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Gründung-Auflösung 2015-2017 Buchführungspflicht nicht nachgekommen


| 24.04.2018 22:37 |
Preis: 100,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Wer (auch irrtümlich) seine steuerlichen Pflichten "verschlampt" hat, sollte unbedingt einen qualifizierten Steuerberater beauftragen, damit es nur geringe steuerliche Nachzahlungen und keine steuerstrafrechtlichen Strafen gibt.


Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe im September 2015 einen landwirtschaftlichen Betrieb gepachtet, dieser Umfssste 92 Hektar Ackerland und zwischen 2016 und 2017 ca 3000 Bio-Legehennen! Durch fehlendes Wissen und meiner persönlichen Nachlässigkeit würde von mir in der Gesamten Zeit keine Buchführung geführt und einige Belege sowie die Dokumentation der Barkasse sind nicht vorhanden oder unvöllständig!

Eine Steuerliche Beratung habe ich keine! Welche Strafrechtlchen bzw. Steuerlichen Konsequenzen können für mich auftreten ? Es ist, selbst wenn ich wollte für michnunmöglich die Buchführung der letzen Jahre zu rekonstruieren!

Ende 2017 wurde der Betrieb von mir komplett aufgelöst, da ich keine Maschinen oder Flächen besitze, sind hier keine Sondererlöse entstanden.

Welche Schritte sollte ich einleiten um hier keine Strafe zu Riskieren?

Viele Dank vorab.
24.04.2018 | 23:23

Antwort

von


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1. Sie sollten sich unbedingt an einen Steuerberater, vorzugsweise an einen Steuerberater, der die Bezeichnung "landwirtschaftliche Buchstelle" führen darf, wenden. Denn die Bezeichnung "landwirtschaftliche Buchstelle" darf nur führen, wer entsprechende Spezialkenntnisse nachweisen kann. Und genau diese landwirtschaftliche Branchenerfahrung brauchen Sie. Unter
https://www.dstv.de/suchservice/steuerberater-suchen finden Sie ein Suchformular. Dort können Sie neben Ihrer Postleitzahl auch den Tätigkeitsbereich "landwirtschaftliche Buchstelle" einstellen und geeignete Berater in Ihrer Nähe finden.

2. Denn was droht Ihnen? Was ist Ihr Risiko? Zum einen könnte es zu einer (ggf. hohen) Steuernachzahlung kommen. Betroffen können die Einkommensteuer, möglicherweise auch die Gewerbesteuer, die Umsatzsteuer und die Lohnsteuer (bei Arbeitnehmern) sein. Umsatzsteuer und Lohnsteuer sind keine gewinnabhängigen Steuern, so dass sie gehörig "zu Buche" schlagen können, selbst wenn Sie keinen Gewinn gemacht haben.
Zum anderen kann sogar - meist abhängig von der Höhe - ein Steuerstrafverfahren eröffnet werden. Dann käme auf Sie ggf. und vermutlich noch eine erhebliche Geldstrafe zu.

3. Beidem können Sie mit der Beauftragung eines qualifizierten Beraters begegnen. Die Folgen eines Steuerstrafverfahrens lassen sich insoweit ganz vermeiden (Stichwort: Selbstanzeige). Die rein steuerlichen Auswirkungen lassen sich so steuern und begrenzen.

Denn mit einem Berater können Sie Ihre steuerlichen Verhältnisse aufarbeiten. Ein Berater mit Branchenerfahrung weiß, was in der Branche verdient wird. Er hat diese Informationen bzw. kann sich diese beschaffen. Er kann anhand Ihrer Daten (z. B. Kontobelege, Betriebsaufbau und -organisation etc.) eine Rekonstruktion und Schätzung vornehmen.

Dies bietet zwei Vorteile. Zum einen wird einem seriösen Berater Vertrauen entgegengebracht. Der Berater erklärt ja nichts zu seinen eigenen Verhältnissen, sondern profitiert nur sehr mittelbar über sein Honorar. Wenn Sie ohne Berater beim Finanzamt auftreten, wird das Finanzamt Ihnen kaum Glauben schenken, da Sie selbst ja in voller Höhe von einer niedrigeren Steuer profitieren.
Zum anderen kann ein Berater mit "dem ersten Aufschlag" bereits lenken. Er kann zudem seine Ergebnisse überzeugend betriebswirtschaftlich begründen. Schätzt hingegen das Finanzamt als erstes, so ist es deutlich schwieriger den Betrag abzusenken. Sie werden aus eigener Erfahrung wissen, dass Menschen ihre Position nicht mehr verändern wollen, wenn sie erstmal zu einer Meinung gelangt sind.
Und zu guter Letzt kennt der Berater vielleicht die entsprechenden Sachbearbeiter beim Finanzamt und kann sogar persönliches Vertrauen in Anspruch nehmen.

Quintessenz: Unbedingt einen Steuerberater mit der Bezeichnung "landwirtschaftliche Buchstelle" beauftragen.


Rechtsanwalt Hauke Hagena

Bewertung des Fragestellers 26.04.2018 | 09:49


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