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Grenzbepflanzung eines Baumes

14.05.2018 17:04 |
Preis: 48,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Ich habe ein Grundstück mit einem Reihenmittelhaus in Freiburg wo ich bis dato eine Möglichkeit hatte (seit ca. 50 Jahren) mein Schnittgut bzw. mein Fahrrad über das Nachbargrundstück zu transportieren. Vor ca. 3 Jahren wurde das Nachbargebäude an Investoren verkauft die mich zukünftig nicht mehr über Ihr Grundstück lassen möchten.
Auf meinem Grundstück steht eine Fichte die von vielen Vögeln, Fledermäusen und Eichhörnchen bewohnt wird eine Höhe von ca. 20 m, einem Stammdurchmesser in 1m Höhe von ca. 75cm und einem Alter von ca. 70 Jahren direkt an der Grenze. Von diesem Baum ragen natürlich die Wurzeln und Äste auf das Nachbargrundstück, auf dem bereits bebauten Grundstück soll nun im Garten ein weiteres Gebäude (ca. 2,7m vom Baum entfernt) errichtet werden. Nun möchten die Investoren, das ich meinen Baum entferne da dieser sowieso der Bebauung zum Opfer fällt (Sie würden die Fällung bezahlen), falls ich dem nicht zustimme werden Sie mich verklagen und ich muss die Fällung selbst bezahlen, des Weiteren wird man mir den Zugang zu meinem Grundstück über das ihrige mit meinem Fahrrad verbieten (das ist die Drohung).
Muss ich dem komplett zustimmen oder kann ich mich irgendwie wehren?
Gibt es ein Gewohnheitsrecht?
Was würde mich eine gerichtliche Auseinandersetzung kosten und welche Chancen hätte ich damit?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Der Nachbar kann die Beseitigung des Baumes nicht verlangen. Allerdings sollten Sie bedenken, dass das Bauvorhaben in der Nähe des Baumes diesen durchaus derart beeinträchtigen kann, dass er den Bau nicht überlebt. Dann müßten Sie aber für die Beseitigung des Baumes aufkommen. Insofern wäre es vielleicht eine Überlegung wert, einen Kompromiß dahingehend zu schließen, dass die Nachbarn die Beseitigung des Baumes bezahlen, aber zugleich der Neuanpflanzung eines ähnlichen Baumes zustimmen.

Es gibt zwar durchaus die Regelung, dass nach dreissig Jahren und entsprechender Zustimmung aller Beteiligten ein Gewohnheitsrecht entsteht. Allerdings gilt das nicht bei einem Eigentümerwechsel, d.h. der neue Eigentümer wäre keinesfalls daran gebunden. Er kann Ihnen daher die Nutzung seines Grundstückes untersagen.

Die Gerichts- und Anwaltskosten hängen von dem Streitwert ab, der wird gerade bei solchen Sachen von jedem Gericht individuell festgelegt und kann sehr hoch ausfallen. Bezüglich des Baumes hätten Sie gute Chancen, bezüglich des Fahrrades eher schlechte. Ich empfehle aber dringend, einen gütlichen Vergleich zu schließen, und in jedem Fall nur nach Rücksprache mit einem örtlichen Anwalt zu handeln, um Fehler/Mißverständnisse zu vermeiden.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt


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