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GmbH gründen.


| 01.09.2007 12:32 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin seit über zwei Jahren als selbständiger Handwerker tätig, nun möchte ich eine GmbH gründen. Ich habe gehört, man soll dabei über den Eigenkapital in Höhe von 25,000 Euro verfügen. Auch habe ich gehört, es reicht, wenn man nur 11,000 Euro in bar hat, Rest als PKW oder Immobilie.
Meine Fragen läuten:
Ist das mit den 11,000 Euro in bar korrekt?
Ich habe ein PKW, Wert ca. 14,000 Euro auf meine Frau angemeldet, leider, wir haben den Wagen auf Raten, sodass die Bank im Besitz von dem Fahrzeugbrief ist;
Die Immobilie ist auch noch nicht abbezahlt, läuft auf den Namen von mir und meiner Frau.
Kann man da alles zusammen rechnen?
Wieviel kostet die aktuelle Beantragung der GmbH bei Gericht? Sind noch weitere Kosten damit verbunden?
Vielen Dank für die Antworten.
Falls das wichtig ist, mein Gebiet ist NRW.
Unternehmer.

02.09.2007 | 19:36

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Frage möchte ich Ihnen auf Grundlage Ihrer Informationen wie folgt summarisch beantworten:

1.Die Gründung einer GmbH setzt ein Mindeststammkapital von 25.000 € voraus, das in Form der Bareinlage oder der Sacheinlage geleistet werden kann. Dabei handelt es sich dann aber nicht um Gründungskosten, sondern um Eigenkapital.

2.Bareinlagen sind dabei Einlagen, die in Geld erbracht werden. Bareinlagen brauchen bei der Gründung nicht in voller Höhe, sondern nur zu einem viertel eingezahlt sein. Die eingezahlten Geldeinlagen (einschließlich ggf. zu leistender Sacheinlagen) müssen aber mindestens 12.500 Euro betragen.

3.Als Einlage können auch Sachen oder Rechte eingebracht werden (sog. Sachgründung), also z.B. Wertgegenstände, Maschinen, Forderungen, Grundstücke, Unternehmen, etc. Sacheinlagen sind immer in voller Höhe der Stammeinlage zu erbringen. Die Eigentumsfrage bei den Sacheinlagen muss dabei aber geklärt sein. In Ihrem Fall gehe ich davon aus, dass weder Pkw noch Immobile in Ihrem Eigentum, sondern noch im Eigentum der Bank steht und letztlich bereits deshalb als Sacheinlage für die Gründung einer GmbH ausscheidet.

4.Die Kosten für Notar und Registergericht (Handelsregister) bemessen sich nach dem Geschäftswert, d.h. nach der Höhe des Stammkapitals. Die Gründung einer GmbH mit höherem Stammkapital kostet also auch mehr. Protokollieren einer Einpersonengründung ist nach der Kostenordnung, nach der die Notare abrechnen, günstiger als die einer Mehrpersonen-GmbH. Nimmt man vor Abfassung des Gesellschaftsvertrages eine anwaltliche Beratung in Anspruch, sind zusätzliche Anwaltsgebühren zu zahlen Notwendig ist die Bekanntmachung im Bundesanzeiger sowie in mindestens einer Tageszeitung. Die Kosten bemessen sich nach dem Umfang der bekanntzumachenden Angaben (ca. 150,00 €).


Bitte beachten Sie, dass in diesem Rahmen nur eine Erstberatung erfolgt, die eine genaue und umfassende Prüfung anhand von Unterlagen und damit eine abschließende weiterführende Beratung schlichtweg nicht ersetzen kann. Dennoch hoffe ich, Ihnen durch die Beantwortung der Frage einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben.

Für Rückfragen und eine weiterführende Vertretung Ihrer Interessen bzgl. der Gründung der GmbH stehe ich Ihnen natürlich jederzeit gern zur Verfügung.

Ich freue mich über eine Kontaktaufnahme Ihrerseits!

Mit besten Grüßen

Dipl.-Jur. B. Alexander Koll
- Rechtsanwalt -

E-Mail: info@kanzlei24net.de
http://www.kanzlei24net.de


Rechtsanwalt B. Alexander Koll

Nachfrage vom Fragesteller 03.09.2007 | 14:38

Sehr geehrter Herr Koll, vielen Dank für die ausführliche Antworten. Leider, noch eine Antwort bleibt offen für die Frage: Kann ich mein zweiter PKW, der auch auf der Name meiner Frau angemeldet ist und bar bezahlt ist (nur der Wert ist viel niedriger, ca 3500.00 EUR)auch als Sacheinlage bei der Anmeldung der GmbH vorzeigen? Und was geschieht mit dem Geld, wenn ich im Besitz von diese Summe von 12,500 EUR oder von 25,000 EUR bin? Falls ich korrekt informiert bin, muss die o.g. Geldsumme auf Konto des zuständiges Gerichtes eingezahlt werden und dort auch als Sicherheit bleiben und darf nicht "angerührt" werden? Oder muss ich nur dem Gericht ein Kontoauszug mir dem Geld zeigen?
Für die Antwort vielen Dank in voraus. Unternehmer

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.09.2007 | 18:28

Ich würde Ihnen nicht raten, den Pkw Ihrer Frau als Sacheinlage in die GmbH einfließen zu lassen. Das Stammkapital zahlen Sie auf Ihr eigenes Firmenkonto ein. Mit diesem Kapital können und sollten Sie sogar arbeiten, d.h. Anschaffungen tätigen. Richtig ist, dass Sie den Nachweis über die Erbringung des Stammkapitals führen müssen. Über diesbezüglich Einzelheiten sollte Sie Ihr beratender Notar informieren.

MfG

RA Koll

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