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Grenzbebauung DHH Baden Württemberg

14.06.2011 16:00 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Ich möchte in Breisach eine Doppelhaushälfte bauen und habe dazu eine Frage.
Der Baunachbar steht noch nicht fest und das Grundstück zum Verkauf. Beide Grundstücke, meins und das vom Verkäufer (Nachbar) bilden eine gemeinsame Baugrube von ungefähr 1 Meter Tiefe. Laut Bebauungsplan sind DHH sowie eine einseitige Grenzbebauungen ausdrücklich zugelassen. Nun möchte ich ohne Keller bauen, was bedeutet dass ich ca. 80 cm hochwertiger Baugrund in das Nachbargrundstück kurzfristig einbringen muß, um eine notwendige Abstützung für meine Bodenplatte zu erhalten (nur solange bis diese gefertigt ist). Der Verkäufer hat mir auch schon zugesagt, dass ich dies tun kann, wenn ich die aufgeschüttete Erde wieder abtragen lasse, was ohne Probleme für mein Haus möglich ist.
Jetzt zur Frage: Sollte nun ein möglicher neuer Nachbar einen Keller bauen wollen, kommen auf ihn Mehrkosten für die Abstützung meines Hauses zu. Kann mir der bauwillige Nachbar (mit Keller) nun die Kosten auferlegen (ganz oder anteilig)?
Sollte der Nachbar keinen Keller wünschen, gäbe es keinerlei Probleme. Ich könnte auch das ganze umgehen, indem ich eine Stützmauer unter meine Bodenplatte (Grenzseitig) bauen lassen würde. Diese würde ca. 2 Meter tief gründen und nur für den Fall sein, der Nachbar wolle wirklich einen Keller bauen. Diese Mehrkosten möchte ich natürlich nicht auf Verdacht tragen.
14.06.2011 | 16:46

Antwort

von


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Marktstraße 17/19
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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Das Problem kann hier darin bestehen, dass die zunächst von Ihnen errichtete Doppelhaushälfte als eigenständige bauliche Anlage zu sehen ist, die für sich genommen standsicher sein muss.
Bauliche Anlagen müssen sowohl im ganzen als auch in ihren einzelnen Teilen sowie für sich allein standsicher sein.
Die Standsicherheit muss auch während der Errichtung sowie bei der Durchführung von Abbrucharbeiten gewährleistet sein. Die Standsicherheit anderer baulicher Anlagen und die Tragfähigkeit des Baugrundes der Nachbargrundstücke dürfen nicht gefährdet werden.

Daraus schließe ich im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung, dass sich Ihr Nachbar durchaus zu Ihrem (Kosten-)Nachteil darauf berufen kann.

Letztlich müsste dieses aber anhand des Bebauungsplans überprüft werden.

Natürlich ist es Ihre Entscheidung, ohne Keller zu bauen, aber dann müssen Sie nach meiner ersten Einschätzung dafür Sorge tragen, dass die Standsicherheit durch eine (die von Ihnen erwähnte) Alternative gewährleistet ist, da der Keller als solches nicht vorhanden ist und zur Stützung der anderen Doppelhaushälfte dienen kann.

Bevor jetzt jedoch Kosten auslösende Maßnahmen von Ihnen ergriffen werden, sollte dieses unbedingt rechtlich anhand des Bebauungsplans und technisch anhand von Aussagen eines geeigneten Sachverständigen abgeklärt werden.

Nach meiner vorläufigen Meinung bin ich allerdings momentan der Auffassung, dass Sie leider zumindest auf einen Teil der Kosten sitzen bleiben können.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

ANTWORT VON

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