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Google Adsense zahlt Einnahmen nicht mehr aus

| 10. April 2019 15:34 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Google Sperrung Konto Adsense

Guten Tag,

ich hoffe, ich bekomme hier einen guten Rat :-) es geht um folgenden Sachverhalt:

Ich habe im vergangenen Jahr 2018 einige Monate lang Google-Adsense-Werbeanzeigen auf meiner Webseite geschaltet.

"Google AdSense ist ein Online-Dienst des US-amerikanischen Unternehmens Google LLC, der Werbung auf Websites außerhalb der hauseigenen Angebote darstellt. Kern des Werbedienstes ist ein Algorithmus, der bei der Auswahl der Werbung die Inhalte der Zielwebseite berücksichtigt." Quelle: Wikipedia

Dies ging auch 5 Monate lang ohne Probleme gut, ich habe pünktlich jeweils um den 20. des Folgemonats meine Auszahlungen erhalten. Bis mein Adsense-Konto dann aber am 22.10.2018 mit der Begründung "Ungültige Aktivitäten" vorübergehend deaktiviert wurde. Ich bekam keine detaillierte Angabe von Gründen, sondern lediglich einen Hinweis auf ein Formular, in welchem man Einspruch einlegen kann. Dieses Formular ist hier zu finden: https://support.google.com/adsense/contact/appeal_form

Natürlich habe ich das Formular noch am selben Tag (22.10.2018) ausgefüllt, mit sämtlichen Informationen, die mir vorliegen. Da ich mir aber keiner Schuld bewusst bin, und auch monatelang pünktlich ausbezahlt wurde, kann ich mir nicht erklären, welche ungültigen Aktivitäten angeblich passiert seien.

Nachdem ich das Formular ausgefüllt habe, bekam ich eine automatische Eingangsbestätigung per Email. Dort hieß es, dass es bis zu 72 Stunden dauern kann, bis ich eine Antwort erhalte. Nachdem ich aber einen ganzen Monat keinerlei Rückmeldung bekommen habe, habe ich das Formular einen Monat später (22.11.2018) erneut ausgefüllt. Ich war daraufhin sehr geduldig, aber wieder kam keinerlei Reaktion, und zwar volle 4 Monate lang. Am 24.03.2019 habe ich das Formular erneut ausgefüllt, wieder keine Reaktion. Am 08.04.2019 habe ich es also erneut ausgefüllt. Tatsächlich kam heute (10.04.2019) eine Antwort von Google per Email. Dort heißt es Folgendes:

"Hello,

Thank you for your appeal. We appreciate your continued interest in the AdSense program. However, after thoroughly reviewing your account and taking into consideration the information that you have provided, our specialists have confirmed that we are unable to reinstate your AdSense account.

Please note that your account will not receive further payments nor any reissue of previous payments. Your outstanding balance and Google's share of the revenue will both be fully refunded to the affected advertisers. You are not eligible for further participation in the AdSense program due to violation of our Terms of Service, so you may not create new accounts.

We understand that you may want more information about your account activity, however, in order to protect our proprietary detection systems, we are unable to provide further details. Thank you for understanding.

Sincerely,

The Google AdSense Team"

Dabei hat besonders der Teil "...nor any reissue of previous payments..." zum Aufschrei geführt. Ich stelle mir hier die Frage, ob Google einfach ohne Angabe von Gründen die Auszahlung verweigern darf. Zumal, ohne Google etwas unterstellen zu wollen, ich nicht glaube, dass die Werbetreibenden, die letztendlich für die Werbeanzeigen auf meiner Webseite gezahlt haben, tatsächlich ihre investierten Beträge zurück erhalten. Ich sehe den noch offenen Betrag nach wie vor in meinem pay.google.com-Konto. Wenn ich mich in meinen Google-Adsense-Account einloggen möchte, wird mir der Login verweigert. Stattdessen wird mir eine Mitteilung angezeigt, in der es unter Anderem heißt: "Your AdSense account for this login is currently disabled." Hier heißt es "currently", also aktuell / vorübergehend.

Darf Google einfach so handeln? Welche Möglichkeiten gibt es, die noch offene Auszahlung zu erhalten? Ich wäre auch an einer Zusammenarbeit interessiert, denn es handelt sich bei dem noch offenen Betrag um einen hohen 5-stelligen Betrag. Das kann und möchte ich nicht einfach so hinnehmen, dass Google mir die Auszahlung verweigert, ohne mir einen plausiblen Grund zu nennen.

Besten Dank vorab für Ihre Mithilfe!

Mit freundlichen Grüßen,

10. April 2019 | 17:31

Antwort

von


(826)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich müssen Sie 2 Ansprüche durchsetzen - zum einen den Auszahlungsanspruch. Hier müssen Sie Google eine Frist setzen und dann ggf. auf Auszahlung klagen.
Zum anderen den Anspruch auf Fortsetzung der Geschäftsbeziehung - das ist eher schwieriger. Es gibt vergleichbare Urteile bei anderen Anbietern, dass ein Monopolist/Marktbeherrscher nicht einfach eine endgültige Sperre aussprechen kann - z.B. Ebay wird jedoch nicht als marktbeherrschend angesehen - Google könnte dies jedoch evtl. sein. Dies kann nur ebenfalls mit Fristsetzung erfolgen und dann wird hier der gerichtliche Weg unvermeidbar.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 10. April 2019 | 18:32

Sehr geehrte Frau Dr. Corina Seiter,

vielen Dank für Ihr schnelles Feedback!

Ich werde also nun erst einmal versuchen, Google mit einer Frist zur Zahlung zu bekommen. Da ich leider keine Email-Adresse habe, an die ich mich wenden kann, würde ich es über das Formular machen, welches ich in meiner ersten Anfrage erwähnt habe.

Wie genau sollte ich das Schreiben formulieren? Sollte ich damit "drohen", dass ich bei Nicht-Zahlung eine Klage einreichen werde? Gibt es eventuell einen Vordruck, den ich nutzen kann?

Besten Dank!

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 10. April 2019 | 20:42

Sie senden das Anschreiben am Besten direkt per Post (Einschreiben) an die für Deutschland im Impressum benannte Adresse. Teilen Sie mit, dass Sie im Falle des Fristablaufs weitere zivilrechtliche Schritte einleiten werden - aber drohen Sie niemals mit einem strafrechtlichen Vorgehen, dann machen Sie sich leider strafbar!

Ein eigenes Schreiben ist auch für die Inverzugsetzung erforderlich - danach können Sie einen Anwalt einschalten, Google befindet sich dann in Verzug, die Kosten des Anwalts können dann übernommen werden!

Bewertung des Fragestellers 10. April 2019 | 20:47

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

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Wie ausführlich war die Arbeit?

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Frau Dr. Corina Seiter hat mir in kurzer Zeit sehr weiter geholfen. Sehr seriös und hilfsbereit. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

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Stellungnahme vom Anwalt:

Das freut mich sehr! Lieben Dank!

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 10. April 2019
5/5,0

Frau Dr. Corina Seiter hat mir in kurzer Zeit sehr weiter geholfen. Sehr seriös und hilfsbereit. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!


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