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Gründung einer Firma steuersparend wirksam?

| 22.03.2015 11:24 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Guten Tag,

ich werde demnächst in eine Startup-Firma als Joint Venture Capitalist mit einem Betrag X im fünfstelligen Bereich einsteigen. Dieser wird im Verlaufe der Zeit - je nach Geschäftsverlauf und voraussichtlich in 2016 - erhöht werden. Das Geld wird dann ein paar Jahre in der Firma verbleiben und nach dieser Zeit gem. einer Bewertung der Firma mit (hoffentlich) mehrfacher Kapitalvermehrung entsprechend dem dann geltenden Geschäftswert zurückgezahlt werden. Ein Beteiligung am Gewinn der Unternehmung findet nicht statt.

Meine Fragen hierzu:
1) Lohnt sich aus Steuervermeidungs-Sicht die Gründung einer Firma durch mich?
2) Wenn ja, welche Geschäftsform würde sich anbieten? Evtl. UG/GmbH?

Danke im Voraus.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst grundsätzlich, die Gründung eines Unternehmens würde nur dann Sinn machen, wenn die Steuerbelastung bei der Rückführung der erwarteten Gewinne geringer ausfiele, als bei einer direkten Beteiligung und gleichzeitig die entstehenden Verwaltungskosten nicht außerdem das Ergebnis belasten würden.

Zuerst ist hier zu berücksichtigen, dass bei der Gründung eines Unternehmens aus bei Ihnen bereits versteuerten Einnahmen schon einmal kein Vorteil entsteht. Weiterhin wäre allenfalls eine Gesellschaftsform zu bedenken, welche unter das Körperschaftssteuergesetz fallen würde. Dann aber müssten Sie einen Gründungsaufwand, jährliche Jahresabschlüsse und Steuererklärungen im Bereich des Verwaltungsaufwandes berücksichtigen. Berücksichtigt man jedoch die Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer auf Gesellschaftsebene und die bei Ihnen anfallende Steuerbelastung im Rahmen einer Ausschüttung so ist - ohne Kenntnis Ihrer aktuellen Steuerbelastung die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass sich eine Unternehmensgründung bei Ihnen nicht lohnen wird und eine solche im Rahmen einer lediglich einmaligen Investition auch grundsätzlich aus steuerlichen Gründen nicht sinnvoll ist.

Die Körperschaftssteuerbelastung liegt bei 15% derzeit, die Gewerbesteuerbelastung bei mindestens 7%, dazu kommt dann die Belastung bei einer Ausschüttung im Rahmen einer Kapitalgesellschaft, derzeit also 25%. Also insofern fällt auch hier ein erheblicher Block an und es kommt zu einer (normalen) Doppelbesteuerung bei Ihnen.

Tatsächlich wäre eine Steuerbelastungsrechnung auf der Basis erwarteter Ergebnisse und Ihrer individuellen Steuerbelastung notwendig, die hier jedoch wegen der notwendigen Detailtiefe nicht angestellt werden kann.

Hinzu käme aber auch noch, dass die Frage natürlich nur auf dem Stand der heutigen Gesetzeslage beantwortet werden kann. Bei langfristigen Investments jedoch sollte man davon ausgehen, dass sich diese Basis deutlich ändern kann, lediglich im Bereich der Einkommensbesteuerung kann man eher von konstanten rechtlichen Rahmenbedingungen ausgehen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 22.03.2015 | 23:16

Sehr geehrter Herr Busch,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Folgende Zusatzfrage hätte ich noch: Ich überlege ebenfalls, wenn auch für einen anderen Wirtschaftszweig, eine Firma (nennen wir sie Firma 2) zu gründen, welche voraussichtlich regelmäßige Umsätze in eher kleinerem Rahmen generieren würde.

Gleichzeitig wäre ich noch im Angestelltenverhältnis mit einem Durchschnittssteuersatz von ca. 27%.

Wäre es daher interessant, im Rahmen dieser "Firma 2" das Investment für das andere Startup-Unternehmen einzubringen, um ggfs. Steuern zu sparen? Bzw. welche Gesellschaftsform wäre dann von Vorteil?

Danke und freundliche Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 23.03.2015 | 08:41

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Mit den von Ihnen vorgegebenen Modifikationen kann eine Kapitalgesellschaft, hier eine GmbH oder UG, welche sich in rechtlicher Hinsicht nicht unterscheiden (die UG ist lediglich die kleine Form der GmbH mit einigen Sonderregeln) durchaus lohnen. Aber auch in diesem Fall empfehle ich Ihnen einmal eine Vergleichsberechnung mit Ihrem Steuerberater.
Sofern allein Ihr Steuersatz von 27% im Rahmen Ihrer Einkommensbesteuerung zum Tragen käme, so ist die Gründung einer Gesellschaft mit den nun vorliegenden Angaben gleichwohl eine "knappe" Sache. Hier wird es tatsächlich vom zu erwartenden Gewinn abhängen, ob es insgesamt sinnvoll ist, eine solche Kapitalgesellschaft zu errichten, oder nicht.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage damit beantwortet zu haben und wünsche eine angenehme Woche.

Bewertung des Fragestellers 25.03.2015 | 10:10

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