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Gründung GbR (Verlag)

30.03.2016 17:21 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,
zusammen mit einem Kollegen möchte ich einen kleinen Verlag gründen, der monatlich ein kostenloses Magazin (Auflage im sechs-stelligen Bereich) herausbringen wird. Das Magazin finanziert sich durch Werbeanzeigen.

Zur Wahl der Rechtsform habe ich eine Frage:

1. Bei der Wahl einer GbR
Ist es möglich bei einer GbR vertraglich die Auszahlung der Gewinne zu unterbinden, so dass z.B. im Jahr 1 der Gewinn von z.B. 80.000 Euro nicht in den privaten Steuererklärungen der Gesellschafter auftaucht, damit diese steuerlich gesehen keine Einnahmen haben. Die Auszahlung des Gewinns und somit die Versteuerung würde erst in Jahr 2 / 3 erfolgen. Der Gewinn von Jahr 1 würde auf dem Konto der GbR bleiben. Ist das legal?

Welche Steuer muss eine solche GbR zahlen?

Vielen Dank,

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Das "Stehenlassen" von Gewinnen im Unternehmen ist bei einer GbR nur möglich, wenn diese bilanziert, das heißt neben der Gewinn- und Verlustrechnung auch eine Bilanz erstellt. Nur dann können Gewinne in Rücklagen eingestellt werden, was zunächst die Besteuerung auf Ebene der Gesellschafter verhindert. Üblicherweise wird bei einer GbR die Gewinnerermittlung aber mittels einer einfachen Einnahmen-Überschussrechnung vorgenommen. In diesem Fall wird der ermittelte Gewinn nach der im Gesellschaftsvertrag vereinbarten Aufteilung auf die einzelnen Gesellschafter geschlüsselt und entsprechend besteuert. Mit einer einfachen Vereinbarung im Vertrag können Sie Ihr Ziel also nicht erreichen, vielmehr müssen Sie eine (recht aufwändige) Bilanz erstellen. Sprechen Sie am besten mit einem Steuerberater, ob dieser Aufwand sich für Sie überhaupt lohnt.

2. Die GbR an sich ist weder einkommen-, noch körperschaftsteuerpflichtig, die Besteuerung erfolgt insoweit nur auf Ebene der Gesellschafter. Soweit die GbR allerdings ein Gewerbe im Sinne von § 2 Abs. 1 Gewerbesteuergesetz (GewStG) ausübt, ist sie gewerbesteuerpflichtig. Daneben besteht eine Umsatzsteuerpflicht, soweit nicht die Kleinunternehmerregelung gemäß § 19 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) zur Anwendung kommt, der Umsatz im Gründungsjahr also nicht mehr als 17.500 Euro beträgt. Auch hier empfehle ich Ihnen die Rücksprache mit einem Steuerberater, inwieweit diese Steuerarten für Sie relevant werden könnten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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