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GroßelternUnterhaltszahlung für Enkel

| 12.05.2020 12:51 |
Preis: 70,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


11:47
Der Enkel ist 19 Jahre alt, und ich bin lt. Gerichtsurteil verpflichtet als Großvater Unterhalt zu zahlen.
Mit Beginn der einer Ausbildung sind die Eigeneinkünfte des Enkels so hoch, dass meine Leistungspflicht entfällt.
Nun, ca. 6 Monate vor Ende der Ausbildung trägt sich der Enkel mit dem Gedanken, die Ausbildung abzubrechen, ohne das es hierfür erkennbare oder gesundheitliche Grüne gibt; auch sein Ausbildungsbetrieb bemüht sich um ihn, um ihn zum Weitermachen und zum Abschluss zu motivieren.
Nach einem Abbruch möchte der Enkel ein "Ruhe-Jahr" oder ein soziales Jahr einlegen oder eine neue
Ausbildung in einem anderen Beruf beginnen.
Muss ich erneut zahlen, wenn er seine Ausbildung abbricht
Muss ich erneut zahlen, wenn er die Abschlussprüfung nicht bestehen würde und keine andere
andere Arbeit annimmt?
Muss ich im Ruhe oder Sozialen-Jahr zahlen?
Muss ich zahlen, wenn er eine neue Ausbildung beginnt und hier die Einkünfte nicht so hoch sind
wie bei seiner derzeitigen Ausbildung.
Wie lange muss ich überhaupt zahlen, wenn er überhaupt keine Arbeit mehr aufnimmt.
Ich denke, derartige Fragen werden Ihnen des Öfteren gestellt und darf mich für Ihre
Antworten bedanken

12.05.2020 | 14:06

Antwort

von


(2189)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:
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Sehr geehrter Ratsuchender,


der Abbruch einer Ausbildung lässt den Unterhaltsanspruch nicht entfallen, d.h. er lebt dann wieder auf.

Aber das gilt nur dann, wenn der Abbruch zeitnah nach Beginn der Ausbildung erfolgt, also im ersten Lehrjahr.

Ein späterer Abbruch muss dann entsprechende, nachvollziehbare Gründe haben. Die Ausbildung darf dem Enkel dann nicht mehr zumutbar sein

Sind solche Gründe nicht vorhanden oder werden nicht genannt und will sogar der Ausbildungsbetrieb die Weiterbeschäftigung, dann kommt der Unterhaltsanspruch nicht mehr in Betracht.

Weiter gilt:

Sucht der Enkel (sogar bei einem berechtigten Abbruch) auch keine neue Ausbildungsstelle (20-30 ernsthafte Bewerbungen pro Monat müsste er nachweisen), entfällt der Unterhaltsanspruch auch deshalb schon-

Eine Zweitausbildung muss von Ihnen nicht finanziert werden, es sei denn, diese Zweitausbildung war von vorneherein geplant. Davon ist hier aber nicht auszugehen.

Der Enkel muss seine Ausbildung zielstrebig absolvieren.

Macht er das nicht, verliert er auch dann seinen Unterhaltsanspruch.

Wird dann keine Ausbildung oder kein Studium absolviert, so muss der Enkel einen eigenen Beruf ausüben, der auch unterhalb ihres Ausbildungsgrades liegen kann, also auch ungelernte Gelegenheitsbeschäftigungen ausführen.

Sofern Sie zu Unterhaltszahlungen verurteilt worden sind, entfällt der Anspruch aber nicht automatisch.

Sie müssen diesen Titel (das Urteil oder einen Beschluss) schnell abändern lassen, da sonst aus dem Urteil sogar dann vollstreckt werden kann, wenn eigentlich kein Anspruch mehr besteht.

Daher sollten Sie ganz schnell die Abänderung gerichtlich beantragen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


Nachfrage vom Fragesteller 13.05.2020 | 11:37

vielen Dank für Ihre Informationen. Konnte mich auf Grund eines totalen Netzausfalls erst jetzt melden, und stelle daher hiermit meine Zusatzfrage bzgl. einem späteren Abbruch:
Wer entscheidet, was nachvollziehbare Gründe sein können, und was dem Auszubildenden nicht mehr zumutbar ist? Ein Psychologe möglicherweise wegen möglicherweise, angeblicher Depressionen, die aber strukturell schon vor Beginn der Ausbildung vorhanden waren; von heute auf morgen aufkommendes Desinteresse an der Arbeit?
Danke für die Beantwortung dieser sicher nicht einfachen Frage.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.05.2020 | 11:47

Sehr geehrter Ratsuchender,

entscheiden wird es im Zweifel der Amtsrichter beim Familiengericht.

Und die Gerichte sind da sehr streng, wenn ein Volljähriger plötzlich die Ausbildung in diesem Stadium abbricht.

Es ist möglich, dass ein Gutachten eingeholt wird.

Aber wenn alles schon vorher vorhanden gewesen ist, müsste der Enkel schon sehr genau darlegen können, warum

a) es sich verschlechtert haben soll
b) er nichts unternpommen hat, um sich behandeln zu lassen
c) er keine krankheitsbedingte Auszeit, sondern den Abbruch genommen hat.

All das dürfte kaum vom Enkel vorgetragen und nachgewiesen werden können.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 13.05.2020 | 11:42

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