Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Gründung GmbH - Ein Gesellschafter schlechte Bonität und Kredit für GmbH

28.06.2021 22:56 |
Preis: 35,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Anwälte,

ich plane mit einer weiteren Person eine GmbH zu gründen. Es wird eine gut laufende Firma übernommen. Die Firma hat sehr gute Ergebnisse in der BWA.

Einer der Gesellschafter hat eine "astreine" Bonität. Der andere Gesellschafter jedoch eine negative Schufa.

Die GmbH wird ein Kredit aufnehmen um das Vorhaben zu realisieren.

Wir stellen uns natürlich grade die Frage, ob und in wie fern die Bank die Bonität der Gesellschafter prüft.

Welche Konstellation ist hier am "unproblematischsten"?

1. Person mit guter Bonität wird Geschäftsführer, Person mit schlechter Bonität wird Gesellschafter (es ist bekannt, dass die Anteile gepfändet werden könnten)
2. Beide Personen werden Geschäftsführer
3. Person mit guter Bonität wird Geschäftsführer, Person mit schlechter Bonität wird Gesellschafter - unterschiedliches Anteilsverhältnis, z.B. 51 Anteile Person mit guter Boni und 49 Person mit schlechter Boni

- Spielt die Bonität hier überhaupt eine Rolle?
- Wird die Bonität der GmbH beeinflusst wenn einer der Gesellschafter bzw. Geschäftsführenden Gesellschafter eine schlechte Boni hat?
- Bei welchen Anteilsteilen ist es einer Bank "egal" wie die Boni der Person ist, oder ist hier eher die Kernfrage, ob die Person mit negativ Merkmalen operativ tätig wird?

Generell kann man natürlich die Person mit der schlechten Boni mit Anteilen ausstatten, Anstellen und mit Prokura versehen.

- Gibt es noch andere Konstellationen die in diesem Fall vielleicht helfen können?

- Verhält sich die Bonität im Bezug auf die Frage anders bei einer GmbH und Co KG?

Es geht hier generell um die Kernfrage der Kreditentscheidung bei der Bank und der Konstellation die im Businessplan abgebildet wird.

Vielen Dank für Ihre Hilfe

29.06.2021 | 00:05

Antwort

von


(49)
Hochstraße 82
55128 Mainz
Tel: 015120509460
Web: https://ganzrecht.net
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung der von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen möchte ich nachfolgend gerne die von Ihnen gestellte Anfrage beantworten.

Beachten Sie jedoch bitte, dass im Einzelfall weitergehende Informationen für eine fundiertere Einschätzung der Rechtslage erforderlich sein können und dass das Fehlen relevanter Informationen dazu führen kann, dass die Einschätzung unter Berücksichtigung solcher Informationen eine andere sein könnte. Auch kann diese Einschätzung in vielen Fällen ein persönliches Beratungsgespräch nicht ersetzen.

Bei der Beantwortung habe ich folgende Annahmen zugrunde gelegt:

- Eine GmbH wird mit zwei Gesellschaftern gegründet.
- Die Bonität des einen Gesellschafters ist als positiv, die des anderen als negativ einzuordnen.

Demzufolge stellt sich die Lage wie folgt dar:

Ihre Frage ist eher praktischer als rechtlicher Art, da sie darauf abzielt, wie der Darlehensgeber (die Bank) sich voraussichtlich verhalten wird. Aus praktischer Erfahrung kann ich Ihnen hier jedoch auch helfen.

Grundsätzlich wird die Bank erst einmal darauf abstellen, wie die wirtschaftliche Lage sowie Aussichten der GmbH sind. Gibt es hier - wie üblich bei einer Neugründung - keine Erfahrungswerte, wird man das Geschäftsmodell überprüfen. Sodann ist es bei einer Kreditgewährung angesichts der fehlenden persönlichen Haftung der Gesellschafter üblich, dass diese Bürgschaften stellen. Hier wird mindestens der Gesellschafter mit der besseren Bonität in Anspruch genommen werden, eher aber beide, um auch die Haftung und damit Verantwortung des zweiten sicherzustellen.

Wer in dieser Situation Geschäftsführer ist, ist nicht wirklich entscheidend. Gleiches gilt für das Anteilsverhältnis. Die Bank will sicherstellen, dass im Falle der Zahlungsunfähigkeit der GmbH ein solventer Schuldner zur Verfügung steht. Wer operativ tätig wird, ist eine Frage der Tragfähigkeit des Geschäftsmodells. Wenn man den Geschäftsführer für ungeeignet hält, kann dies natürlich ein Ausschlusskriterium sein.

Allerdings ist nicht zu empfehlen, die Person mit schlechter Bonität zum Alleingesellschafter zu machen, da eine Gesellschafter-Bürgschaft dann eher wenig wert sein könnte, diese jedoch einer sonstigen Drittbürgschaft immer vorzuziehen ist. Daher ist tendenziell zu empfehlen, dass beide zu erheblichen Anteilen Gesellschafter werden. Dies ist aber, wie gesagt, wohl nicht entscheidend.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Informationen bestmöglich geholfen zu haben und wünsche Ihnen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Lenz
-Rechtsanwalt-


Rechtsanwalt Christian Lenz

ANTWORT VON

(49)

Hochstraße 82
55128 Mainz
Tel: 015120509460
Web: https://ganzrecht.net
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Erbrecht, Gesellschaftsrecht, Kaufrecht, Vertragsrecht, Wirtschaftsrecht, Zivilrecht, Mietrecht, Schadensersatzrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 94520 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Die Antwort war sehr gut verständlich, auch wenn ich mir eine sehr anders lautende Antwort gewünscht hätte. Nun habe ich aber wenigstens Klarheit und kann mir den Aufwand eines Rechtstreites (den ich verlieren würde) sparen. ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr schnelle und gute Auskunft. Mal sehen was der Vermieter noch so alles auf Lager hat. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super, vielen Dank für die schnelle und verständliche Antwort. ...
FRAGESTELLER