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Greif Inkasso

04.05.2019 11:06 |
Preis: 43,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren,

zum 27.12.2007 habe ich einen Vollsteckungsbescheid vom Amtsgericht Hünfeld in Höhe von 183,51 Euro erhalten (Gläubiger ist die R+V Versicherung).
Im Jahr 2008 bin ich weg gezogen und habe seid dem nie wieder etwas gehört, weder ein Schreiben erhalten. Ich muss dazu sagen, dass es mir zu dieser Zeit finanziell nicht gerade rosig ging.

Nun habe ich ein Schreiben der Greif Inkasso erhalten, die eine Gesamtforderung von in Höhe von 456,79 Euro verlangt.
Gerne Zahle ich meine Schuld zurück und möchte das Problem behoben haben.
Auf das erste Schreiben habe ich sofort reagiert, da ich nach 11 Jahren nicht mehr wusste um was es eigentlich ging und habe eine Auflistung und eine Vollmacht angefordert.

Greif Inkasso hat mir die gewünschten Unterlagen zugesandt. Vollmachten zwar nicht im Original ist aber auch zweitrangig. Mir geht es um die Gebühren bzw. das der Fall von der R+V an UMB GmbH in Wiesbaden ging und dann an die Greif Inkasso.

Nachstehend erläutere ich die Forderungsaufstellung.
27.12.2017 Vollsteckungsbescheid
zum 21.02.2013 Adressprüfung (NA)
zum 05.05.2017 Adress- Auskunft EMA (DH)
zum 25.06.2018 Ermittlungskosten
zum 27.06.2018 §802c ZPO, VA+ Drittauskunft
zum 12.02.2019 Gerichtsvollzieherkosten
zum 21.02.2019 Ermittlungskosten

alles was zwischen den einzelnen Daten liegt, habe ich nicht mit eingetragen, da hier der Zinzverlauf enthalten ist.
Von 2008 bis Oktober 2015 hab ich im Ausland gelebt (danach gemeldet in Deutschland). Daher auch die Adressprüfung (NA).
Seid 2015 habe ich auch keine Bekanntschaft mit einem Gerichtsvollzieher gemacht.

Nun stellt sich mir die Frage ob die Gebühren gerechtfertigt sind, da die R+V die Vollmacht an die UMB zum 18. Juli 2012 ausgestellt hat und des weiteren die UMB die Vollmacht zum15. Juli 2012 an die Greif Inkasso ausstellte.
Meine Frage: Reicht hier eine Allgemeine Vollmacht und warum hat die Greif Inkasso die Vollmacht vor dem 18. Juli von der UMB erhalten.
Hat jetzt die Greif Inkasso den Fall von der UMB gekauft?

Gerne würde ich Ihre Einschätzung zu diesem Fall wissen und was hier der vernünftige Weg wäre um weitere Kosten auszuschalten.

Sehr geehrter Ratsuchender,


in der Regel wird es mit Forderungskauf und Abtretung in der Form auch legalisiert mit der Folge, dass dann diese Gebühren zu zahlen wären.

Aber die Berechtigung muss auch lückenlos nachgewiesen werden können. Darauf können und sollten Sie bestehen, so dass Sie die entsprechenden Abtretungen verlangen sollten.

Häufig kommt es dabei zu Lücken und dann wäre der angeblich nun Berechtigte nicht legitimiert, Zahlungen also nicht zu erbringen.

Derzeit ist nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung nicht zu erklären, wie diese Vollmacht UMG am Greif wirksam sein sollte, wenn UMG erst drei Tage später angeblich von der R+V die Forderung erhalten haben sollte.



Wird Ihnen aber lückenlos diese Abtretungskette nachgewiesen (reine Behauptungen der angeblichen Gläubigerin reichen angesichts der merkwürdigen Reihenfolge nicht aus), wären die Gebühren dem Grunde nach gerechtfertigt, wobei die Position "Ermittlungskosten" näher zu erläutern ist, da so nicht ersichtlich ist, was das für Kosten sein sollen; ohne Nachweis wätren diese Kosten dann nicht zu tragen.


.
Zu beachten wäre weiter, ob möglicherweise geltend gemachte Zinsen nicht schon verjährt sind.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

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