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Großeltern wollen Sorgerecht, weil unser Sohn zwischenzeitlich dort lebt

| 21.04.2008 08:29 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Erstmal zur Vorgeschichte:
Im Januar 2004 kahm unser Sohn zur Welt und bis sommer 2005 lebte er bei uns.
Durch Verschuldung sind wir in eine finanzielle Notlage geraten und meine Eltern haben uns angeboten denn kleinen für kurze zeit zu nehmen bis wir wieder im grünen Bereich sind. und aus ein paar wochen wurden Monate und nun sind es schon 2,5 Jahre die er bei meinen Eltern wohnt.
er geht da auch in den Kindergarten aber wir fahren jeden Monat 3-4 Tage zu besuch (wohnen 220km entfernt)habe fast täglich Telefon oder Web Kontakt. der kleine liebt uns und wir ihn und wenn wir zu besuch sind sind meine eltern abgeschrieben und wir sind sein ein und alles.
Nun zu meinem Problem:
meine Eltern wollen nun das Sorgerecht per Gericht einklagen wir haben auch schon einen termin aber wir wollen das sorgerecht auf keinen fall abgeben.wir sind in der vorbereitung zur privatinsolvenze und unser leben läuft auch wieder in geregelten bahnen wir werden nächstes jahr auch wieder in die nähe meiner eltern ziehen und denn kleinen zu uns holen.
wir haben auch schon versucht den kleinen zurück zu holen er hat damit auch kein problem ganz im gegenteil die ein problem damit haben sind meine eltern die nicht los lassen können.also kann ich die sorgerechtsklage noch abwenden oder werden wir das sorgerecht verlieren?
vielen dank für Ihre Mühe.

Sehr geehrter Ratsuchender,

ein Antrag der Großeltern hat nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn diese darlegen und beweisen können, dass die Übertragung des Sorgerechts unbedingt zum Wohl des Kindes erforderlich ist.

Das Kindeswohl ist das wichtigste Entscheidungsmerkmal. Aus dem Antrag muss ersichtlich sein, dass zum Wohle des Kindes Ihnen das Sorgerecht zu entziehen ist. Das muss ausgeführt und ausreichend begründet sein. Allein die Tatsache, dass der Sohn längere Zeit bei ihnen gelebt hat, reicht dafür nicht.

Wichtig ist natürlich zu wissen, wie die Großeltern den Antrag begründet haben. Sie sprechen davon, dass es bereits einen Termin gibt. Sie sollten hier unbedingt einen Kollegen beauftragen, da auf den Antrag der Großeltern entsprechend reagiert werden muss.

Gibt es keine Anhaltspunkte, dafür, dass das Sorgerecht zum unbedingten Wohl des Kindes übertragen werden muss, ist davon asuzugehen, dass der Antrag keine Aussicht auf Erfolg hat.

Das kann aber nur eine ganz grobe Einschätzung sein, da die Gesamtumstände bekannt sein müssen.

Ist der Antrag auf Übertragung der elterlichen Sorge bereits bei Gericht anhängig, kannn er nur damit abgewendet werden, dass eine außergerichtliche Regelung gefunden wird und die Großeltern den Antrag zurücknehmen. Geschieht dieses nicht, können Sie das Gerichtsverfahren nicht abwenden.

Abschließend daher nochmals der dringende Hinweis, dass Sie einen Kollegen oder ein Kollegin beauftragen sollten. Diese können den Antrag prüfen und entsprechend reagieren.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 21.04.2008 | 09:09

ja der gerichtstermin ist am 07.05.08. meine eltern haben beim jugendamt behauptet das wir keinen bezug zu dem kleinem haben und er von anfang an da gewohnt hat was aber abzulut nicht stimmt und meine schwiegereltern und freunde sind auch ziemlich sauer auf meine eltern das die so etwas behaupten.meine eltern meinten sie wollen das sorgerecht nur falls dem kleinem was passiert das sie im krankanhaus auch entscheidungen treffen können aber da gibt es doch auch ein großelternrecht oder nicht?
ich will auch keine dreckige wäsche waschen aber bei meinen eltern läuft es auch nicht immer so wie ich es mir für ein kind wünsche. meine schwester 22 und mein bruder 19 wohnen auch noch im haushalt und unser sohn wird teilweise zu sehr wie ein erwachsener behandelt. dem einzigen den ich kein vorwurf machen kann ist mein vater der will nur das beste für den kleinen. meine mutter hat sogar hinter unserem rücken das kindergeld für den kleinen beantragt und auf sie übertragen lassen. der kleinen liebt uns über alles und wir wollen ihn auch zurück und ich glaube davor haben meine eltern angst.
naja ich hoffe das das gericht zu unseren gunsten entscheidet.
danke schon mal für ihre hilfe

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.04.2008 | 09:24

Sehr geehrter Ratsuchender,

allein die Tatsache, dass der Sohn längere Zeit bei den Großeltern wohnt, wird sicher nicht reichen. Vielmehr spricht gerade ihr Verhalten, sich schweren Herzens vorübergehend von Ihrem Kind zu tennen, für Sie. Damit haben Sie gegenüber Ihrem Kind großes Verantwortungsbewußtsein gezeigt; Ihr Kind nämlich von der sehr angespannten Situation ferngehalten, um es nicht Belastungen auszusetzten. Das muss deutlich gemacht werden.

Sie weisen zutreffend darauf hin, dass, wenn möglich, keine schmutzige Wäsche gewaschen werden sollte. Sie müssen immer das Kindeswohl im Blick haben. Auf der anderen Seite müssen Sie natürlich dem Argument, das Kind habe keine Beziehung zu Ihnen, entgegentreten; notfalls unter Angabe von Zeugen. Das ist nicht schön, aber leider unumgänglich, wenn diese Behauptung aufgestellt wird.

Wollen Ihre Eltern tatasächlich nur eine "Absicherung" für den Notfall, könnte dieses auch in Formm schriftlicher Vollmachten erfolgen. Sie können Ihren Eltern schriftlich die Vollmacht erteilen, dass diese Einwilligungen zu ärztlichen Behandlungen im Notfall, d.h. wenn Sie nicht erreichbar sind, erteilen dürfen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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