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Göttinger Gruppe/ Securenta, Nachschusspflicht


08.07.2007 21:50 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe drei atypisch stille Beteiligungen bei der Göttinger Gruppe/ Securenta AG. Abgeschlossen im Jahre 1996, Vertragsart EK 8 B, Gesamtvertragssumme ca. 77000€.
Die Verträge wurden mir regelrecht aufgedrängt. Eine Erläuterung der Risiken, insbesondere im Falle einer Insolvenz, habe ich nie erhalten. Dem Vermittler ging es in erster Linie nur um seine Provision (wie mir leider erst später klar wurde). Die monatliche Belastung überstieg schnell meine finanziellen Mittel und ich ließ die Verträge anfangs stilllegen und anschließend in eine beitragsfreie Beteiligung umwandeln. Bis dahin habe ich lediglich ca. 3500€ einbezaht. Danach habe ich versucht zu kündigen, aber man hat mir mitgeteilt, daß dies erst nach Ablauf von 12 Jahren möglich sei, also 2008! Bis jetzt hatte ich die vage Hoffnung, wenigstens einen Teil meiner Einlage wieder zurückzubekommen, aber nach den Meldungen der letzten Wochen sehe ich ein ganz anderes Problem: die Nachschusspflicht.
Meine Einlage ist mir inzwischen egal, ich möchte aber auf keinen Fall noch weitere Zahlungen leisten müssen. Ich habe gelesen, daß evtl. die gesamte Zeichnungssumme eingefordert werden könne. Überall wird den Anlegern die fristlose Kündigung empfohlen und zur Vermeidung der Nachschusspflicht helfe angeblich nur die Klage auf Rückzahlung der geleisteten Einlage bei der Securenta. Die Anwalts- und Gerichtskosten kann und will ich mir nicht leisten. Ich möchte lediglich aus dieser Sache raus!
Wie soll ich weiter verfahren?

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,

in Anbetracht Ihres für den Streitwert doch recht geringen Einsatzes Folgendes:

1. Vorbehaltlich einer genauen Überpfrüfung Ihres Vertragsunterlagen und vor allem der Prüfung Ihrer Vertragsänderung (Stilllegung usw.) müssen Sie damit rechnen, Ihre gesamte Einlage (Sie verwechseln hier etwas die Begrifflichkeiten; in Ihrem Sinne wäre hier die Gesamtvertragssumme gemeint) i.H.v. 77.000 € zu zahlen. Dies ist leider eine Konsequenz des grauen Kapitalmarktes in Kombination mit den sehr strikten gesellschaftsrechtlichen Vorschriften.

In Fällen wie dem Ihren hilft der Verweis auf angeblich unlautere oder unrichtige Belehrungen u.ä. i.d.R. kaum weiter, weil Sie 1. oft nicht beweisbar sind und 2. der Anspruch auf volle Rückzahlung der geleisteten Einlage ohnehin ausscheidet (höchstens auf ein Abfindungsguthaben, das allerdings in der Regel wirtschaftlich wertlos ist).

2. Allerings mehren sich in Sachen "Securenta" in letzter Zeit Gerichtsentscheidungen pro Anleger, so dass eine fristlose Kündigung sowie eine Klage auf Rückzahlung der Einlage bzw. Vertraganpassung erfolgversprechender aussieht als noch vor einigen Jahren.

3. Wie Sie merken, bleibt der Rat sehr an der Oberfläche. Grund dafür ist, dass ohne Durchsicht der konkreten Verträge und Erfassung des gesamten Sachverhaltes kaum ein praktisch verwertbarer Rat gegeben werden kann. Es gibt allein zur Fallgruppe "Securenta" an die hundert Gerichtsentscheidungen, basierend auf vielen verschiedenen Fallkonstellationen.

Normalerweise müssten Sie (bei Ihrer im Raum stehenden Einlage) einen Rechtsanwalt einschalten (es gibt mittlerweile Anwälte, die sich ganz auf solche Anlegervertretungen spezialisiert haben), der die Sache komplett bearbeitet. Soweit Sie das nicht wollen, kann ich Ihnen nur raten, zu einem Verbraucherschutzverein zu gehen und sich dort konkret beraten zu lassen. Legen Sie bitte alle Verträge oder sonstigen Schriftstücke (z.B. Belehrungshinweise) vor. Außerdem sollten Sie dafür vorher Ihre Bedenken und Fragen nochmals schriftlich an die Securenta stellen (um bestimmte Aussagen schriftlich zu haben). Eine weitere Alternative wäre die Mitgliedschaft in einer der vielen Internetgroups zum Thema "stille Beteiligungen" oder "Securenta", wo Sie hilfreiche Tipps erlangen können.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit einen ersten Eindruck vermitteln.

Bei weiteren Fragen oder Anliegen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Soweit aus dem Bereich www.frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich persönlich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen

Schneider
Rechtsanwalt
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