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Grabstätte in der Hand einer Erbengemeinschaft

| 16.04.2014 20:46 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Ausscheiden aus einer Erbengemeinschaft infolge Kostenlast für Grabstätte

Die verstorbene Person hat zu Lebzeiten nur mündlich mitgeteilt, dass sie an einer anderen Stelle beerdigt werden möchte und das bisherige Familiengrab nach ihrem Tod aufgelöst werden sollte auch wenn es für 20 Jahre noch gekauft wurde.

Nach dem Tod ist diese Grabstätte an eine dreier Erbengemeinschaft übergegangen. Zwei der Erben möchten nun jedoch die Grabstätte aufrecht erhalten. Ich jedoch nicht mehr. Gerne möchte ich für die alte Grabstätte nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden für eventuelle aufkommende Kosten in den nächsten Jahren!

Was kann ich in diesem Fall tun?
Kann ich vielleicht meinen Teil an beide zu gleichen Teilen überschreiben, da es aktuell nicht mit Kosten verbunden ist und ich gegenüber den Miterben auch keine Forderungen stellen werde?

Würde mich über einen ersten Rat freuen.






-- Einsatz geändert am 16.04.2014 20:51:19

-- Einsatz geändert am 16.04.2014 20:55:24

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich möchte Ihnen zunächst die verschiedenen Möglichkeiten vorstellen:

1. Erbteilsübertragung
Die Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft kann zunächst durch Erbteilsübertragung erfolgen. Dies geschieht unabhängig davon, ob der Nachlass Grundeigentum umfasst. Die Erbteilsübertragung bedarf dabei immer grundsätzlich der notariellen Beurkundung.

2. Schuldrechtlicher Auseinandersetzungsvertrag
Die Nachlassteilung kann weiter durch einen schuldrechtlichen Auseinandersetzungsvertrag erfolgen. Dieser Vertrag ist nur dann beurkundungspflichtig, wenn eine Verpflichtung zur Übertragung eines Grundstücks oder z.B. GmbH-Anteilen enthalten ist.

3. Abschichtung
Vom Bundesgerichtshof anerkannt gibt es daneben noch eine dritte Möglichkeit der Miterbenauseinandersetzung in Form der so genannten Abschichtung. Dabei gibt ein Miterbe seinen Teil an der Erbengemeinschaft gegen Zahlung einer Abfindung auf und wird aus der Erbengemeinschaft entlassen. Dies kann formfrei geschehen. Sie wird daher als die kostengünstigste Variante angesehen, da hier nur anwaltliche Beratung anfällt und nicht noch Notarkosten wie bei den anderen beiden Varianten. Die diesbezügliche Formfreiheit gilt selbst dann, wenn ein Grundstück zum Nachlass gehört. Nur wenn „als" Abfindung ein Grundstück übertragen werden soll, ist dafür die Beurkundungspflicht zu beachten.

Allerdings müssten Sie jemanden finden, der Ihren Erbteil und damit die Kostenlast übernimmt. Das können, müssen aber nicht die Miterben sein.

Das Problem ist, das Sie im Rahmen der Verwaltung des Nachlasses auch in Bezug auf die Grabstätte überstimmt werden können, weil dieses nach dem Mehrheitsprinzip funktioniert.

Die mündliche Aussage zu beweisen, dürfte leider nämlich aller Voraussicht nach ausscheiden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 17.04.2014 | 10:08

Wenn ich nun die beiden Miterben schriftlich darüber informiere, dass ich den Erbteil an der alten Grabstätte abtreten möchte, gebe ich beiden ja die Möglichkeit, meinen Teil zu gleichen Teilen jeweils zu übernehmen.
Ich möchte nicht anteilig einen Teil der gezahlten Miete für die 20 Jahre herausfordern, sondern rein nur die Austragung meines Namens für die alte Grabstätte.

Wenn nun beide Miterben die Annahme meines Angebotes ablehnen, habe ich im Prinzip überhaupt keine Chance von diesem Laster loszukommen, so wie ich ihre Ausführungen verstanden haben oder?





Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.04.2014 | 10:26

Sehr geehrter Fragesteller,

ja, leider brauchen Sie unbedingt die Zustimmung, denn ansonsten ist es nicht machbar.

Sie müssten ansonsten schon den Nachweis führen können, dass hier etwas anderes von dem Erblasser gewollt war.

Dieses dürfte aber schwer werden.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 22.04.2014 | 23:26

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