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Gratifikation

| 04.12.2019 14:53 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Ich bin im Dezember 2018 schwanger geworden und im Januar 2019 vom Arzt in ein Beschäftigungsverbot geschickt worden . Im August 2019 ist mein Sohn zur Welt gekommen somit war ich 6 Wochen davor und 8 Wochen danach in Mutterschutz . Seit dem 24.10.2019 bin ich in Elternzeit . Nun wurde meinen Kollegen eine Gratifikation mit dem November Gehalt bezahlt ausser mir.

Der genaue Wortlaut im Vertrag :

Der AG gewährt mit dem jeweiligen Novembergehalt eine Gratifikation in Abhängigkeit zur tatsächlichen Belegung der Einrichtung . Maßgebend bei der Ermittlung der tatsächlichen Belegung sind die vorangegangenen 12 Monate.

Bei unregelmäßigen Gehaltsansprüchen wird ein Durchschnittswert der vorangegangenen 10 Monate gebildet.

Der Anspruch auf eine Gratifikation ist ausgeschlossen, wenn das Arbeitsverhältnis vor dem Auszahlungszeitpunkt endet oder wenn es sich im gekündigten Zustand befindet. Das gilt entsprechend bei einvernehmlicher Aufhebung des Arbeitsverhältnisses. Sofern der AN zum Auszahlungszeitpunkt nicht ein volles Kalenderjahr beschäftigt ist, wird die Gratifikation entsprechend den vollen Beschäftigungsmonaten anteilig gewährt. Für die Zeiten in denen das Arbeitsverhältnis Kraft Gesetz ruht und für Zeiten ohne tatsächliche Arbeitsleistung (unbezahlter Urlaub, Krankheit ab Ende Entgeldfortzahlung, Erziehungsurlaub, Wehrdienst etc .) Wird die Gratifikation entsprechend gemindert .

Ich habe während dem BV mein volles Gehalt weiter bezahlt bekommen. Mir müsste rechtlich die volle gratifikation zustehen oder ? Es wird laut Vertrag nicht die Anwesenheit belohnt sondern die Belegung der Einrichtung (Altenheim) . Ich verstehe es auch so das mein Arbeitsverhältnis Kraft Gesetz nicht geruht hat , da ich ja die ganze Zeit meinen ganz normalen Lohn weiter bezahlt bekommen habe.

Steht mir nun die gratifikation zu oder nicht?

MfG

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Richtig, ich verstehe es auch derart, dass Ihnen die volle Gratifikation zustand bzw. natürlich noch zusteht (bitte beachten Sie unbedingt vertragliche Ausschlussfristen, die in aller Regel bestehen und nur wenige Monate betragen, was zumeist in der vor vorletzten Klausel eines Arbeitsvertrages steht bzw. in einem Tarifvertrag, d.h., Sie müssen das schriftlich zunächst geltend machen und bei Ablehnung oder Schweigen des Arbeitgebers zur Not einklagen):

Im Einzelnen:
Allenfalls steht Ihnen ein geminderter Anspruch zu, aber auch nur das bei dem "Ruhen eines Arbeitsverhältnisses", zum Beispiel wegen Elternzeit, was hier aber noch nicht vorliegt. Hier geht es um ein Beschäftigungsverbot wegen Mutterschutz, was etwas anderes ist.
Das wird auch explizit nicht im Vertrag angesprochen, das Beschäftigungsverbot wegen Mutterschutz.

D.h., dass Ihnen allenfalls anteilig das bis zum Eintreten in die Elternzeit berechnet werden kann, aber dann in fast voller Höhe Ihnen zusteht.

Dieses würde ich also unverzüglich schriftlich gegenüber dem Arbeitgeber geltend machen.

Anders lässt sich meines Erachtens der Arbeitsvertrag nicht auslegen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 06.12.2019 | 15:00

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