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Gründung einer Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) und Unterhaltsrecht

| 27.06.2010 09:34 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Anwälte.
ich wende mich an Sie mit einer Fragestellung zur Geschäftsgründung im Fam., da ich unterhaltspflichtig bin und vorher noch abklären möchte in wie weit sich eine Geschäftsgründung auswirkt in erster Linie auf den Kindesunterhalt und Betreuungsunterhalt

Ich möchte gerne eine Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) gründen und teilweise im Onlinevertrieb Produkte vertreiben. Kapital ist vorhanden in der Höhe von 10000€, wird als Darlehen zu 1.5% zur Verfügung gestellt. Entsprechende Buisness-und Kostenpläne habe ich erstellt, als auch Kalkulationen über die ersten drei Jahre
.
Ich gehe im Augenblick davon aus, dass ich durchschnittlich 400€ bis 600€ Umsatz realisieren kann in den ersten zwei Jahren.

Aus gesundheitlichen Gründen kann ich die Firma nur als „Nebenerwerb" betreiben, da ich als Angestellter im öffentlichen Dienst tätig bin.

Folgende Fragestellungen habe ich:
Ich bin im öffentlichen Dienst, als Angestellter in Vollzeit beschäftigt, habe eine anerkannte Behinderung von 40% werde aber bald als 50% anerkannte Behinderung haben.
Aus gesundheitlichen Gründen, Burnout, Belastungssyndrom werde ich meine Arbeitszeit reduzieren müssen, dass was meine Unternehmergesellschaft anbietet ist was ich leidenschaftlich als mein Hobby betreibe.

Was habe ich dabei zu beachten gegenüber meines Dienstherrn wenn ich meine Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) gründe?


Bin ich als alleiniger Geschäftsführer auch dazu verpflichtet zusätzlich zu meiner nichtselbstständigen Tätigkeit sozialversicherungspflichtige Beiträge zu leisten und wenn ja in welcher Höhe?

Kann ich zusätzlich zu meiner bereits 4% Altersvorsorge ( Riester-Rente )die ich aus meinen Gehalt leiste weitere berücksichtigungsfähige, insbesondere unterhaltsrechtliche Abzüge, bzw Abschreibungen vornehmen?
Greifen auch hier die 5% berufsbedingte Aufwendungen zusätzlich für mein geschäft?

Welche Versicherungen benötige ich auf jeden Fall für meine Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) zur Absicherung von Ansprüchen Dritter?


Ich leiste regelmässig Unterhalt für ein Kind ( 10 Monate ), kann aber für die Kindsmutter keinen Betreuungsunterhalt nach § 1615l BGB (in Ermangelung von verteilungsfähiger Masse leisten. Rechtswahrungsanzeige der ARGE nach § 33 SGB II bestätigte dies das keine Masse da war nach deren Berechnung zur Verteilung, eine gewünschte Titulierung hierfür oder Vereinbarung zur Ratenzahlung wurde von mir abgelehnt da ich selbst erst nach vier Jahren wieder mehr als den nötigen Selbstbehalt haben werde.
Kann ich erneut von der ARGE „in die Pflicht" genommen werden wegen Leistungen an die Kindsmutter? Anrechnung fiktiver Einkünfte, bzw. Realisierung von möglichen Gewinnen? Eine genaue Prognose ist ja nicht möglich da die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) noch keine Bilanzen, bzw. Umsätze realisiert hat

Da die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) rechtlich anders als eine Personengesellschaft ist sind andere Abschreibungsmöglichkeiten vorhanden sowie auch die Obliegenheit das ich 25% vom Gewinn in das Stammkapital überführe. Können die auch als fiktiv angesehen werden sowie auch die Rücklagenbildung für das Geschäftskonto da ich ja anders als eine GMBH Vorsorge zur Sicherung meiner Zahlungsfähigkeit habe?

Ich hoffe die Fragestellung ist nicht zu komplex gehalten und freue mich auf Ihre Antworten.

27.06.2010 | 09:48

Antwort

von


(944)
Golmsdorfer Str. 11
07749 Jena
Tel: 036412692037
Web: http://www.jena-rechtsberatung.de
E-Mail:

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in)

die von Ihnen gestellten Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie Ihres Einsatzes wie folgt:


Was habe ich dabei zu beachten gegenüber meines Dienstherrn wenn ich meine Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) gründe?

Hier muss das Nebengewerbe bei dem Dienstherrn angemeldet und von diesem genehmigt werden. Ansonsten kann es zu Problemen kommen.


Bin ich als alleiniger Geschäftsführer auch dazu verpflichtet zusätzlich zu meiner nichtselbstständigen Tätigkeit sozialversicherungspflichtige Beiträge zu leisten und wenn ja in welcher Höhe?

Nein, das müssen Sie nicht.


Kann ich zusätzlich zu meiner bereits 4% Altersvorsorge ( Riester-Rente )die ich aus meinen Gehalt leiste weitere berücksichtigungsfähige, insbesondere unterhaltsrechtliche Abzüge, bzw Abschreibungen vornehmen?

Wenn die Firma Verluste macht oder Sie große Ausgaben haben, können diese Posten in Ansatz gebracht werden.


Greifen auch hier die 5% berufsbedingte Aufwendungen zusätzlich für mein Geschäft?

Wenn Sie solche Aufwendungen haben, kann man solche auch aus dem Nebenerwerb einbringen.


Welche Versicherungen benötige ich auf jeden Fall für meine Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) zur Absicherung von Ansprüchen Dritter?

In erster Linie ist eine Haftpflichtversicherung und am besten auch eine Rechtsschutzversicherung erforderlich.


Ich leiste regelmäßig Unterhalt für ein Kind ( 10 Monate ), kann aber für die Kindsmutter keinen Betreuungsunterhalt nach § 1615l BGB (in Ermangelung von verteilungsfähiger Masse leisten. Rechtswahrungsanzeige der ARGE nach § 33 SGB II bestätigte dies das keine Masse da war nach deren Berechnung zur Verteilung, eine gewünschte Titulierung hierfür oder Vereinbarung zur Ratenzahlung wurde von mir abgelehnt da ich selbst erst nach vier Jahren wieder mehr als den nötigen Selbstbehalt haben werde.
Kann ich erneut von der ARGE „in die Pflicht" genommen werden wegen Leistungen an die Kindsmutter? Anrechnung fiktiver Einkünfte, bzw. Realisierung von möglichen Gewinnen? Eine genaue Prognose ist ja nicht möglich da die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) noch keine Bilanzen, bzw. Umsätze realisiert hat

Den Betreuungsunterhalt hat man in der Regel 3 Jahre nach Geburt des Kindes zu zahlen und darüber hinaus, wenn die Mutter dann noch nicht wieder arbeiten gehen kann.

Daher kann auch Ihre Nebenerwerb, also das zusätzliche Einkommen herangezogen werden.


Da die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) rechtlich anders als eine Personengesellschaft ist sind andere Abschreibungsmöglichkeiten vorhanden sowie auch die Obliegenheit das ich 25% vom Gewinn in das Stammkapital überführe. Können die auch als fiktiv angesehen werden sowie auch die Rücklagenbildung für das Geschäftskonto da ich ja anders als eine GmbH Vorsorge zur Sicherung meiner Zahlungsfähigkeit habe?

Nein, das geht so nicht ohne Weiteres.


Rechtsanwalt Steffan Schwerin

Bewertung des Fragestellers 14.02.2012 | 17:29

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