Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Gründung eines Kleinunternehmens - Steuerrechtliche und sonstige allgemeine Fragen

| 20.05.2019 10:24 |
Preis: 40,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Dietrich


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin momentan dualer Student und Beamter auf Widerruf und bin in meiner Freizeit für eine Vielzahl von Personen beratend tätig, wenn es um Computer und deren Zusammenstellung und Zusammenbau geht. Ebenso übernehme ich hin und wieder den kompletten Zusammenbau bis hin zum Versand an den "Kunden". Bislang habe ich dafür keine Gegenleistung verlangt bzw. mich mit dem zufriedengegeben, was der Einzelne zu zahlen bereit war. Da besagte Leistung aber zunehmend mehr Zeit in Anspruch nimmt, möchte ich damit gerne nebenberuflich Einnahmen generieren und auch Werbung in Form einer Website betreiben. Der erwartete Umsatz beträgt 1000€ pro Monat. Der zeitliche Aufwand wird 10h pro Monat nicht übersteigen. Dabei ergeben sich zunächst folgende Fragen:

1. Welche Unternehmensform ist für mein Vorhaben zu wählen? Jeglicher bürokratische Aufwand ist so gering zu halten wie möglich. Ebenso die steuerlichen Aufwendungen. Nach eigener Recherche scheint die Gründung eines Kleinunternehmens als geeignete Variante. Liege ich damit richtig?

2. Welche Verpflichtungen sind an die zu wählende Unternehmensform aus Frage 1 geknüpft? (insb. steuerlich)

3. Wie verläuft die Gründung eines entsprechenden Unternehmens? Ich möchte weder Angestellte beschäftigen, noch Büroräume anmieten. Alle Leistungen können von zuhause aus erledigt werden.

4. Da beim Transport von komplexen System, inbesondere wenn Wasserkühlungen verbaut werden, oder auch im Laufe der Jahre fortlaufender Nutzung Bauteile Fehler aufweisen können, möchte ich mich dahingehend absichern und im besten Fall jegliche Schuld/Pflicht von mir weisen. Ich kann nur für ein einwandfreies Produkt zum Zeitpunkt des Versands garantieren. Welche Möglichkeiten habe ich, um die Rechtsfolgen für mich auf ein Minimum zu beschränken?

Für eine ausführliche Beantwortung der Fragen wäre ich sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
N. B.

Einsatz editiert am 20.05.2019 11:04:12

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

1. Ja Sie sollten dann als Einzelunternehmer in Form des Kleinunternehmens im Sinne von § 19 UStG die Geschäftstätigkeit führen. Dies ist vom bürokratischen Aufwand und den Kosten her am günstigsten.

2. Sie müssen ein Gewerbe anmelden und natürlich die Tätigkeit auch bei der Steuer angeben. Solange Sie Kleinunternehmer sind (Grenze bei 17.500 EUR Umsatz im Jahr), müssen Sie nicht zusätzlich Umsatzsteuer abführen. Wenn Sie eine Webseite für Ihre Tätigkeit erstellen, denken Sie zudem an die rechtlichen Pflichtinhalte wie Impressum, Widerrufsbelehrung und Datenschutzerklärung.

3. Dies verläuft recht problemlos. Da Sie keine Gesellschaft gründen, müssen Sie nicht zum Notar und sich auch nicht ins Handelsregister eintragen lassen. Lediglich die Gewerbeanmeldung ist von Ihnen durchzuführen. Dafür gibt es Formularvordrucke. Wenn Sie als Beamter tätig sind, sollte zudem der Dienstherr vorab informiert werden.

4. Man kann die Haftung mit Ausnahme von einigen Fallgruppen (grobe Fahrlässigkeit, Vorsatz, Verletzungen von Körper und Gesundheit) ausschließen. Bezüglich des Versendungsrisikos ist es allerdings so, dass Sie dieses nicht gegenüber Verbrauchern (Privatkäufer) ausschließen dürfen, sondern nur gegenüber Unternehmern. Wenn also die Ware auf dem Weg zum Kunden (der Verbraucher ist) kaputt geht oder verloren geht, darf der Kunde sein Geld zurückverlangen. Sie müssten dann hierfür wiederum das Postunternehmen in Regress nehmen. Daher sollte man in einer solchen Konstellation nur mit versichertem Versand verschicken.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Dietrich
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 26.05.2019 | 17:02

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Bin sehr zufrieden mit der Antwort. Empfehlung!"
Stellungnahme vom Anwalt:
Jetzt Frage stellen