstehung des eingetragenen Vereins
1. Der Gründungsakt a) Die Gründer, Rn. 10 hierzu zitieren:

"Die Gründer müssen zum Abschluß von Verträgen fähig, d. h. regelmäßig volljährig sein. Minderjährige (vom 7. bis 18. Lebensjahr) können selbständig als Gründer eines Vereins auftreten, wenn sie durch die Gründung lediglich einen rechtlichen Vorteil oder zumindest keinen Nachteil erlangen (§ 107 BGB ); das ist nur denkbar, wenn eine Beitragspflicht der Mitglieder in der Satzung ausgeschlossen ist. Bei Vereinsgründungen, die den Minderjährigen vermögensrechtlich belasten, bedarf er der Zustimmung seines gesetzlichen Vertreters (Eltern, Vormund). Ist nur ein einmaliger, kein laufender Beitrag zu leisten, kann der Minderjährige wieder selbständig handeln, wenn er den einmaligen Beitrag aus Mitteln begleichen kann, die ihm zur freien Verfügung überlassen sind (Taschengeld usw.; § 110 BGB ). Die Einwilligung zum Eintritt eines Minderjährigen in einen Verein bedeutet im Normalfall die im voraus erteilte Einwilligung zu allen Handlungen, die der Minderjährige in Ausübung seiner Mitgliedschaft vornehmen wird. Der gesetzliche Vertreter kann aber auch nach dem gebilligten Vereinsbeitritt des Minderjährigen darüber bestimmen, ob dieser an Vereinsversammlungen teilnehmen und ob und an welchen Abstimmungen er sich beteiligen darf und die allgemeine Einwilligung widerrufen. Aus praktischen Gründen empfiehlt es sich für den Verein, die Einwilligung in der Weise erklären zu lassen, daß sie als fortbestehend gilt, bis sie in schriftlicher Form dem Verein gegenüber widerrufen worden ist.
Ist ein Minderjähriger mit Genehmigung des Familiengerichts von seinem gesetzlichen Vertreter zum selbständigen Betrieb eines Erwerbsgeschäftes ermächtigt (§ 112 BGB ), so ist er auch befugt, sich an der Gründung eines Vereins zu beteiligen, dessen Zweck mit seinem Erwerbsunternehmen in Zusammenhang steht (Standesverein u. ä.). Hat sich der Minderjährige fälschlich als Volljähriger ausgegeben, so ist, wenn nach den obigen Ausführungen die Zustimmung eines gesetzlichen Vertreters erforderlich gewesen wäre, sein Vereinsbeitritt unwirksam."

Fazit: ein Minderjähriger kann ohne Probleme Vereinsmitglied und auch Mitgründer sein. Die gesonderte Notwendigkeit einen Betreuer zu bestellen ist nicht ersichtlich, da § 1822 BGB nicht betroffen sein dürfte.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Saeger
- Rechtsanwalt -


Bewertung des Fragestellers 17.06.2016 | 08:31

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Wir haben eine umfassende Beantwortung unserer Frage bekommen, so wie wir das gewünscht hatten und mussten hier nicht mehr nachhaken. Vielen Dank nochmals.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 17.06.2016
4,8/5,0

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