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Grooming im Internetchat durch einen prominenten Erwachsene bei einem 14 Jährigen


| 05.12.2012 20:45 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht



Sehr geehrter Anwalt,
mein Sohn (14 Jahre) pflegte über viele Monate einen Chatkontakt zu einem prominenten Radiomoderator in seiner Nähe. Mein Sohn war ein großer Fan von ihm - da er selbst in seiner Freizeit bei einem Jugendsender als Moderator hin und wieder hinter dem Mikrophon steht und diesen Prominenten verehrt - bis zu dem Tag, als dieser Moderator ihn aufforderte mit ihm (meinem Sohn) via Webkamera einen Porno gemeinsam in Unterhose (jeder sitzend vor seinem eigenem PC) zu sehen. Mein Sohn wiegelte ab, suchte nach Ausreden, gab aber irgendwann dem Drängen nach. Als mein Sohn danach beschämt den Kontakt einschlafen lassen wollte, suchte der Moderator immer wieder den Kontakt und ließ nicht mehr locker. Doch mein Sohn gelang es dann den Kontakt abzubrechen und vertraute sich mir an. Die Polizei wies uns allerdings ab, da mein Sohn bereits über 14 Jahre alt sei. Für ihn (und für mich) bricht eine Welt zusammen, wenn dieser Mann ungeschoren davon kommen sollte und es vielleicht bei anderen Kindern noch weiter schaffen könnte. Mein Sohn ist seitdem in der Schule schlechter geworden, konzentriert sich sehr schlecht, schläft schlecht, hat Alpträume und fühlt sich manchmal verfolgt. Mein Sohn als auch ich, möchten dennoch diesen Mann anzeigen. Wir sind sicher, dass sich auf seinem PC illegale Kinderfotos finden können, ebenso wie Kinderkontakte, sicherlich auch mit jüngeren Kindern, als mit meinem Sohn.
Was raten Sie uns?
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Sehr geehrte Ratsuchende,

der Moderator hat sich wegen der Verbreitung pornographischer Schriften (§ 184 StGB) und möglicherweise auch wegen Nachstellung (§ 238 StGB) strafbar gemacht.
Die Verbreitung pornographischer Schriften wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.
Die Nachstellung wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
Andere Delikte kommen nicht in Betracht, da Ihr Sohn mit 14 Jahren bereits als Jugendlicher und nicht mehr als Kind im Sinne des Strafrechts gilt.
Sie und Ihr Sohn haben die Taten bereits bei der Polizei angezeigt. Das die Polizei nichts unternimmt, sollten Sie erneut Anzeige bei der Staatsanwaltschaft oder dem Amtsgericht stellen. Die Anzeige kann zwar grundsätzlich auch mündlich angebracht werden (§ 158 Abs. 1 StPO).
Jedoch handelt es sich bei der Nachstellung um ein relatives Antragsdelikt (§ 238 Abs. 4 StGB).
Deshalb sollte ein schriftlicher Strafantrag gemäß § 158 Abs. 2 StPO gestellt werden. Diesen können auch Sie als gesetzliche Vertreterin Ihres Sohnes stellen (§ 77 Abs. 3 StGB).
Wenn Sie Strafanzeige und Strafantrag angebracht haben, wird die Staatsanwaltschaft ermitteln, ob dem Moderator die Taten nachwiesen werden können. Möglicherweise werden dabei auch Hinweise auf weitere Straftaten (entsprechende Photos etc.) gefunden, von denen Sie ausgehen.
Sollte die Staatsanwaltschaft zu dem Ergebnis kommen, dass sich die Tat nicht nachweisen lässt, bliebe Ihnen noch das Klageerzwingunsgverfahren gemäß §§ 172 StPO ff.. Hierüber wären Sie bzw. Ihr Sohn aber in einem entsprechenden Bescheid zu belehren
Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Manuel Rambeck

Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 05.12.2012 | 22:15

Herzlichen Dank für ihre Antwort, Herr Rambeck,
ich habe es befürchtet, dass mein Sohn mit 14 Jahren in diesem Fall bereits kein schützenswertes Alter nach unserem StGB mehr besitzt und finde, dass dies dringend geändert werden sollte. Auch die 14-17 Jährigen sind häufig noch naiv, leichtgläubig und leicht zu manipulieren, dass sie in einem eigenen Gesetz/Absatz zu schützen sein sollten.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.12.2012 | 22:29

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für die freundliche Bewertung.

Mit freundlichen Grüßen

Manuel Rambeck

Bewertung des Fragestellers 05.12.2012 | 22:17


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FRAGESTELLER 05.12.2012 5/5.0
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