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Grad der Behinderung Bewerbung

27.09.2019 18:10 |
Preis: 30,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Diplom Kaufmann Peter Fricke


Schwerbehinderung
Hallo,

Ich habe einen Grad der Behinderung von 50 Prozent. Dieser teilt sich auf in 30 Prozent Psyche (borderline und Depressionen) und 20 Prozent Gelenkerkrankungen.

Nun hatte ich ein Vorstellungsgespräch in einer öffentlichen Verwaltung. Ich erhielt eine telefonische Absage mit der Begründung, dass grundsätzlich alles top lief. Allerdings wäre ich zu locker gewesen. Dieses hätte der Stimmung gut getan aber man würde mir nicht zutrauen, in bestimmten Situationen (diese wurden nicht näher erläutert) angemessen zu reagieren. Nicht ernsthaft genug zu sein.

Ich habe wie jeden Morgen mein Antidepressiva genommen und meiner Meinung nach vollkommen ernsthaft das Assessment Center absolviert. Auf meine Schwerbehinderung bin ich in der Bewerbung eingegangen. Zum Thema ist es im Laufe des Bewerbungsverfahren nicht mehr geworden.

Ist diese Ablehnung rechtens? Immerhin nehme ich auf Grund meiner Schwerbehinderung aufhellende mittel. Fachlich gab es keine geeigneteren Bewerber.

Was hätte ich für Möglichkeiten?



Vielen Dank

Sehr geehrte ( r ) Ratsuchende ( r ),

wenn Sie den Nachweis führen können, daß aus sachwidrigen Gründen eine Benachteiligung aufgrund Ihrer Behinderung eingetreten ist, würde das AGG mit den dortigen Normen greifen, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz.

Ziel des Gesetzes nach § 1 AGG ist bereits, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.

Im Falle der Ursächlichkeit stünden Ihnen dann die Ansprüche aus § 15 AGG zu. Nach Absatz 1 kann der Schaden verlangt werden, der durch den Ausfall des Gehaltes eingetreten sein könnte. Nach Absatz 2 dieser Norm steht Ihnen auch ein Anspruch auf Schmerzensgeld zu.

Den Nachweis der Behinderungsbeeinträchtigung werden Sie schwer nur führen können. Das Gespräche lief telefonisch und würde in Bereichen, die durchaus problematisch sein könnten ( zu locker gewesen etc. ) wohl auch noch bestritten werden.

Im Ergebnis halte ich eine Durchsetzung für schwer, was aber nur einer vorläufigen Einschätzung auf Ihre Darstellung entsprechen kann.

Mit besten Grüssen

Fricke
RA

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