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Grenzbepflanzung NRW

| 13.12.2017 20:33 |
Preis: 57,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Unser Haus wurde vor mehr als 30 Jahren gebaut . Wir haben dies vor 3 Jahren gekauft . Die Bepflanzung ist zwischen 30 und 20 Jahren alt . Der Nachbar ist immer der Gleiche gewesen. . Die Grenze bildet seit jeher eine ca 1,80 hohe Mauer. Unmittelbar hinter der Grenze sind 3 Eiben und 2 Tuijen die jeweils ca 2 m von einander entfernt stehen . Der Stammdurchmässer beträgt min ca 40 cm
Die Höhe der Pflanzen war seit min 6 Jahren min ca 3 m
und wurde nie bemängelt . Die Grunstücke liegen in einem ländlichen Bereich mit übergroßen Grundstücken. Unser Grundstück ist ca 1000qm das Nachbargrundstück 2000qm die Tiefe der Grundstücke min 80m . Sämtliche umliegenden Grundstücke sind dicht und Wald/Parkmässig bepflanzt . Auch mit stark wachsenden Bäumen unmittelbar an den Grenzen oder nur mit geringen Abstand um unsere und anderen Grundstücken herum. Diese Bäume sind bis zu einer Höhe von min 15 m
Die Von ihm verlangten Bäume stehen auf einer Fläche von 8 m entlang der Grenze
Es ragen nur ca 10-20 cm Bewuchs über sein Grundstück. Derzeitige Höhe ca 3 m
Er macht von den geltenden Nachbarschaftsrecht Gebrauch und verlangt einen Rückschritt
Die Eiben stehen auf der roten Liste
Sein Grundstück ist ausreichend groß
Alle Bäume stehen länger als 6 Jahre in mindestens dieser Höhe an der selben Stelle
Umliegende sind Parkähnliche Grundstücke mit starker und hoher Vegetation

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Der Nachbar kann eine Entfernung der Bäume nicht verlangen, gemäß § 47 des Nachbarschaftsgesetzes NRW sind Beseitigungsansprüche gegen die Bäume selbst ab dem sechsten Jahr nach der Anpflanzung ausgeschlossen.

Allerdings kann der Nachbar gemäß § 910 BGB die überhängenden Zweige selbst abschneiden, wenn er Sie unter Fristsetzung vergeblich dazu aufforderte, aber auch Sie auf Abschneiden der überhängenden Zweige verklagen.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 13.12.2017 | 23:50

Hiermit ist meine Frage nicht beantwortet . Die Frage war bezogen auf den Rückschnitt nicht des entfernen der Pflanzen . Die 6 Jahre sind so im Internet in den Verordnungen zu finden jedoch nicht über den Rückschnitt bei diesen Gegebenheiten

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.12.2017 | 15:13

Sehr geehrte Ratsuchende,

zu einem Rückschnitt sind Sie nur verpflichtet, wenn die Zweige über die Grundstücksgrenze hängen. Bezüglich der Höhe sind Sie zu keinem Rückschnitt verpflichtet, die Bäume können unbegrenzt hoch wachsen.

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt

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Bewertung des Fragestellers 15.12.2017 | 16:39

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"MIr war die Antwort zu kurz und auch in der Sache " Müssen die Bäume zurück geschnitten werden erst nach nachfragen beantwortet, jedoch Ohne hinterlegung eines Gesetzes . Erst nach eigener Recherche habe ich folgendes Urteil finden können:
1. Werden diese Mindestabstände nicht eingehalten, kann der Nachbar verlangen, dass der Baum bzw. die Hecke beseitigt oder auf die zulässige Höhe von 2 m gekürzt wird.
Achtung: Die Verjährungsfrist für solche Ansprüche beträgt 6 Jahre. Dies gilt auch dann, wenn das Grundstück erst erworben wurde und der Käufer die Verletzung der Abstandsvorschriften daher nicht rechtzeitig beanstanden konnte.

Nach Eintritt der Verjährung kann das Zurückschneiden eines Baumes nur in Ausnahmefällen unter dem Gesichtspunkt des nachbarschaftlichen Gemeinschaftsverhältnisses (§ 242 BGB) verlangt werden. Dies kann nach Auffassung des BGH der Fall sein, wenn von dem Baum ungewöhnlich schwere und nicht mehr hinzunehmende Beeinträchtigungen vorweist"
Stellungnahme vom Anwalt: