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GmbH Liquidation - Pflichten des Liquidators / Gewährleistung

| 02.08.2018 12:17 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Johannes Kromer


Liebe Community,

Ich war in der Vergangenheit der Geschäfstführer der GmbH. Die GmbH wird nun liquidiert, das Sperrjahr ist im Dezember 2018 um, ich wurde zum Liquidator ernannt worden.

Unsere GmbH hat Projekte im Ecommerce Bereich abgewickelt. Wir haben bereits alle Projekte ordnugsgemäß abgeschlossen - es gibt nur noch ein aktives Projekt, das im September abgeschlossen wird. Diesbezüglich suche ich Antworten auf folgende Fragen

1. Der Kunde behauptet, ich müsste ihn über die Liquidation der GmbH besondert schriftlich informieren. Der Kunde weiß natürlich über die Liquidation Bescheid, diese Info wurden ihm sowohl vom Bundesanzeiger übermittelt als auch von mir mündlich bestätigt. Frage: Muss ich den Kunden zusätzliche schriftlich über die bevorstehende Liquidation informieren?

2. Wir haben mit dem Kunden einen Werkvertrag unterschrieben, der eine gesetzliche Gewährleistung beinhaltet. Was passiert mit der Gewählreistung im Falle der Liquidation? Kann der Kunde die Liquidation blockieren, falls wir keine Einigung über die Gewährleistung finden?

Vielen Dank!

Einsatz editiert am 03.08.2018 12:27:41

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihr Kunde geht fehl in der Annahme, dass er gesondert schriftlich über die Liquidation zu informieren ist. Nach § 65 Abs. 1 GmbHG ist die Auflösung der Gesellschaft zum Handelsregister anzumelden. Weiter ist die Auflösung nach § 65 Abs. 2 GmbHG in den Gesellschaftsblättern bekannt zu machen. Bei dieser Bekanntmachung ist auch der sog. Gläubigeraufruf vorzunehmen, sprich die Gläubiger sind aufzufordern, sich bei den Liquidatoren/der Gesellschaft zu melden. Ggf. verwechselt Ihr Kunde das Thema Liquidation mit dem Thema Kapitalherabsetzung. Bei der Kapitalherabsetzung ist im Gesetz ausdrücklich eine separate Information der Gläubiger in § 58 Abs. 1 Nr. 1 GmbHG vorgesehen.

Richtig ist aber, dass die Gewährleistung nicht durch die Liquidation „umgangen" werden kann. Das bedeutet hier, Sie müssen sich in der Tat mit dem Kunden einigen. Gelingt so eine Einigung nicht, so kann die Liquidation jedoch nicht aufgehalten werden. Die Gesellschaft könnte dem Kunden nach § 72 Abs. 2 GmbHG eine Sicherheit für diese Gewährleistungsrechte leistet. Praxisrelevant ist insbesondere die Hinterlegung von Geld. Einen Katalog von möglichen Sicherheitsleistungen finden Sie in den §§ 232 ff BGB. Daneben ist anerkannt, dass auch eine Bankbürgschaft möglich wäre, nicht ausreichend wäre dagegen eine Bürgschaft durch einen Gesellschafter.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 03.08.2018 | 16:08

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