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Großer Warenbetrug


01.10.2006 16:48 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Hallo,

Ich habe vor kurzer Zeit per Betrug über 7000,- Euro eingenommen. Jedoch bin ich nicht schon Vorbestraft. Ich habe Ware Verkauft die ich nicht hatte und das Geld bekommen, ohne danach jegliche Ware abzusenden. Ich habe bereits einen Stapel Anzeigen und eingesehen das dass was ich getan habe wirklich Schlecht war. Deswegen möchte ich mich gern selber bei der Polizei Anzeigen um an eine Milde strafe zu kommen. Wie hoch würde die Strafe ausfallen? Ich bin jetzt 18 Jahre aber der meiste Teil des Betruges war als ich noch 17 war. Vielen dank!

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Sehr geehrter Fragesteller,

wenn ich Ihre Frage richtig interpretiere sind Sie bis dato nicht vorbestraft und haben sich nunmehr des Betrugs gem. §263 I StGB strafbar gemacht.

Eine Selbstanzeige, bzw. ein Geständnis bei der Polizei/Staatsanwaltschaft ist selbstverständlich jederzeit möglich.
Zudem wäre in Ihnem Fall wohl parallel an eine Kontaktaufnahme zu dem Geschädigten, verbunden mit dem Versuch den entstandenen Schaden bspw. durch die Vereinbarung einer Ratenzahlung im Rahmen des sog. Täter-Opfer-Ausgleichs (§46a StGB) auszugleichen, zu denken.

Ich rate Ihnen in jedem Fall jedoch dringend, vorab einen auf Strafrecht spezialisierten Kollegen/Kollegin an Ihrem Wohnort aufzusuchen und mit diesem/dieser das weitere Vorgehen zu planen und sich bezogen auf Ihren konkreten Fall eingehend beraten zu lassen und keinesfalls alleine bspw. bei der Polizei vorstellig zu werden.


Bezüglich des zu erwartenden Strafmaßes sieht §263 I StGB eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren, bzw. eine Geldstrafe vor.

Da Ihren Angaben zu entnehmen ist, dass Sie bereits "einen ganzen Stapel an Anzeigen haben" könnte hier evtl. auch ein Fall des §263 III Nr. 1 oder 2 StGB, also ein besonders schweren Fall des Betrugs vorliegen; das Strafmaß läge dann zwischen 6 Monaten und 10 Jahren Freiheitsstrafe.

Angesichts Ihres Altes kommt allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Anwendung des Jugenstrafrechts in Betracht, so dass die Strafe deutlich milder ausfallen kann.

Eine wirklich konkrete Abschätzung des für Sie drohenden strafrechtlichen Folgen ist hier allerdings ohne genaue Kenntnis des Sachverhalts zu meinem Bedauern nicht möglich.

Ich kann Ihnen nur noch einmal dringend raten sich UMGEHEND mit einem Kollegen oder einer Kollegin an Ihrem Wohnort in Verbindung zu setzen.

Der Kollege/Die Kollegin kann sodann Akteneinsicht nehmen, alle relevanten Unterlagen sichten, mit dem/den Geschädigten in Ihrem Namen Kontakt aufnehmen, evtl. ein Geständnis vorbereiten und anschließend auch relativ präzise abschätzen, in welchem Rahmen sich das zu erwartende Strafmaß bewegen wird.

Ich hoffe ich habe Ihnen hiermit eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht, stehe für Rückfragen natürlich jederzeit zur Verfügung und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Michael Kümpfbeck
Rechtsanwalt
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