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Golfdahrlehn Auszahlung nach Scheidung an welchen Ehepartner

03.07.2018 10:31 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Zusammenfassung: Um Rechte aus einer Schenkung herleiten zu können, ist die Schenkung von dem Forderer zu beweisen.

Guten Tag, mein Mann hat 1999 eine Vollmitgliedschaft in einem Golfclub für mich erworben und mir diese Mitgliedschaft geschenkt, da er gerne mit mir gemeinsam Golfspielen wollte.
Im Jahr 2012 wurden wir geschieden und seine neue Frau wurde 2013 in diesem Golfclub angemeldet.
Ich habe im Jahr 2015 meine Mitgliedschaft gekündigt und um die Ausszahlung des Dahrlehnsbetrags gebeten. Daraufhin wurde mein geschiedener Mann durch den Golfclub von meiner Kündigung informiert, der nun Anspruch auf den Dahrlehsbetrag erhebt. Der Golfclub weigert sich nun den Betrag an mich auszuzahlen.
Wir hatten während unserer Ehe eine Gütertrennung vereinbart. Die Mitgliedschaft war ein Geschenk seinerseits an mich, das ich aber nicht schriftlich belegen kann.
Wer hat Anspruch auf den Dahrlehnbetrag?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich gehe vorliegend davon aus, dass es sich bei dem „Darlehen" um eine Leistung zur freien Verfügbarkeit des Golfclubs handelt, welche bei Austritt zurück gewährt wird.

Nach dem derzeitig gegebenen Sachverhalt, können Sie die Rückgabe an Ihren Exmann nicht verhindern.

1. Grundsätzlich muss man davon Ausgehen, dass derjenige, der die Zahlung geleistet hat auch berechtigt ist die Rückzahlung in Empfang zu nehmen. Dies folgt schon daraus, dass den Golfclub eine eventuelle Absprache zwischen Ihnen und Ihrem Exmann nicht bindet, sofern sie dem Club nicht bekannt war.

Nach Paragraph 362 Absatz 1 BGB. Wird der Golfclub von seiner Rückzahlungspflicht frei, wenn er an den Gläubiger der Forderung (Ihren Exmann) leistet.

2. Etwas anderes könnte sich nur ergeben, wenn Ihnen die Mitgliedschaft samt aller damit verbundenen Rechte und Pflichten übertragen/ geschenkt wurde. Gemäß Paragraph 518 Absatz 1 Satz 1 BGB benötigt eine Schenkung für ihre Gültigkeit eine notarielle Beurkundung. Diese ist zunächst einmal nicht erfolgt. Über diesen Mangel hinweg hilft Ihnen hier aber die Regelung des Paragraphen 518 Absatz 2 BGB, der diesen Formmangel durch die Bewirkung der Schenkung heilt.

Problematisch für Ihren rechtlichen Standpunkt ist hier vorallem, dass Sie die Schenkung beweisen müssen. In der Regel könnte das sehr gut durch das schriftliche Schenkungsversprechen erfolgen. Nach dem bisher gegebenen Sachverhalt muss hier davon ausgegangen werden, dass Sie die Schenkung leider nicht beweisen können und damit vermutlich das Nachsehen haben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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