Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Google Adwords


| 15.12.2005 14:56 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Achim Schroers



Sehr geehrter Rechtsanwalt,

zuerst zu meiner Situation: Ich bin Kleinunternehmer und weise keine MwSt. auf meinen Rechnungen aus.

Ich werbe relativ viel bei Google Adwords und wenn ich einen Betrag einzahle wurde bisher immer 21 % MwSt. berechnet, da google seinen Sitz in Irland hat.

Nun habe ich letzte Woche die komplett bezahlt MwSt. (VAT) per Scheck zurückerhalten.

Auf einer neuen Rechnung von google steht:

Mehrwehrsteuer 0,00 EUR*

*Gemäß Artikel 21.1(b) der 6. EU-Richtlinie ist der Empfänger dieser Dienste verpflichtet, Mehrwertsteuer für diesen Dienst zu zahlen.

Was hat dies zu bedeuten? Wie versteuere ich in der Einnahmen Überschussrechnung die Rechnungen von goolge, die damals noch mit 21% besteuert wurden, wie die heutigen, die mit 0% besteuert werden, und was mach ich mit den zurückerhaltenen gezahlten Mehrwertsteuern.

Gibt es sonst noch etwas zu beachten?

Viele Grüße
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die Vorschrift die Sie hier zunächst kennen sollten, ist § 13b UStG, die ich nachfolgend auszugsweise zitiere:

(1) Für folgende steuerpflichtige Umsätze entsteht die Steuer mit Ausstellung der Rechnung, spätestens jedoch mit Ablauf des der Ausführung der Leistung folgenden Kalendermonats:

1. Werklieferungen und sonstige Leistungen eines im Ausland ansässigen Unternehmers;

(2) In den in Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3 genannten Fällen schuldet der Leistungsempfänger die Steuer, wenn er ein Unternehmer oder eine juristische Person des öffentlichen Rechts ist.

Google ist ein in Irland ansässiger Unternehmer und erbringt eine sonstige Leistung an Sie. Somit schulden Sie nach vorstehender Vorschrift die Umsatzsteuer.

Und so gehen Sie in der E/Ü-Rechnung bitte vor:

Setzen Sie für die Vergangenheit den Ihnen von Google erstatteten Betrag als Betriebseinnahme an und die von Ihnen an Google gezahlten Rechnungsbeträge (incl. irischer Umsatzsteuer) als Betriebsausgaben, so dass sich hinsichtlich der Umsatzsteuer diese Positionen also aufheben.

Für die Zukunft setzen Sie nunmehr (nachdem Google Ihnen keine Umsatzsteuer mehr berechnet) die von Ihnen abzuführende (deutsche) Umsatzsteuer als (fiktive) Betriebseinnahme an und die abgeführte Umsatzsteuer als Betriebsausgabe. Auch diese beiden Positionen heben sich also auf, wenn auch mit zeitlicher Verschiebung.

Die von Ihnen abzuführende Umsatzsteuer erklären Sie in der Anlage UR (dort Seite 1, Zeilen 22/23) zur Umsatzsteuer-Jahreserklärung.

Bei evtl. späterer Berechtigung zum Vorsteuerabzug, können Sie sich die nach § 13b UStG geschuldete Umsatzsteuer als Vorsteuern wiederholen (§ 15 Abs. 1 Nr. 4 UStG).

Wie Sie sehen, ist das Ganze letztlich, ob mit oder ohne Vorsteuerabzugsberechtigung, also nur ein „Nullsummenspiel“. Ihr Vorteil liegt allerdings darin, dass die deutsche Umsatzsteuer (noch) lediglich 16% beträgt, die irische Umsatzsteuer hingegen 21%.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weiterhelfen können. Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion gerne noch zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Achim Schroers
Rechtsnawalt



Nachfrage vom Fragesteller 16.12.2005 | 08:12

Sehr geehrter Herr Schroers,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Mir ist es noch nicht ganz klar. Zum Verständnis:
Buche ich die älteren Google Einnahmen mit 21% USt. oder ohne USt.?
Und wenn ich jetzt sagen wir mal 1000 EUR an Google in Zukunft zahle, buche ich dann 1000 EUR als Werbeausgaben und zusätzlich 160,00 EUR als Betriebsausgabe und trage diese 160 EUR in die Anlage UR?

Viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.12.2005 | 19:00

Sehr geehrter Fragesteller,

herzlichen Dank für Ihre positive Bewertung.

Es freut mich, dass ich Ihnen mit meiner telefonischen Auskunft habe Klarheit verschaffen können.

Mit freundlichen Grüßen


Achim Schroers
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sehr geehrter Herr Schroers,

vielen Dank für ihre Antworten, sie haben mir sehr geholfen und ich weiss jetzt, wie ich vorzugehen habe! Ich werde sie auf jeden Fall weiterempfehlen.

Viele Grüße
"