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Grenzabstände für Holz-Gartenhaus in NRW

09.04.2010 20:25 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Guten Tag,

wir haben eine Doppelhaushälfte, und sind uns unsicher bezgl. verschiedener Grenzabstände.

Die Grundstücke sind alle rechteckig geschnitten und haben ca 330 qm Größe. ( etwa 9.00m Breite und 36.00 m Tiefe ) Die Doppelhaushälften sind natürlich an der Grenze gebaut mit einer Dehnungsfuge von ca 5 cm. Von Doppelhaus bis zum nächsten Doppelhaus ist dann ein Abstand von 6.00m. An diese Grenzen sind dann jeweils die Garagen gebaut.
Zur Straßenfront ist ein Bauabstand von 3.00m eingehalten. Rückseitig grenzt das Grundstück an einen Lärmschutzwall mit Grünstreifen.

Unser Doppelhaus-Nachbar hat jetzt ein Holz Gartenhaus unmittelbar an die Grenze gebaut, und einen Abstand von 0,40 - 0,80 eingehalten (gemessen am Dachüberstand) mit einer Grundfläche von ca 3.00 x 3.00m. Das Gartehaus wird augenscheinlich auch nur als Abstellraum für Gartenmöbel und Geräte genutzt.

1.
Muss er hierfür nach dem Nachbarschaftsrecht NRW 2.00m Grenzabstand einhalten ??? oder darf er nach LandesBauordnung ohne Grenzabstand bauen ( §§ 6 (11) privilegierte Bauten.
Nach welchem Gesetz muss man sich hier richten ???

2. Zählt zu der bebaubaren Grenze nach LandesBauordnung auch die gemeinsame Doppelhaushälfte mit 12.00m dazu ???
zzgl. Garage 6.00m, zzgl. Gartenhaus 3.00m

Sehr geehrter Fragesteller,

1. Der 2-Meter-Abstand nach dem Nachbarrechtsgesetz gilt nicht für Gebäude mit Abstellräumen, die nach der Bauordnung an die Grenze gebaut werden dürfen (§ 2 Buchst. b NachbG NRW). Dafür gilt § 6 Abs. 11 BauO NRW. Allerdings ist das Gartenhaus des Nachbarn nach dieser Vorschrift aus zwei Gründen unzulässig: (a) Die Grundfläche beträgt mehr als die erlaubten 7,5 m². (b) Wenn nicht direkt an die Grenze gebaut wird, muss ein Mindestabstand von 1 m eingehalten werden (um das Entstehen sog. »Schmutzwinkel« zu vermeiden). Es gilt also der Abstand von 2 m, d. h. Sie können verlangen, dass das Gartenhaus versetzt wird.

2. Die Höchstmaße der Grenzbebauung nach § 6 Abs. 11 BauO NRW meint nur die dort genannten Gebäude. Die Doppelhaushälfte wird nicht dazugerechnet.


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt

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