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GmbH gründen/Abschreibungen

02.10.2018 00:20 |
Preis: 40,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von


Hallo,

ich habe ein Angebot eine GmbH zu übernehmen.Und zwar von einem Hotelrestaurantbetrieb mit ca.500 000 Jahresumsatz der verpachtet wird.Der Eigentümer meint, es könnte dadurch bis 70 000 Euro an Verlust im Jahr 2018 beim Finanzamt geltend gemacht werden.Ich übernehme den Betrieb zum 1.12.18.Zur Frage:Entspricht das der Realität und was bedeutet das in Zahlen was ich im nächsten Jahr weniger Steuern zahlen muß bei einem Umsatzziel 19 von den besagten 500 000 Euro? 2.Zur GmbH selbst:Ist es richtig dass ich 12500 Euro zur Gründung zahlen muß um eingetragen zu werden und die weiteren 12500 Euro zu einem späteren Zeitpunkt
also insgesamt 25 000 Euro die eine GmbH zur Annahme benötigt bezahlen kann? Vielen Dank
07.10.2018 | 00:18

Antwort

von


(78)
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Sehr geehrter Ratsuchender,

ich würde mal nicht so blauäugig an Ihr neues Projekt herangehen und die Sache vorher noch einmal zur verlässlichen Prüfung mit allen Unterlagen einem Steuerberater vorlegen.

Wenn Sie eine GmbH kaufen, werden Sie das Stammkapital nicht mehr einzuzahlen haben. Das Stammkapital muss bereits eingezahlt worden sein und wird im "Kaufpreis" der GmbH enthalten sein.

Sie kaufen eine GmbH mit einem Verlustvortrag aus dem Jahre 2018 iHv. 70.000 Euro. Warum richten Sie Ihr Augenmerkt auf einen Umsatz, der doch mit dem Gewinn NICHTS zu tun hat.

Auf jeden Fall würde bei einem Verlustvortrag iHv. 70.000 Euro für das Jahr 2019 in dieser Höhe keine Körperschaftsteuer anfallen. Diese beträgt 15 Prozent. Zusätzlich mit der Gewerbesteuer dürften Sie also ungefähr mit einer Steuerbelastung von ca. 40 Prozent rechnen, was aber auch vom Hebesatz Ihrer Gemeinde abhängen dürfte. In Höhe von 40 Prozent müssten Sie daher auf 70.000 Euro im neuen Jahr keine Steuern zahlen und würden damit ca. 28.000 Euro sparen. Aber die Frage ist, wirft denn die GmbH im nächsten Jahr einen Gewinn ab, der größer ist als Ihr Verlustvortrag, um überhaupt in die Nettoprofitzone zu kommen?

Ich habe insgesamt Bedenken bei Ihrem Vorhaben und rege eine verlässliche Prüfung an, bei der ich Ihnen bei vollständiger Vorlage aller Unterlagen auch helfen könnte.

Ich denke, Ihre Frage erst einmal verständlich beantwortet zu haben, gehe aber davon aus, daß Sie mit diesem Rat nicht einfach hingehen, und "die Katze im Sack" kaufen.

Mit besten Grüssen

Fricke
RA
Dipl. Kfm.


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